[Projekt V] Aller Anfang ist halt nicht immer so leicht

Da bin ich nun und immer noch motiviert dabei, mein vegetarisches Leben auf ein veganes umzustellen. Meine erste Zwischenbilanz? Ich muss gestehen, dass mir fast täglich noch etwas nicht-veganes so, äh, durchrutscht. Zum Beispiel war da ja nun Ostern und ich habe natürlich Schokolade geschenkt bekommen. Die war leider nicht immer vegan, aber da ich mich nun mal über Geschenktes freue und über Süßigkeiten sowieso, habe ich es einfach mal akzeptiert und dafür auch jedes Stück sehr genossen (und tue es auch noch).

Schwierig ist auch, wie schon erwartet, das Essen woanders. Ich war alleine in der letzten Woche zwei Mal im Restaurant essen und schon sehr glücklich, dass es überhaupt ein paar wenige vegetarische Gerichte auf der Karte gab. Und dann war noch einmal Pizzaessen mit Freunden angesagt und heute Lasagne bei meinen Eltern … Von daher lief es bisher eher so suboptimal. Dafür bin ich ganz stolz, weil ich zuhause (bis auf die Ostersüßigkeiten) kompletto vegan esse und total viel koche und rumprobiere, was normalerweise eher nicht so mein Ding ist. So wage ich mich an viel Neues und entdecke immer wieder andere leckere Sachen.

choco

Eine meiner liebsten Neuentdeckungen: Vegane Duo-Schokocreme! Omnomnomnom!

Interessanterweise dachte, dass es am schwersten wird beim Kaffee auf die Milch zu verzichten. Ich bin so eine Milchkaffee-mit-Zucker-Trinkerin. Alles andere ist bääh, trotzdem bleibt der Appetit auf Kaffee, wenn es keinen gibt. Die Hürde habe ich aber mittlerweile gemeistert, trinke auf der Arbeit nun immer meinen Kaffee schwarz (nach langer Umgewöhnung) und zuhause mit Sojamilch. Ich habe nämlich nun herausgefunden, wie die Sojamilch im Kaffee nicht flockt und an den Geschmack habe ich mich inzwischen auch gewöhnt. Das ist sowieso genau das, was gerade richtig viel Spaß macht: Man stellt immer mehr fest, wie sich der Geschmack umstellt und wie plötzlich halt sogar der schwarze Kaffee, den man Wochen vorher nicht trinken konnte, richtig gut schmeckt.

Danke, Veggiemaid!

Was gerade sehr hilft, ist ein neues Geschäft in Oldenburg, bei dem ich mich nun immer fleißig eindecke: Veggiemaid. Im Februar hat der vegane Laden eröffnet und ich freue mich immer wieder neu über das große und tolle Angebot dort. Ich kann jedem, der in der Nähe von Oldenburg wohnt, nur empfehlen, dort mal vorbeizusehen! Bald soll man übrigens auch online bestellen können, nämlich hier und hier könnt ihr euch schon einmal ein Video über die Inhaberin und ihren Laden ansehen.

Motivation! Wir brauchen Motivation!

Ich muss ja gestehen, selbst bei veganen Freunden von mir dachte ich insgeheim immer „boah, nee, das wäre mir ja echt zu kompliziert …“ und war so manches Mal sogar als Vegetarierin überfordert, wenn ich für uns kochen musste. In meiner Übergangsphase gerade sind Veganer genau deshalb die absolute Motivation dafür, dass es eben doch geht! Ich erwischte mich schon dabei, wie ich nach berühmten Veganern googelte. Zum Glück habe ich aber auch ein paar in meinem Freundeskreis, bei denen ich mir immer wieder Mut hole, außerdem habe ich es mir gerade ein wenig zum Hobby gemacht bei dem Fotohochladeprogramm Instagram nach dem Schlagwort „vegan“ zu suchen. Wow, was da so alles auftaucht, von den leckersten Essenfotos, über Cupcakes und Kuchen bis hin zu allem drumherum. Und es gibt natürlich so viele tolle Blogs! Hach, da könnte ich ja so viele aufzählen! Soll ich mal? Ich schaue zum Beispiel sehr gerne hier vorbei:

Zwei Blogs, die man sowieso kennen sollte, wenn man sich ein wenig mit Tierschutz beschäftigt, sind die von Pseudoerbse. Eine ihrer großartigen Seiten ist www.kosmetik-vegan.de, die noch einmal zeigt, dass Veganismus/Vegetarismus nicht nur mit dem Essen zu tun hat. Und es gibt aber auch noch veganesnom.wordpress.com zur veganen Ernährung. Auch die Zombiekatze findet man dort, die auch selber einen super inspirierenden Blog hat: het-heksje.blogspot.de

Eine Seite, die viel Spaß macht ist vegancomics.blogspot.de. Ja, genau, hier gibt es bunte Bilder! ;)

Natürlich sind besonders Blogs von Leuten hilfreich, die selber gerade durch die Anfangsphase gehen. Daher finde ich unter anderem claudigoesvegan.blogspot.de super spannend.

Eigentlich kein „Vegan-Blog“, aber Pixella ist Veganerin und ich lese ihren Blog so gerne, nicht nur, weil sie eine Hexen-Kollegin ist: pixella-bloggt.com

Und natürlich kann man sich weiter durchklicken und googeln und findet noch mindestens 1.000.002 andere tolle Blogs zu dem Thema. Ich finde es super und freue mich immer wieder neu über den ganzen Input!

[Projekt V] Das große Generve

Oh, was gehe ich gerade meinen Mitmenschen auf den Keks! Ich bin nämlich zurzeit dabei meine Ernährung ein wenig umzustellen und das, weil mich ein Thema gerade ganz besonders beschäftigt: Veganismus. Das ist ja das, wo sicher die meisten schon jetzt denken werden „Oarch!“ und aufhören weiterzulesen. Genau das meine ich, ich gehe gerade allen echt auf die Nerven und alleine der Begriff ist schon der totale Abturner. Warum eigentlich? Warum nerven Vegetarier und Veganer mit ihrer Ernährung andere so? Und warum „missionieren“ sie schamlos? Ich schau mal kurz auf mich:

Ich bin seit circa 14 Jahren Vegetarierin, weil ich unter anderem die industrielle Haltung von Tieren nicht unterstützen möchte und ich es außerdem furchtbar inkonsequent finde beim Tod einer Katze [hier beliebiges anderes Haustier einfügen] tagelang zu heulen, während man sich nur zum Sattwerden Lämmer, Kälber, ihre Mütter und Co. reinzieht. Deshalb also. Aber je mehr man aus diesen Gründen vegetarisch lebt, desto mehr kommt man in so eine Art Gedankenstrudel, aus dem man meistens nicht mehr herauskommt. Wenn ich kein Fleisch esse, zum Beispiel von Hühnern, weil ich die Haltung scheiße finde, dann müssen sie ja für mich trotzdem gehalten werden, wenn ich ihre Eier essen möchte. Und so weiter. Also ist, wenn man sich auf diese Gedanken einlässt, irgendwann immer klarer, dass es noch konsequenter wäre vegan zu leben. Und an diesem Punkt bin ich gerade mal wieder.

