Gerade lese ich “Timeless”, das letzte Buch der “Parasol Protectorate”-Reihe von Gail Carriger. Eine Reihe, die mich total begeistert. Die für mich richtige Mischung aus Steampunk, viktorianischem London, Übernatürlichem, Tee und ganz viel Witz. Eigentlich schade, dass es das letzte Buch ist. Aber ich freue mich schon jetzt auf mehr von Gail Carriger.
Abgebrochen habe ich mittlerweile “The Rook” von Daniel O’Malley, irgendwie bin ich da so gar nicht reingekommen. Dem Buch werde ich aber sicherlich noch mal eine Chance geben.
Mein Highlight dieser Woche war mit Abstand “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” von John Green. Ein Jugendbuch über Krebs. Eigentlich nichts, was mich anspricht, absolut nicht. Aber ich hatte zufällig einen kleinen Bericht über John Green gesehen, ohne zu wissen, wie angesagt er gerade ist. Ich fand ihn so unglaublich sympathisch, dass ich unbedingt etwas von ihm lesen musste, und so kam ich zu dem Buch mit dem – wie ich finde – so nettem Titel. Absolute Leseempfehlung! Ein wunderschöner Roman über das Leben, den Tod, die erste Liebe und die Bedeutung von Büchern. Brauche unbedingt mehr von John Green, aber mehr zu ihm gibt es weiter unten.
Gesehenes:
Dank Lovefilm habe ich endlich “Ziemlich beste Freunde” gesehen, der Film konnte mich leider so gar nicht mitreißen.
Es war mal wieder Kino-Zeit! Gesehen haben wir “Abraham Lincoln: Vampirjäger”. Leider liegt das Buch noch ungelesen hier rum, aber der Film hat mir echt gut gefallen. Weniger die Story, aber vor allem die Bilder! Amerika im 19. Jahrhundert, die alten Villen, die Kleidung (Mäntel und Zylinder! Seufzhach!), das alte und sumpfige New Orleans, … Und ich bin ja wahrlich kein Fan von Kampf- und Actionszenen, aber hier war ich begeistert. Das war das erste Mal, dass ich mich gefreut habe, einen Film in 3D zu sehen. Hier hat es sich gelohnt, weil die 3D-Effekte sehr sparsam und perfekt eingesetzt wurden. Meine Begleitung war nicht so angetan, aber mein Nerv wurde getroffen. Definitiv Geschmackssache.
Dann habe ich mir mal wieder blind eine Serie gekauft, weil ich nach “Misfits” guten Nachschub brauchte und mich die Story irgendwie angesprochen hat: “Breaking Bad”. Ein 50-jähriger Chemielehrer, der einen körperlich behinderten Sohn hat und eine schwangere Ehefrau, bekommt die Diagnose Lungenkrebs im Endstadium. Da er nun nichts mehr zu verlieren hat, überlegt er sich, wie er noch einmal richtig viel Geld machen kann, damit seine Familie irgendwie über die Runden kommt. Was bietet sich da als Chemie-Experte an? Richtig: man baut sich seine eigene kleine Crystal Meth-Küche. Bitterböse, unberechenbar und eigentlich ziemlich ruhig. Gefällt mir bisher sehr gut!
Was sonst noch geschah:
Etwas unglaublich Tolles, das mit meinem Traumjob zu tun hat und mich noch immer sprachlos macht. Gerade bin ich mal wieder im Glückskeks-Modus!
Ja, ja. Ich weiß, dass der Green-Brüder-Hype vollkommen an mir vorbei gegangen ist! Aber dafür schlägt er nun bei mir umso heftiger ein. John Green, der Autor von dessen Buch ich weiter oben bereits geschwärmt habe, ist einfach mal ein unglaublich liebenswerter Nerd. Und er hat einen nerdigen Nerd-Bruder. Beide machen Videos und tingeln ohnehin ganz viel im Internet rum. Hier mal ein paar Links, es lohnt sich AB-SO-LUT!
- Hier geht es zum YouTube-Channel der “Vlogbrothers” John & Hank Green, beziehungsweise zum Blog
- Hier zu John Greens Twitter-Account
- Hier zu meinem derzeitigen Lieblingsvideo (Achtung, es geht um Kotze!)
- Und hier zum Bericht über ihn, bei dem ich mich verliebt habe. Ein wenig. Ganz klein wenig..
Welche Suchbegriffe Leute im letzten Quartal zu diesem Blog geführt hat. Eine Auswahl:
Je 1x gesucht wurde:
“wie lernen sich die freunde kennen friends phoebe joey”
Das ist schon fast eine philosphische Frage, oder? Soweit ich weiß, lernen sie sich einfach kennen, weil sie Nachbarn sind. Und Phoebe kennen sie, weil sie vor Rachel die Mitbewohnerin von Monica war.
“chris o’dowd chevy chase”
Das wäre natürlich ein wahres Schauspieler-Dreamteam! Ich werde gleich auch erst einmal googeln müssen, ob die beiden schon etwas gemeinsam gedreht haben.
“chris o dowd fansite”
Ist dies hier leider nicht. Aber ich hoffe, es wurde eine gefunden.
“egomane zeichen von 140 zeichen”
Hier scheint jemand uns Twitterer zu kennen…
“this too shall pass shakespeare”
Ohje, und da hat man bei mir nur Popmusik von „OK Go“ gefunden.
“liebe fry”
Ja, ich liebe Stephen Fry ♥
“känguru manifest chroniken reihenfolge”
Erst kommt „Die Känguru Chroniken“ (das grüne Buch) und dann „Das Kanguru-Manifest (das rote Buch). Wie Band drei aussehen wird, weiß ich leider nicht.
“tassen besteck aus der sitcom “friends”"
Hier scheint sich wohl jemand eine Friends-Wohnung nachzubauen..
“hüpfball”
For the child in me. And the woman ♥
“kindle süchtig”
Verständlich! Willkommen im Club!
“auf der magix hompage laufen die videos sehr schlecht”
Das ist schade!
Je 2x gesucht wurde:
“parallelen von arthur conan dore zu seinem buch sherlock holmes”
Doyle. Und ja, das finde ich auch super spannend und damit wollte ich mich auch immer mal genauer beschäftigen. Sollte ich mal tun!
“ich freue mich auf meinen kindle”
Das ist zwar eher eine Aussage als eine Suche, aber gut. Ich kann nur sagen: Viel Spaß damit!
“tattoo sitar”
Weder habe ich ein Tattoo, noch eine Sitar, aber schön, dass man damit hierher findet.
“alte motorrad grand prix strecken”
Ein Thema, das ich sehr mag! Ich befüchte jedoch, dass der/die Suchende ziemlich irritiert war, damit auf dieser Seite zu landen..
Der zweite Platz geht mit 9 Treffern an “Zamonien”. Damit kann ich als zamonische Schreckse sehr gut leben.
Insgesamt 20x wurde in verschiedenen Variationen nach “aus die maus ende im gelände schicht im schacht”/ “aus die maus schicht im schacht” / “aus und vorbei ende im gelände schicht im schacht” etc. gesucht. Das lasse ich nun mal kommentarlos so stehen.
Ja, es war eine ganze Weile sehr still hier. Das hängt vermutlich auch damit zusammen, dass ich nun in einer WG mit sechs anderen wohne:
Also, genauer gesagt, sie wohnen im Fernsehen. Ich habe mir nämlich Ende März meinen großen Wunsch erfüllt endlich die Friends-Superbox zu besitzen und da es sie gerade zu der Zeit als Schnäppchen gab, musste ich zuschlagen. Ich weiß eigentlich gar nicht so genau warum ich sie unbedingt haben wollte, aber da ich von den ersten Staffeln fast jede Folge kannte, muss ich mir Friends früher sehr viel öfter im Fernsehen angesehen habe, als ich zunächst vermutet habe. Auf jeden Fall ist es die perfekte Mischung aus richtig cleverer Comedy mit genialen Schauspielern und einer gewissen Prise Soap-Opera, bei der man nach jeder Folge dieses „Eine noch… nur noch eine!“-Gefühl hat. Ihr kennt Friends wahrscheinlich sowieso alle, also muss ich nicht groß erzählen, worum es dort geht. Eigentlich ist es eh schnell zusammengefasst: 10 Jahre/Staffeln lang begleitet man sechs Freunde in New York durch die Höhen und Tiefen des Lebens. Dabei ist es schon fast ein wenig gruselig, wie sehr mir die sechs mittlerweile ans Herz gewachsen sind. Vor allem Joey. So ein Schnuffi.