You eat what?!

Mein neues Shirt von “roots of compassion”

Nun kenne (kannte) ich auch so furchtbar nervige Veganer, mit denen ich mich manches Mal sogar richtig gestritten hatte und die ein Grund dafür waren, warum ich nie eine von ihnen werden wollte. Aber warum nervten sie so? Wer vegan lebt, der macht das nicht, weil es gerade hip ist oder weil man das einfach mal ausprobieren möchte oder weil man Spaß daran hat ständig seine Mitmenschen zu belehren. Wer aus ethischen Gründen vegan lebt, der hat irgendwann mal diesen Entschluss gefasst, weil er es nicht mehr ertragen hat, wie mit Nutztieren umgegangen wird. Weil es ihm mehr weh tut, als anderen. Weil er sein eigenes Leben lieber radikal einschränkt, als das Unrecht, dass er empfindet, weiter zu unterstützen. Und weil er ein Realist ist, dem bewusst ist, was er zu sich nimmt und was das für Konsequenzen hat. Eigentlich traurig, dass wir solche Leute auslachen.

Je mehr ich mich mit dieser Lebensweise beschäftige und meine Ernährung umstelle, desto mehr merke ich, welchen Raum das einnimmt. Schon als Vegetarier ist man immer mehr angeekelt darüber, wo überall Tiere drin sind (Brot, Saft, Chips, Wein, Bier, Käse, Pudding, Marshmallows, Gummibärchen, usw., selbst beim Tiefkühl-Rotkohl erwischte ich neulich einen mit Schweineschmalz …), aber als Veganer ist es ein regelrechtes Spießrutenlaufen, um tierischen Produkten aus dem Weg zu gehen. Man muss sich so dermaßen mit seiner Ernährung beschäftigen (vor allem zum Anfang), dass schon wirklich eine 100prozentige Überzeugung dahinterstehen muss. Und da Essen ja ständig präsent im Alltag ist, ist das, was man isst und was nicht, eben immer ein Thema. Man wird so viel sensibler für sein Essen und wo es herkommt, daher ist auch mein Kopf gerade voll damit. Deswegen teile ich auch in letzter Zeit häufiger Berichte und Texte darüber, die mich bewegt haben, weil es mich sehr beschäftigt. Und deshalb nervt es andere so. Und ich möchte es anderen so gerne erklären, aber die meisten interessiert es nicht. Denn Vegetarier und Veganer nerven eben.

Achja, übrigens: Mein “Projekt V”

Juhuu, wer bis hierhin durchgehalten hat, dem kann ich es ja erzählen: Ich stelle also meine Ernährung um, und mich stört es auch immer weniger andere damit zu nerven (siehe mein neues Shirt weiter oben). Da ich oft und gerne bei Freunden und der Familie esse, werde ich es (vorerst) nicht schaffen komplett auf ein veganes Leben umzusteigen. Aber wenn ich für mich koche, möchte es so gut wie möglich versuchen. Was daran so tricky ist: Fast alle Fertigprodukte fallen weg, weil eigentlich überall irgendwas Tierisches drin ist. Und da ich ein Kochmuffel bin (deshalb auch das mit dem Essen bei Freunden und Familie …), ist es für mich der totale Ansporn mal wieder etwas aktiver am Herd zu werden. Zwei Fliegen mit einer Klappe, ha! Also quasi, naja, nur ohne die Fliegen zu töten, ihr wisst schon.

Ich werde euch bald auch mal ein paar (Koch-)Bücher zu dem Thema vorstellen. Und meinen neuen Lieblingstofuladen, bei dem ich mich gerade durch sämtliche Ersatzprodukte & Co. teste. Und überhaupt gibt es so viele inspiriende Seiten im Internet dazu. Aber eins nach dem anderen!

Life in a Week – No. 12

Gesehenes:

  • Im Moment habe ich mal wieder ein wenig mehr Zeit vor dem Fernseher verbringen können und es gibt ein bisschen was zu berichten. Ich habe nämlich mittlerweile Breaking Bad ein zweites Mal (bis Ende Staffel 4) gesehen. So langsam lässt die Sucht nach, irgendwie ein beruhigendes Gefühl. Vermutlich so lange, bis im Sommer 2013 die letzten Folgen ausgestrahlt werden.
  • Dank Lovefilm und meiner aktuellen Giancarlo-Esposito-Vergötterungsphase habe ich außerdem gesehen: Noch einmal Ferien / Last Holiday – ein ganz süßer Film mit Queen Latifah und Gerard Depardieu und LL Cool J und natürlich Herrn Esposito. Queen Latifah spielt eine alleinstehende Verkäuferin, die eine Art Tagebuch darüber führt, was alles in einem Leben, nicht ganz so langweilig wie ihres, möglich wäre. Ein großer Traum ist die Heirat mit ihrem heimlichen Schwarm (LL Cool J) und als leidenschaftliche Köchin möchte sie einmal im Luxushotel ihres Lieblingskochs speisen. Dann bekommt sie eine verheerende Diagnose, mit der ihr prognostiziert wird, dass sie nur noch wenige Wochen zu leben hat. Es ist für sie also endlich Zeit, über ihren eigenen Schatten zu springen, und sich endlich den Luxusurlaub zu gönnen, den sie sich sonst nie erlauben konnte. Ziemlich schmalzig, sehr vorhersehbar, aber manchmal braucht man das ja auch. Leider hatte Herr Esposito hier nur eine relativ unspannende, nichtsagende, doofe Rolle.
  • Piñero – ein Film über den Schriftsteller und Schauspieler Miguel Piñero. Gespielt wird er von einem großartigen Benjamin Bratt. Ein ganz netter Film, etwas verwirrend und mir haben ein paar wichtige Details aus seinem wahren Leben gefehlt und ich weiß nicht, ob ich es einfach nicht geschnallt habe oder ob sie bestimmte Dinge absichtlich unerwähnt ließen. Naja, immerhin gab es hier Herrn Esposito mit langen Haaren.
  • Bob Roberts – eine Art Mockumentary mit Tim Robbins aus dem Jahr 1992 über einen konservativen Folk-Sänger, der Wahlkampf betreibt, um in den US-Senat gewählt zu werden. Ein ganz netter Film mit vielen Stars wie Alan Rickman, John Cusack, Peter Gallagher und einem sehr, sehr jungen Jack Black. Und mit Herrn Esposito als Journalisten, fand ich persönlich sehr schön. (Und Alan Rickman mit US-Akzent. Hach!)
  • Mein persönliches Highlight war aber eine ganz bestimmte Community-Folge. Ich habe nämlich mal wieder ein paar Folgen gesehen, unter anderem auch Folge 20 von Staffel 3 „Digital Estate Planning“. Mit? Ha, genau! Herrn Esposito! Ich habe gequietscht vor Freude, mehrmals:
  1. Giancarlo Esposito und Chevy Chase. Need I say more?
  2. In der Folge geht es darum, dass sich Chevy Chase und mit Hilfe der anderen Community-Leute in einem PC-Spiel das Erbe seines verstorbenen Vaters erkämpfen muss. „Ready Player One“ (quiieetsch!!) lässt grüßen!
  3. Achtung: Spoiler! Giancarlo Esposito spielt den Halbbruder von Chevy Chase. Wie großartig!
  4. Es gibt im Spiel so viele herrliche Nerd-Momente – die beste Folge für mich bisher!
  5. Die süßeste Abed-Szene mit ganz viel Romantik am Schluss <3
  • Außerdem – ganz ohne Giancarlo, hört, hört! – habe ich noch die neusten Folgen von Miranda gesehen. Die Serie ist nun in die dritte Runde (also Staffel) gegangen. Nachdem mich die ersten Folgen noch nicht so richtig packen konnten, gefielen mir die letzten wieder mal mirandamäßig gut! Miranda ist so eine Art hoffnungslose, aber glückliche Bridget Jones. Richtig schön britisch und man muss sie irgendwann und irgendwie einfach lieben. Auch, wenn es weh tut.

Gelesenes:

  • Nach meiner totalen Leseflaute seit circa Oktober 2012 habe ich endlich mal wieder zum Kindle gegriffen. uncleDran war „Uncle Montague’s Tales of Terror (Onkel Montagues Schauergeschichten)“ von Chris Priestley. Hat mir super gefallen, weil die Märchen so schön böse-schaurig waren und alles sehr auf die alten, klassischen Gruselmärchen anspielt. Mit einem Hauch vom Struwwelpeter.
  • Jetzt lese ich gerade George R. R. Martins „Die Herren von Winterfell (Das Lied von Feuer und Eis 1)“. Ja, ich habe ja noch nicht genug Reihen begonnen … Aber das macht gerade sehr viel Spaß!
  • Abgebrochen habe ich nun mehr oder weniger „In Bed with Lord Byron“ von Deborah Wright. Hier geht es um eine junge Frau, die nach der Trennung von ihrem Freund dank einer Zeitmaschine durch die Zeit reist und ihre große literarische Liebe Lord Byron kennen und lieben lernt. Da Byron aber doch nicht so schnuffig ist, wie erhofft, reist sie weiter, zu da Vinci zum Beispiel und zu Ovid. Den Anfang fand ich total toll, aber dann zieht es sich irgendwie und … also ich mag nicht mehr!

Was sonst noch geschah:

  • Nach einem Vorstellungsgespräch vor Weihnachten, auf das ich seit November hingefiebert habe, bekam ich Anfang des Jahres eine Zusage und es war einfach unglaublich, wie viel Anspannung da von mir abfiel: Ich kann weitere zwei Jahre weiter dort arbeiten, wo ich jetzt schon bin, mit den tollsten Kollegen der Welt! Nur, dass meine Stelle ab März eine andere ist und ich mit einem Traumvolontariat eine richtig echte journalistische Ausbildung bekomme. Nach der Anspannung wurde es dann aber noch einmal stressig, ich war schon etwas angeschlagen, aber es musste noch eine Kohlfahrt (für die Nicht-Norddeutschen) und die Landtagswahl überstanden werden, bei der wir im Wahlzentrum gearbeitet haben. Zu der totalen Entspannung nach all dem, kam dann ein fieser Virus bei mir an und BÄM: Seit Dienstagabend liege ich kompletto flach und bin Teeunendlich genervt, weil ich endlich wieder zur Arbeit will und mir die Decke auf den Kopf fällt. So erwischt hat es mich, glaube ich, in meinem ganzen Leben noch nicht und isch möschte nisch mehr. Und ich kann langsam kein Tee und Co. mehr sehen …
  • Ins Krankenlager erreichte mich gestern aber Post von der lieben Julia, die mich mit der „American Horror Story“ versorgt hat. 1000 Dank! Ich hoffe, ich bin bald fit genug, um mich mal ranzuwagen.
  • Es war am Wochenende 24h-Sale im Nürburgring-Shop und ich habe mich mal neu eingekleidet. Juhuu!
  • Ich habe wieder ganz schlimmes New-York-Fernweh bekommen. Wenn mir jemand irgendwie eine Reise ins New York der 80er Jahre verschaffen kann, bitte melden, danke!

[Blogparade] Zum Jahresende 2012…

Meinen kleinen Jahresrückblick gab es hier zwar schon, aber es hat mich nun doch noch gereizt am Rückblick der entzückenden Frau BuchSaiten teilzunehmen. Da ist mir auch noch einmal bewusst geworden, wie lange ich schon kein Buch mehr gelesen habe. Im Moment bin ich halt total im Serien-Fieber und alles auf einmal klappt leider nicht so gut. Also gar nicht.

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Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)
Davon gab es in diesem Jahr mehrere: Einmal ist da John Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Ich hatte schon hin und wieder von dem Buch gelesen, es war ja auch ziemlich präsent auf sämtlichen Bestsellerlisten, aber lesen wollte ich es gar nicht. Ein Krebsbuch für Jugendliche? Nee, nee … Ich bin so froh, dass ich zufällig ein Interview mit ihm gesehen habe, in welchem ich ihn so mega sympathisch fand, dass ich mich dann doch an sein Buch gewagt habe. Fast noch positiver überrascht war ich dann noch von „Looking for Alaska“, das mir noch einen Ticken besser gefallen hat und ich ganz ohne Erwartungen rangegangen bin.
Auch positiv überrascht war ich von „Spukhaus zu verkaufen“, herausgegeben von Simone Edelberg und Tatjana Stöckler. Ein kleines Buch (bzw. E-Book) mit mehreren gruseligen Kurzgeschichten, die aber alle zusammenhängen. Irgendwie war mir danach und schließlich ist es sogar zu einem meiner Highlights des Jahres geworden, das ich bestimmt noch einmal lesen werde.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)
Leider ist das wohl Christiane Rösingers „Liebe wird oft überbewertet“. Ihr Ansatz ist toll, als Single mal aufzuzeigen, dass man auch trotzdem glücklich und zufrieden sein kann. Und dass unsere Gesellschaft viel zu sehr aufs Pärchendasein fixiert ist. Leider geht dieser Schuss total nach hinten los, weil sie den Eindruck erweckt, eine vollkommen verbitterte, einsame Frau zu sein, der alles auf die Nerven geht. Die „wissenschaftlichen“ Passagen über die Geschichte der Liebe und der Ehe, die hintergründigen Erklärungen, fand ich wiederum total toll und spannend. Eine gute Freundin, die in ihrer größten Ehekrise dieses Buch auf meine Empfehlung hin gelesen hat, war wiederum ganz begeistert und lieh mir mal das Hörbuch dazu. Auf dem Hörbuch fehlen die ganzen verbitterten „Tagebucheinträge“ und das hat mir – so wie meiner total begeisterten Freundin – auch richtig gut gefallen. Wenn, dann also bitte zum Hörbuch greifen. Da gibt es auch tolle, lustige Musik von Rösinger zum Thema! :)