Jedenfalls ist mein Kopf nun voll mit großartigen Zitaten der Serie und ich bin immer noch ganz erfreut darüber wie viele von euch Menschen da draußen ebenfalls Friends-Dinge zitieren. ♥ Am liebsten würde ich euch jetzt hier mit meinen Lieblings-Friends-Moment vollbombadieren, aber ich beherrsche mich. Okay, ein klitzekleines Video:
Und da ich im Moment nicht genug von Joey bekommen kann, habe ich mir mal die neue Serie vom Joey-Darsteller Matt LeBlanc angesehen: Episodes. Die zweite Staffel läuft zurzeit in UK und jetzt fiebere ich freitags immer auf die neue Folge hin. Hier geht es um ein englisches Autorenpaar (die Hälfte dieses Paares ist übrigens Tamsin Greig – besser bekannt als die großartige Fran aus Black Books!), das in ihrer Heimat eine erfolgreiche Comedy-Serie geschrieben hat. Ein amerikanischer Senderchef wird auf die Serie aufmerksam und holt die beiden für die US-Adaption ihrer Serie in die Staaten. Hier geraten die beiden dann in den Strudel Hollywoods, mit den ganzen Klischees über die Oberflächlichkeit des Showbusiness und selbst ihre glückliche Ehe steht am Ende vor dem Aus. Auch an ihrer Serie wird so gut wie alles umgestellt und verändert, so dass vom UK-Erfolgsformat letztlich eigentlich nichts mehr zu erkennen ist. Das finde ich gerade deshalb sehr amüsant, weil man das ja tatsächlich von einigen Serien so kennt. So wurde zum Beispiel Queer as Folk vom britischen TV übernommen und in den Staaten noch einmal neugedreht. Das beste und damit abschreckendste Beispiel ist für mich aber wohl die IT Crowd, eine geniale Serie, die nach ihrem Erfolg in England sowohl in den USA neu gedreht wurde, und auch – festhalten! – in Deutschland. Wie furchtbar das ist, davon kann man sich selbst überzeugen: Hier mal der Vergleich vom Original (unten rechts) mit der US-Version (wenigstens haben sie Richard Ayoade/Moss behalten..), und der Vergleich vom Original mit der deutschen Version. Mit diesem im Hinterkopf, macht Episodes noch einmal mehr Spaß, weil man regelrecht mitfühlen kann, wie den Autoren bei den ganzen Änderungen das Herz blutet..
Aber zurück zu Episodes! Star der US-Sendung wird dort nämlich Matt LeBlanc, in der Rolle von Matt LeBlanc, der sich in gewisser Weise selbst spielt und auch hier das Image vom Frauenheld Joey nicht los wird (meine Friends-Schwester im Geiste, Mrs Katja Bing, hat einen ganz wundervollen Artikel darüber geschrieben, wie sehr das Joey-Image an ihm haftet: How you smellin’?). Es gibt einige clevere Anspielungen auf Friends und ich finde die Serie sehr gelungen. Hoffentlich schafft sie es auch irgendwann mal bis zu uns nach Deutschland. Hier gibt es auch ein ganz schönes Interview mit Matt LeBlanc zu seiner Rolle und, äh, anderen Dingen. Und ja, einen Golden Globe hat er für Episodes auch schon bekommen!
Und zum 30. Geburtstag wünsche ich mir einen Hüpfball! For the child in me. And the Woman.
Diejenigen, die mir auf Twitter folgen oder meine Facebook-Freunde sind, oder die am Wochenende den Super Bowl mit US-Werbung gesehen haben, die wissen sicherlich schon, worauf ich hinaus will, wenn ich sage:
OK Go!
OK Go ist eine Rockband aus Chicago, die in den letzten Jahren immer wieder sehr geniale Musikvideos gemacht hat. Wenn man mich nach meinem Lieblingsmusikclip fragt, sage ich immer Here It Goes Again von ihnen. Ein großartiges One-Shot-Video, das mir bei jedem Ansehen wieder erneut viel Spaß macht. Mein lieber Herr Gesangsverein! Leider ist bei YouTube so wahnsinnig vieles von ihnen gesperrt (Arsch!), aber schaut mal bei Vimeo rein. Dort gibt es so gut wie alles von ihnen und ist hervorragend zum Prokrastinieren geeignet. Die haben einfach viel Spaß mit dem, was sie tun und ich habe manchmal das Gefühl, dass sie eigentlich nur Musik machen, um später dafür Videos zu drehen. Meine Empfehlungen:
Für Freunde origineller Tanz-Performances: A Million Ways
Und ein ganz besonderes Bonbon, was am besten in Google Chrome funktioniert (aber auch in Firefox, alles andere wurde von mir nicht erprobt): All Is Not Lost
Aber! Worauf ich ja eigentlich hinaus wollte ist dieses Video hier. Ich bin begeistert (mal wieder, und das nicht nur wegen der Ukulele am Anfang) und es spricht mir gerade so sehr aus der Seele, dass ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus komme. Das Video bedurfte einer 4-monatigen Vorbereitungszeit und hat 4 Tage Dreh benötigt, sieht aber trotzdem nach verdammt viel Spaß aus. Also, zurücklehnen und genießen:
..And I, yeah I still need you, but what good’s that gonna do?