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?
Definitiv John Green. Siehe oben. Außerdem freue ich mich, dass ich durch seine Bücher auch auf seinen Blog gestoßen bin, auf dem es immer wieder tolle Videos zu entdecken gibt und ich fühle mich mit diesem Nerd einfach sehr verbunden ♥

Seit gestern ziert übrigens sogar sein Autogramm meinen Flur und ich freue mich jedesmal wie ein kleines Kind, wenn ich daran vorbeilaufe: John Green

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?
Einmal „Anna dressed in Blood/Anna im blutroten Kleid“ von Kendare Blake als 2012er-Buch. Eigentlich bin ich nur wegen des Covers darauf aufmerksam geworden und war dann auch positiv überrascht vom Inhalt. Sowie, ich erzählte es ja bereits im Post vorher, „Der Rubin im Rauch“ von Philip Pullmann.

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2013 lesen und warum?
Uff, wo fange ich denn da mal an? Sicherlich will ich endlich „Timeless“ von Gail Carriger zuende lesen. Ich habe damit vor vielen Wochen angefangen und dann bin ich irgendwie nicht weitergekommen. Ich liebe die „Parasol Protectorate“-Reihe und will nun endlich wissen, wie alles endet. Außerdem „Oscar’s Books“ von Thomas Wright. Das habe ich mir 2011 auf meiner Oscar-Wilde-Pilgerreise durch Dublin gekauft und es liegt schon länger lesebereit auf meinem Nachttisch (es ist auch einfach so hübsch!!) und nun hoffe ich, dass ich bald mal dazu komme. An der gleichen Stelle wartet übrigens auch „Walden. Oder das Leben in den Wäldern“ von Henry David Thoreau. Sowieso möchte ich 2013 mal wieder mehr Sachbücher lesen. Seitdem ich mit der Uni durch bin merke ich, dass ich mal wieder „Input“ brauche …

[2012] Das letzte Jahr

Der obligatorische Rückblick.

Im letzten Jahr ist verdammt viel bei mir passiert. Dinge, an die ich mich ganz und gar nicht gerne erinnere und Dinge, die ich vor Glück noch gar nicht ganz fassen kann. Irgendwie macht es ja auch Spaß, am Ende des Jahres zurückzublicken und zu rekapitulieren, was alles so los war. Und da ich Listen- und Geschichtenfreak bin, muss bei mir auch eine entsprechende Auflistung her. Also habe ich mal überlegt, woran ich mich – was Film, Serie & Buch angeht – besonders gerne zurückerinnere. Und auch mit welchen Leuten hier im virtuellen Dingsi 2012 echt viel Spaß gemacht hat. Also, los geht’s!

Bücher

Top Roman: Mein Highlight war definitiv Ready Player One von Ernest Cline. Dicht gefolgt von Looking for Alaska von John Green.

Top Sachbuch: Still. Die Bedeutung von leisen Menschen in einer lauten Welt von Susan Cain. Das Buch war in diesem Jahr ganz toll und wichtig für mich.

Flop: Ich habe für mein geliebtes Literaturforum in einer Leserunde Fifty Shades of Grey von E. L. James gelesen. Ging leider gar nicht … Und ziemlich enttäuscht hat mich auch das Hörbuch Das Kind von Sebastian Fitzek. Eigentlich ist es gar kein Hörbuch, sondern ein ziemlich genial umgesetztes Hörspiel. Leider fand ich die Story nicht so toll und das Thema ging gar nicht für mich.

Charakter des Jahres: Wie in den letzten Jahren ist mein Lieblingsbuchmensch vermutlich Sherlock Holmes. Wobei mir auch die Baudelaire-Waisen aus Lemony Snickets Romanen ans Herz gewachsen sind. Von ihnen möchte ich 2013 unbedingt mehr lesen!

Autor des Jahres: John Green!

Cover des Jahres: Ein besonders schönes, wenn auch nicht aktuelles, Buch (habe ich mir nicht nur wegen des Covers gekauft, neeeiin! *räusper*) ist Der Rubin im Rauch von Philip Pullman (klick zum Cover).

Filme & Serien

Top Film: Ich habe wirklich lange überlegt, welcher Film es mir im Jahr 2012 besonders angetan hatte. Ich war manches Mal im Kino, aber so der richtige Knaller war eigentlich nicht dabei. Spontan erinnere ich mich an Die Frau in Schwarz, der mit super gefallen hat, da er so ein schöner, klassischer Horrorfilm ist, der in der viktorianischen Zeit (♥) spielt.

Flop Film: Ein Film, der nicht wirklich ein Flop war, aber von dem ich einfach mehr erwartet hatte, war Ziemlich beste Freunde. Der konnte mich leider gar nicht überzeugen. Ebenfalls fast eingeschlafen wäre ich bei Shame und Gullivers Reisen. Und ja, die Nolan-Batmans natürlich.

Serie des Jahres: Den Auftakt im Serien-Jahr 2012 machten meine geliebten Friends. Die zehn Staffeln waren viel zu schnell verschlungen. Der Rest des Jahres war war eindeutig dominiert von Misfits und Breaking Bad. Meine Göttin, wie süchtig ich war (Misfits) und noch immer bin (Breaking Bad).

Charakter des Jahres: Angelehnt an die letzte Antwort: Simon aus Misfits hatte es mir besonders angetan, weil er dieser geheimnisvolle, ruhige Typ ist, der dann eine unglaubliche Verwandlung durchmacht. Und dann – natürlich – Gustavo Fring aus Breaking Bad. Wobei ich auch Saul Goodman oder Mike nennen könnte, aber Gus ist einfach der König aller tollen Charaktere! Ich stehe nicht oft auf die Bösen, aber der Typ ist einfach unendlich cool. Um Giancarlo Esposito zu zitieren, der Gustavo spielt: “Gus is the coolest cucumber that ever walked the Earth”. Wenn ihr euch also Breaking Bad anseht, denkt bei Gus Fring an mich. Danke ♥

Schauspieler des Jahres: Giancarlo Esposito. Ganz eindeutig. Hach. Ich freue mich auf so viel mehr mit ihm im neuen Jahr!

Musik

Band des Jahres: Laut last.fm waren das OK Go

Musiker/in des Jahres: Florence & the Machine

Album des Jahres: OK Go – Of the Blue Colour of the Sky

Musikvideo des Jahres: Für die erste Hälfte des Jahres: OK Go – Needing /Getting, für die zweite Hälfte Pink – Try (wow!!).

Menschen

Ich habe zu Weihnachten total unerwartete, liebe SMS von Menschen bekommen, die ich ohne dieses Internetz nie kennengelernt hätte. Da wurde mir mal wieder bewusst, dass man auf Twitter und Co. noch so schimpfen kann, es kann ein Leben auch ganz schön bereichern.

Nicht Twitter-Menschen sollten nun also lieber nicht weiterlesen, ihr werdet es eh nicht verstehen.

Ich bin so froh, dass Menschen wie @MissDeWorde oder @Koalaweibchen dazukommen sind, die verstehen, wie schlimm es sein kann, einen geliebten Seriencharakter zu vermissen ;) Ebenso geht Twitter nicht mehr ohne Sherlock-Verbündete und Lady meiner Timeline @Miss_Temple. Und natürlich auch nicht ohne mein Girl aus der Hood @hepburn4ever. Ich hoffe wir können auch 2013 mal wieder den einen oder anderen Abend bei einem Pint ausklingen lassen und dass dein Jahr so traumhaft weitergeht, wie es nun endete! Die große Liebe meiner Timeline ist übrigens @planktonmusik, so, jetzt ist es raus. Und sowieso habe ich ganz wundervolle Ladies in meiner Timeline, wie @h4z3l, @dielila, @Buchprinzessin, @nachtdufter11, @BuchSaiten, @thefamilycat, @Maiduna, @posemukel und @Katniss_Dean und und und und ….
Ich zähle schon die Tage, bis es die große Amanda-Palmer-Party mit @RAH_HELL gibt (beste Mix-Tape-Bastlerin, ever!).
Außerdem wünsche ich mir für 2013 @Dionysostraum, @mimmelitto, @Barfussprinzess und @Slntaura auch wieder öfter jenseits von Twitter zu treffen!
Dieses Jahr geht eine fette virtuelle Umarmung an @aufmSonnendeck und @Lululein90, mit denen Breaking Bad sogar noch ein bisschen mehr Spaß gemacht hat und ohne die ich bestimmte Szenen bestimmt nicht durchgestanden hätte. ♥
Dickes Danke fürs immer wieder zum Lachen bringen geht an @Zwaeney, noch so ein Stern meiner Timeline. Ähnlich verhält es sich mit @ZachariasFuchs (der holde Ritter, der mich vor dem bösen Drachen beschützen würde, indem er ihn mit Ferrero-Süßkram bewirft …)
Auf der Liste 2013 steht dann auch noch ganz weit oben: Endlich mal mit @Nogwai was trinken gehen. Ob wir das wirklich mal schaffen?!
Dann noch natürlich meine MotoGP/Rennsport-Damen @LucyBrown4, @Ulli_68 und @kiwirazzi – ich freue mich schon sehr auf die neue Saison mit euch!
@Speed_Tossi muss ich eigentlich ja gar nicht erwähnen. Manchmal krass, wie lange wir uns schon (wirklich) kennen und du meine postpubertären Phasen noch immer erträgst ;-)
Der coolste Typ ist wohl Ralph Caspers @hyperjinx, der mir ernsthaft Post im Trauerkartenumschlag geschickt hat und mir damit eine riesen Freude gemacht hat.

Und Danke an alle anderen, die noch bei mir sind und meine Serien-Exzesse in diesem Jahr eisern ertragen haben. Schaun mer mal, womit ich euch im nächsten Jahr auf den Wecker gehen werde ;-) Ach, ich habe nun sowieso viel zu viele vergessen. Ihr bekommt dann eine Erwähnung im Rückblick im nächsten Jahr!

Das war es von mir zu diesem Jahr. Ich wünsche euch ein zauberhaftes Silvester, feiert schön, lasst es euch gut gehen und möge 2013 großartig werden! Cheers!

[Serie] Breaking Bad

oder: Wie mich eine Serie fast in den Wahnsinn trieb.

Auf der Suche nach einer neuen Serie für nach-der-Arbeit-zum-Abschalten stieß ich auf Breaking Bad, die Story hörte sich gut an, also gab ich ihr eine Chance.

Die Story

Walter White ist 50 Jahre alt, ein überqualifizierter und unterbezahlter Chemielehrer. Er hat eine schwangere (ups, ungeplant!) Ehefrau und einen körperlich behinderten Teenager-Sohn. Das Leben plätschert so vor sich hin, bis er die Diagnose Lungenkrebs im Endstadium bekommt. Seine größte Sorge ist es, seine Familie mit einem Haufen Schulden zurückzulassen, da es finanziell eher mau bei ihnen aussieht. Zur gleichen Zeit begleitet er seinen Schwager Hank, ein Cop bei der Drogenpolizei, zu einem Einsatz. Sie stürmen das Haus eines Crystal Meth-Produzentens, der sich auch noch als Ex-Schüler von Walter entpuppt. In seiner Situation zählt er eins und eins zusammen und denkt sich: Wie schnell ich Geld scheffeln könnte, wenn ich einfach Meth produziere, bis ich sterbe. Und als Chemie-Genie könnte er das beste Meth herstellen, dass die Welt je gesehen hat. Also nimmt Walter Kontakt zu diesem Ex-Schüler, Jesse Pinkman, auf und das Unheil nimmt seinen Lauf …

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Das hört sich so erst einmal gar nicht so spektakulär an. Aber wie die Charaktere hier dargestellt werden und die Veränderungen, die sie durchmachen, das ist einfach Gänsehaut pur. Walter und Jesse geraten immer mehr in eine Einbahnstraße im Drogengeschäft, aus dem es schon ganz schnell kein Zurück mehr gibt. Schließlich sehen sie sich mit den krankesten und perfidesten Typen des Drogenhandels konfrontiert und müssen sich selber dem Geschäft anpassen, bis Walter immer mehr selber als “Heisenberg” zum schlimmsten Badass der Szene wird. Er hat schließlich nichts zu verlieren.

Ein besonderer Clou ist auch, dass sein Schwager Hank ein höchst ehrgeiziger Cop der Drogenpolizei ist und der Zuschauer weiß schon schnell, dass “Heisenberg”, der große Fisch im Wasser, den Hank unbedingt fangen will, ein Familienmitglied ist, das mit ihm ständig zusammen ist. Ständig liegt das Knistern in der Luft, ob es er doch schon ganz bald herausfindet …