Needing is one thing, and getting, getting’s another.
So I been sitting around, wasting my time,
wondering what you’ve been doing.
Aw, and it ain’t real forgiving, it ain’t real forgiving
sitting here picturing someone else living.
And I, yeah I still need you, but what good’s that gonna do?
Needing is one thing, and getting, getting’s another.
I’ve been hoping for months, hoping for years, hoping I might forget.
Aw, but it don’t get much dumber, it don’t get much dumber
than trying to forget a girl when you love her.
And I, yeah I still need you, but what good’s that gonna do?
Needing is one thing, and getting, getting’s another. [OK Go]
Gute Freunde von mir sind es schon gewohnt, dass ich immer gewisse “Phasen” habe. Wie Schauspieler- oder Musikerphasen, zum Beispiel. Dann muss ich entweder von gewissen Schauspielern alle möglichen Filme sehen, weil ich nicht genug bekomme, oder kann eben nicht damit aufhören, bestimmte Bands/Musiker zu hören. Im Moment bin ich ganz verrückt nach dem irischen Schauspieler und Stand-up Comedian Ardal O’Hanlon. Kennen und schätzen gelernt habe ich ihn durch die irische Sitcom Father Ted. Für mich übrigens eine der besten Serien überhaupt und wer Sachen von Graham Linehan mag, der unter anderem auch für die IT Crowd oder Black Books verantwortlich ist, sollte sich auch Father Ted unbedingt mal ansehen!
Hier ist eine meiner Lieblingsszenen mit Ardal, als Father Dougal
Heute war es nun das zweite Mal, dass ich mich richtig wegen Ardal geärgert habe.
Das erste Mal war bereits im letzten Jahr. Als ich im vorherigen Semester an der Universität Warwick studiert habe, war da dieser Abend am 7. November 2010, an dem keiner Lust oder Zeit hatte, um mit in den Pub zu kommen, oder sonst etwas zu tun, und deshalb bin ich, da ich aus meinem kleinen Studentenzimmerchen raus wollte, ins Kino nebenan gegangen. Es lief Shrek – Forever After. Eigentlich liebe ich die Shrek-Filme, aber der war einfach nur öde und ich hatte es danach schon fast bereut, dass ich mir den Film angesehen habe. Am nächsten morgen lese ich dann ganz zufällig, dass genau zu der Zeit, als ich mich im Kino gelangweilt habe, Ardal O’Hanlon direkt daneben (!), im Warwick Arts Centre aufgetreten ist. Argh! Ich werde bei dem Gedanken daran, dass er sich einen ganzen Abend auf der anderen Straßenseite meines Wohnheims aufgehalten hat, und ich bei diesem doofen Film festsaß, noch immer ganz kirre. Und ich wusste es nicht.
Ich ärgere mich wirklich nicht oft über Dinge, die ich nachträglich nicht ändern kann, aber dafür könnte ich mir noch heute in den Hintern beißen.
Anfang März war ich dann für ein Wochenende in Dublin und wollte eines morgens auf eigene Faust in das Writers-Museum. Da ich keinen Stadtplan mitgenommen hatte, habe ich eine ganze Weile gebraucht, bis ich es endlich gefunden hatte und auf der Suche bin ich die ganze Zeit um das Gate Theatre herumgelaufen, wo ich dann freudig festgestellt habe, dass gerade ein Theaterstück lief, in dem auch Ardal mitspielte. Leider war alles geschlossen, sonst hätte ich ja gerne mal nach dem Spielplan gefragt, und Internet hatte ich zu der Zeit leider auch keins, um mal nachzusehen. Da ich noch immer in der akuten Ardal-Phase stecke, wollte ich heute mal nachsehen, wie das Theaterstück denn noch hieß. Und da stelle ich nun fest, dass genau an dem Vormittag, an dem ich vor dem Eingang Ardals Bild angehimmelt habe, drinnen eine Vormittagsvorstellung mit ihm lief.
Also bin ich nun in zwei Ländern zwei mal haarscharf an ihm vorbei geschrammt, und hoffe, dass ich bald endlich mal die Chance bekomme, wirklich auf ihn zu treffen, irgendwie.
Für diejenigen, die neugierig geworden sind, das ist er noch einmal in seiner Rolle als Stand-up Comedian:
Hach! ♥ Irgendwann werde ich eine neue Chance bekommen,… irgendwann…