Die Charaktere

Breaking Bad ist eine Serie, bei der mir die kleineren Rollen fast mehr ans Herz gewachsen sind, als die Hauptdarsteller. Und wenn ich sage “ans Herz gewachsen”, dann meine ich es wirklich so. Hach! Da wäre zum Beispiel Saul Goodman, der geniale, aber ziemlich durchgeknallte Anwalt. Er hat sich auf die “bösen” Typen spezialisiert und selber achtet er das Gesetz am wenigsten. Er ist das große Verbindungsstück im Netzwerk der gesamten Breaking-Bad-Geschichte. Ich liebe ihn!
Saul
Und dann haben wir noch Mike Ehrmantraut. Mike ist so eine Art böser Schutzengel, ein Ex-Cop, der für seinen Boss Aufträge ausführt und dafür sorgt, dass alles läuft. Er ist immer dann da, wenn sich die anderen Volldeppen (also meistens Jesse und Walter) in ausweglose, lebensgefährliche Situationen katapultiert haben.
Mike
Auf der Seite der Guten wäre dann Hank Schrader zu nennen. Er ist vermutlich der einzige “Gute” in der gesamten Geschichte … Er ist, wie beschrieben, ein Drogenspürmensch und ausgerechnet der Schwager von  Walter “Heisenberg” White. Hanks Lebensaufgabe ist es, den großen Drogenmacker “Heisenberg” zu finden, und wenn es das Letzte ist, was er tut.
Hank
Als nächstes  kommen wir dann zu meinem absoluten Liebling: Gustavo Fring. Gus Fring ist der Chef der Fast-Food-Kette “Los Pollos Hermanos”, die nur der Deckmantel für sein gigantisches Drogengeschäft ist. Er regiert die Drogenwelt nördlich der mexikanischen Grenze und ist einfach mal der coolste Typ, ever. Er wird erst der Boss von Walter, dann sein schlimmster Gegenspieler. An Gustavo zeigt sich ganz schnell, was ich an dieser Serie so lieb gewonnen habe: Nach und nach erfährt der Zuschauer mehr aus dem Leben der Charaktere und die Sympathien verteilen sich ganz schnell neu. Fring zum Beispiel bringt eine der tragischsten Momente meiner persönlichen Fernsehgeschichte mit. Aber ich verrate nichts.
gus
Nicht zu vergessen der herzige Gale, ein veganer Chemie-Nerd mit einer großen Liebe zu Walt Whitman und Karaoke.
gale

Warum erzähle ich euch das?

Breaking Bad ist eine so so so großartige Serie, die unglaublich clever gemacht ist. Selbst die kleinsten Nebensächlichkeiten oder Gegenstände können noch Folgen später plötzlich wichtig werden und die gesamte Geschichte verändern. Nach und nach fügen sich sämtliche Puzzleteile zusammen und das beschert einen Gänsehaut-Moment nach dem nächsten. Obwohl die Serie wirklich nichts für schwache Nerven ist (ich habe so manches Mal ziemlich schlecht danach geschlafen …), hatte ich selten so viel Spaß beim Ansehen. Das wirklich Geniale ist hier, dass es eigentlich keinen wirklich “Guten” gibt, mit dem man mitfiebert. Natürlich ist man irgendwie auf Walters Seite, weil man mit ihm ja alles durchlebt, aber nach und nach wendet sich das Blatt und man entdeckt Sympathien für diejenigen, die man vorher ganz schlimm fand. Alle verändern sich von Folge zu Folge und da einem ganz schnell klar wird, dass es für Walter und Jesse kein Weg zurück gibt, kann man einfach nicht aufhören weiterzugucken.

Und deshalb hat mich diese Serie auch fast in den Wahnsinn getrieben. Ich habe mittlerweile alle bisher veröffentlichten Folgen gesehen und bin gerade dabei, noch einmal von vorne zu beginnen. Es gibt so viele Sachen, die beim zweiten Mal noch viel mehr Spaß machen, weil man all die kleinen, genialen Anspielungen versteht, die dann später noch wichtig werden. Und deshalb erzähle ich es euch. Ich möchte euch hiermit die Serie wärmstens ans Herz legen und hoffe, dass sie euch genau so mitreißt wie mich.

Und – um Himmels Willen – meidet tumblr, Wikipedia & Co. was Breaking Bad angeht! Das Internet verrät so vieles, was nur Spaß macht, wenn es einen beim Ansehen wie ein Vorschlaghammer trifft!

Trailer

© Die Bilder sind übrigens allesamt von tumblr zusammengeklaubt.

Bücher zu verschenken!

Ich muss mal wieder ein paar Bücher loswerden. Meine Regale sind schon wieder übervoll und mit dem Lesen komme ich auch schon lange nicht mehr hinterher. Ein paar von euch hatten ja schon Interesse angekündigt, daher stelle ich alles, was raus muss, erst einmal hier ein, bevor ich es zum Diakonie-Laden oder zu Oxfam bringe.

Die Bücher sind fast alle gelesen, manche sind noch ganz neu. Wenn euch was davon interessiert, kann ich gerne genaue Auskunft zum einzelnen Buch geben. Geld möchte ich für die Bücher keins haben, über eine Portoerstattung freue ich aber sehr.

Schon vergeben sind: Pippa Lee, Neununddreißigneunzig, Der Club Dumas, Fool on the Hill, Fräulein Smillas Gespür für Schnee.OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die nächsten Bücher sind Bookcrossing-Bücher (das “Vision” oben übrigens auch). Das heißt sie haben eine Bookcrossing-Nummer und dort kann man dann auch verfolgen, wo sie schon überall waren, wer sie gelesen hat und wer das Buch alles mochte. Bookcrossing-Bücher haben die Eigenschaft, dass sie eigentlich niemandem wirklich gehören und gerne nach dem Lesen weiterwandern würden. Mehr Infos erzähle ich euch bei Interesse dann ;-) (Das Grüne ist “Im Westen nichts Neues” und “Der Weg zurück” von Remarque im Doppelband. Das hübsche Rote sind die Memoiren von Casanova in einer auf alt gemachten Neuauflage. Schon weg.)

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Die Ildiko von Kürthy-Bücher sind auch alle bei Bookcrossing registriert und würden gerne zusammenbleiben ;-)

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch trenne mich von den beiden eher ungeliebten Filmen meiner Batman-Sammlung. Beide habe ich mal bei Tauschticket ertauscht und leider sind die Hüllen auch schon etwas abgegriffen. Die DVD von Batman Begins sieht nicht mehr ganz so toll aus, bei mir liefen beide aber ohne Probleme. Beide verschenke ich gegen Porto. Schon weg.

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Bei Interesse findet ihr meine Mailadresse oben unter “Kontakt” :)

Life in a Week – No. 11

Gelesenes:

  • Gerade lese ich “Timeless”, das letzte Buch der “Parasol Protectorate”-Reihe von Gail Carriger. Eine Reihe, die mich total begeistert. Die für mich richtige Mischung aus Steampunk, viktorianischem London, Übernatürlichem, Tee und ganz viel Witz. Eigentlich schade, dass es das letzte Buch ist. Aber ich freue mich schon jetzt auf mehr von Gail Carriger.
  • Abgebrochen habe ich mittlerweile “The Rook” von Daniel O’Malley, irgendwie bin ich da so gar nicht reingekommen. Dem Buch werde ich aber sicherlich noch mal eine Chance geben.
  • Mein Highlight dieser Woche war mit Abstand “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” von John Green. Ein Jugendbuch über Krebs. Eigentlich nichts, was mich anspricht, absolut nicht. Aber ich hatte zufällig einen kleinen Bericht über John Green gesehen, ohne zu wissen, wie angesagt er gerade ist. Ich fand ihn so unglaublich sympathisch, dass ich unbedingt etwas von ihm lesen musste, und so kam ich zu dem Buch mit dem – wie ich finde – so nettem Titel. Absolute Leseempfehlung! Ein wunderschöner Roman über das Leben, den Tod, die erste Liebe und die Bedeutung von Büchern. Brauche unbedingt mehr von John Green, aber mehr zu ihm gibt es weiter unten.

Gesehenes:

  • Dank Lovefilm habe ich endlich “Ziemlich beste Freunde” gesehen, der Film konnte mich leider so gar nicht mitreißen.
  • Es war mal wieder Kino-Zeit! Gesehen haben wir “Abraham Lincoln: Vampirjäger”. Leider liegt das Buch noch ungelesen hier rum, aber der Film hat mir echt gut gefallen. Weniger die Story, aber vor allem die Bilder! Amerika im 19. Jahrhundert, die alten Villen, die Kleidung (Mäntel und Zylinder! Seufzhach!), das alte und sumpfige New Orleans, … Und ich bin ja wahrlich kein Fan von Kampf- und Actionszenen, aber hier war ich begeistert. Das war das erste Mal, dass ich mich gefreut habe, einen Film in 3D zu sehen. Hier hat es sich gelohnt, weil die 3D-Effekte sehr sparsam und perfekt eingesetzt wurden. Meine Begleitung war nicht so angetan, aber mein Nerv wurde getroffen. Definitiv Geschmackssache.
  • Dann habe ich mir mal wieder blind eine Serie gekauft, weil ich nach “Misfits” guten Nachschub brauchte und mich die Story irgendwie angesprochen hat: “Breaking Bad”. Ein 50-jähriger Chemielehrer, der einen körperlich behinderten Sohn hat und eine schwangere Ehefrau, bekommt die Diagnose Lungenkrebs im Endstadium. Da er nun nichts mehr zu verlieren hat, überlegt er sich, wie er noch einmal richtig viel Geld machen kann, damit seine Familie irgendwie über die Runden kommt. Was bietet sich da als Chemie-Experte an? Richtig: man baut sich seine eigene kleine Crystal Meth-Küche. Bitterböse, unberechenbar und eigentlich ziemlich ruhig. Gefällt mir bisher sehr gut!

Was sonst noch geschah:

  • Etwas unglaublich Tolles, das mit meinem Traumjob zu tun hat und mich noch immer sprachlos macht. Gerade bin ich mal wieder im Glückskeks-Modus!
  • Ja, ja. Ich weiß, dass der Green-Brüder-Hype vollkommen an mir vorbei gegangen ist! Aber dafür schlägt er nun bei mir umso heftiger ein. John Green, der Autor von dessen Buch ich weiter oben bereits geschwärmt habe, ist einfach mal ein unglaublich liebenswerter Nerd. Und er hat einen nerdigen Nerd-Bruder. Beide machen Videos und tingeln ohnehin ganz viel im Internet rum. Hier mal ein paar Links, es lohnt sich AB-SO-LUT!
    - Hier geht es zum YouTube-Channel der “Vlogbrothers” John & Hank Green, beziehungsweise zum Blog
    - Hier zu John Greens Twitter-Account
    - Hier zu meinem derzeitigen Lieblingsvideo (Achtung, es geht um Kotze!)
    - Und hier zum Bericht über ihn, bei dem ich mich verliebt habe. Ein wenig. Ganz klein wenig..

Intros & Extros – Eine Geschichte voller Missverständnisse

In letzter Zeit beschäftige ich mich sehr viel mit dem Thema Introversion. Ich bin selber eine ziemlich typische Introvertierte und entdecke immer mehr Bücher und Blogs zu dem Thema, die ich einfach super spannend finde. Dadurch wird mir auch immer mehr bewusst, wie schwer es für Extrovertierte ist die Intros zu verstehen und andersrum. Wobei es sicherlich immer schwerer für die Ruhigen ist. Jeder von „uns“ kennt das Bekannte „Sei doch nicht so ernst“, „geh doch mal mehr aus dir heraus“, „sag du doch auch mal was!“ und so weiter. Die Lauteren können nur schwer verstehen, dass man einfach so ist und dass das nichts mit Schüchternheit zu tun hat. Und dass man das nicht ändern kann. Ich hingegen habe noch nie erlebt, dass zu einem extremen Extrovertierten gesagt wurde „nun sei doch mal stiller“. Das liegt auch daran, dass ein extrovertiertes, lautes, selbstdarstellerisches Verhalten das ist, was in der westlichen Welt zählt. Wer diese Eigenschaften besitzt, gilt hier als erfolgreich.

Gestern lief im Radio ein Beitrag zum Thema „Glücklich sein“ und es wurde der Fernseh-Psychologe Michael Thiel befragt. Seine abschließende Grundformel zur Frage, wie man glücklich wird war dann „Je extrovertierter man ist, desto glücklicher ist man.“ BULLSHIT!

Wäre ich ein depressiver Mensch, würde Hilfe bei einem Psychologen suchen und der würde mir raten „geh mehr raus, mehr unter Menschen! Sei aktiver! Sei extrovertierter!“, dann würde ich das eine Woche lang artig durchziehen und mir danach einen Strick nehmen. Weil ich dann endgültig am Ende wäre. Und das ist eben das Problem, das viele Nicht-Intros nicht verstehen. Ein Grund dafür ist, dass wir da anders ticken ist, dass unser Gehirn anders funktioniert (zu dem Thema empfehle ich das Buch „Still – Die Bedeutung von Introvertieren in einer lauten Welt” von Susan Cain). Intros sind übersensibel auf äußerliche Reize. Wir sind deshalb nach außen so ruhig, weil in unserem Kopf permanent die Post abgeht, was unglaublich viel Kraft kostet. Je mehr Reize von außen noch dazu kommen, desto ermüdender wird es und umso mehr ziehen wir uns zurück. Wir reagieren auch sehr empfindlich auf Stimmungen und nehmen diese schnell an. Besonders kräftezehrend sind daher vor allem soziale Anlässe – Small-Talk ist wohl mit das Schlimmste, womit man einen Introvertierten konfrontieren kann.

Wir können zwar gut im Small-Talk sein, weil wir das in der Regel lernen können, aber es ist eben sehr anstrengend. Jonathan Rauch hat in dem schönen Artikel “Caring for Your Introvert” seine persönliche Rechnung auf gestellt: Für eine Stunde sozialer Interaktion, benötigt er zwei Stunden alleine, um sich wieder zu erholen.

Für andere mag das wiederum arrogant und schräg wirken, dass man sich nach einer gewissen Zeit zurückzieht und lieber für sich ist, als weiterhin Teil der Party zu sein. Für viele wirkt es auch schräg, dass man den Samstagabend lieber zuhause unter der Bettdecke mit einem Buch verbringt, als in der Disco. Das macht „uns“ aber glücklich, ein Discobesuch oder eine Party ist hingegen – für mich zum Beispiel – der totale Stress und danach brauche ich erst einmal einen Tag zur Erholung. Auch wenn es ein toller und spaßiger Abend war. Oder dass man sich in großer Runde eher zurückzieht und einfach zuhört, als selbst große Reden zu schwingen. Das hat nichts damit zu tun, dass man nichts zu sagen hat, oder dass man kein Interesse hat. Ganz im Gegenteil, denn Introvertierte verarbeiten das Gesagte umso intensiver und das kostet viel Kraft und macht unter Umständen einfach sprachlos. Ich persönlich habe immer das Gefühl, dass mein Gehirn durch die vielen Informationen in einem Gespräch mit mehreren Menschen heiß läuft und dass dann eben anderer Stelle gespart werden muss.

Eine schöne Metapher ist die, dass Extrovertierte soziale Kontakte benötigen, weil sie wie Solarzellen funktionieren: Sie nehmen die Energie von außen auf und brauchen daher den Kontakt mit anderen. Introvertierte gehören mehr zur Kategorie Akku: Sie geben in sozialer Interaktion Energie ab, brauchen dann aber eben Zeit, um sich selber wieder aufzuladen. Daher kann man beide Persönlichkeitstypen einfach nicht vergleichen. Sich gegenseitig zu verstehen fällt oft schwer, aber es wäre einfach schön, wenn auch mehr Extros einfach akzeptieren würden, dass wir (in der Regel) nicht menschenscheu sind, auch nicht arrogant und wir sind ja auch gerne mit anderen zusammen. Aber eben lieber für kürzere Zeit und wenn, dann lieber mit weniger Menschen und mit denen, die wir besonders gerne haben.

Daher ist die Aussage “Je extrovertierter man ist, desto glücklicher ist man” vielleicht richtig. Für einen Extrovertierten. Aber nicht für einen Intro, denn ein Intro ist vermutlich am glücklichsten, wenn er sich zurückziehen kann, wenn er Ruhe braucht und wenn seine extrovertierten Mitmenschen das einfach so akzeptieren.

Henry David Thoreau hat mal so schön in “Walden” geschrieben:

If a man does not keep pace with his companions, perhaps it is because he hears a different drummer. Let him step to the music which he hears, however measured or far away.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

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Hier ein paar Links zum Thema:

  • EineLink-Sammlung zum Thema Introversion von Weltenkreuzer, der mich mit dem Thema angefixt hat. Danke dafür!

Life in a Week – No. 10

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Gesehenes:

  • Aus aktuellem Anlass gibt es dieses Mal das Gesehene zuerst. Als ich eine Weile in England studiert habe, hatte ich mich mal mit einer Mitbewohnerin darüber unterhalten, was ich so für britische Serien liebe und sie sagte nur, dass ich mir dann unbedingt (!!) “Misfits” ansehen sollte. Ich habe mir dann mal durchgelesen, worum es da geht:
    Es geht um ein paar mehr oder weniger kriminelle Kids, die Sozialstunden ableisten müssen. Während sie dies tun zieht ein merkwürdiger Sturm auf und sie werden vom Blitz getroffen. Das überleben sie und merken recht schnell, dass der Blitz sie verändert hat, sie haben nämlich plötzlich übermenschliche Kräfte.

    Hm! Das ist jetzt nicht so die Handlung, die mich sofort neugierig macht. Die Empfehlung ist nun schon zwei Jahre her und ich hatte mir die Serie immer noch nicht genauer angesehen, bis ich neulich wieder darauf stieß und dann lag die erste Staffel super günstig im DVD-Laden meines Vertrauens und ich habe sie einfach mal blind gekauft. Meine Güte ist die Serie genial!! Ich bereue es schon ein wenig, dass ich sie mir nicht eher angesehen habe. Ich habe sogar in den letzten Tagen immer mal wieder von den Charakteren geträumt und bin total begeistert von allem, das hatte ich schon ewig nicht mehr. Es ist eine gelungene Mischung aus Sci-Fi & Fantasy, genialer und cleverer Story, liebenswerten Charakteren mit vielen Fehlern, Horror und Mord, derbem Humor und einer Portion realem Alltag. Ich habe bisher eigentlich nichts Vergleichbares gesehen. Absolute Anseh-Empfehlung!! Und grüßt Simon von mir, wenn ihr es tut.

Gelesenes:

  • Was schon eine Weile her ist, was mir aber auch richtig gut gefallen hat ist “Spukhaus zu verkaufen”, herausgegeben von Tatjana Stöckler und Simone Edelberg. Das ist eine Kurzgeschichtensammlung um einen teuflischen Makler, der Wohnungssuchenden Objekte vermittelt, aus denen sie in den meisten Fällen nicht mehr lebend herauskommen. Die perfekte Mischung aus Grusel und Gruselhäusern, hat mir gut gefallen und ist als E-Book gar nicht teuer!
  • Noch eine Kurzgeschichtensammlung, die ich gerne gelesen habe ist “Sherlock Holmes und das Druidengrab”, herausgegeben von Alisha Bionda. Hier wird Holmes einmal mit Fällen konfrontiert, die er nicht immer mit dem logischen Menschenverstand lösen kann. Meine Meinung dazu findet man hier.

Was sonst noch geschah:

  • Im Moment tut sich richtig viel in jeglicher Hinsicht. Ich mache nun ein ganz tolles, anspruchsvolles Praktikum, was auch daran Schuld ist, warum ich kaum noch zum Lesen komme. Alles aufregend, alles gut.
  • Ich nähe fleißig an meiner Nähmaschine, lerne immer wieder was Neues, und hätte im Moment so gerne viel mehr Zeit dazu.
  • Ich habe eine wundervolle neue Kindle-Hülle! Am Wochenende war ich mal wieder eine gute Freundin besuchen und sie hatte sich die Hülle gekauft, bevor sie den Kindle hatte, und hat nun einen Kindle bekommen, der leider nicht reinpasst. Aber meiner, nämlich der Kindle Keyboard, tut es. Gut für mich, denn nun ist die Hülle “Klevercase” aus England in meiner Obhut und ich bin ganz verliebt. Hier gibt es noch mehr zur Auswahl, ich habe nun “Alice in Wonderland”:
  • Und zum Schluss möchte ich euch dieses Mal zwei Blogs empfehlen, die ich im Moment total gerne lese:
    - Sci-Fi & Fantasy Book Reviews von Dina. Hier schaue ich immer wieder gerne rein, vor allem dann, wenn ich selber nicht so viel zum Lesen komme, wie ich gerne würde (so wie jetzt gerade..). Dina ist auch Schuld daran, dass ich “Ready Player One” entdeckt habe, wofür ich ihr unendlich dankbar bin ;-)
    - BuchSaiten von Katrin, denn hier gibt es so viel zu lesen und entdecken, dass ich immer mal wieder gerne reinsehe. Alles zum Thema Bücher, Musik und alles dazwischen.
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