Und es ist wieder passiert..

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Eigentlich wollte ich heute einen ganz anderen Blogeintrag schreiben, da es von einer Lesung zu berichten gibt. Aber ich bin noch immer so ergriffen von dem, was da heute passiert ist, dass nun erst einmal darüber schreiben muss.

Motorradrennfahrer Marco Simoncelli ist heute beim MotoGP-Rennen in Sepang tödlich verunglückt, und der furchtbare Crash macht mich immer noch sprachlos. Natürlich weiß man, dass dieser Sport lebensgefährlich ist, und dass jeder Fahrer dankbar sein muss, wenn er heile über die Ziellinie kommt. Leider wird einem das immer wieder schmerzlich bewusst, wie auch im letzten Jahr, als der Moto2-Fahrer Shōya Tomizawa beim Rennen in San Marino stürzte, auf der Strecke von den nachkommenden Fahrern überrollt wurde und schließlich seinen Verletzungen erlag. Das war übrigens genau an meinem Geburtstag.

Simoncelli war mit seinen 24 Jahren einer der 17 Fahrer (hab ich richtig gezählt?) meiner Lieblingsrennserie und daher war er an so manchem Sonntag bei mir präsent. Gerade weil er jemand war, der teilweise ziemlich rücksichtslos gefahren ist und oft andere in Gefahr gebracht hat, hat er immer für Gesprächstoff gesorgt und ich weiß gar nicht, wie oft ich mich über ihn geärgert habe. Zum Beispiel als er im Mai Dani Pedrosa weggeräumt hatte, welcher dann mit einem gebrochenem Schlüsselbein erst einmal ausfiel. Ich muss immer noch über die Bemerkung von Kommentator Alex Hofmann schmunzeln, der zu Simoncellis teilweise kopflosem Fahrstil äußerte, dass er sich mal seine Lockenmähne schneiden sollte, damit sein Helm wieder besser belüftet wird. Genau so, wie er für viel Aufruhr unter den Fans und vor allem den Fahrern gesorgt hatte, war er einer derjenigen, die noch Spannung in die MotoGP gebracht haben. Vor allem jetzt, wo Rossi das nicht mehr wirklich tun kann.

Auch wenn man bei jedem Rennen weiß, dass die Jungs da ihr Leben aufs Spiel setzen, geht man insgeheim immer davon aus, dass schon nichts Schlimmes passieren wird. Trotzdem gibt es leider viel zu oft Momente, in denen eine ungünstige Situation auf die nächste folgt und genau so etwas ist heute auch wieder passiert und hat diesen schrecklichen Unfall mit sich gebracht. Genau so wie bei Marcos Freunden und seiner Familie sind meine Gedanken bei Colin Edwards und Valentino Rossi, die in den Unfall verwickelt waren, und ich möchte gar nicht wissen, wie es den beiden – vor allem Edwards – nun geht.

Die Motorsportwelt hat (mal wieder) ein großartiges Talent verloren, welches den Rennsport gelebt und geliebt hatte.

Mach’s gut, Marco! Du wirst fehlen!

Life in a Week – No. 5

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Ja, es wird mal wieder Zeit für einen (2-)Wochenrückblick. Da ich in der letzten Zeit viel um die Ohren hatte blieben die netten Sachen, wie das Lesen, leider etwas etwas auf der Strecke..

Gelesenes:

- Ich bin gerade mitten in “Die Abenteuer des Sherlock Holmes”.  Dies ist der dritte Teil und eine Kurzgeschichtensammlung.

- Für meine Zamonien-Challenge habe ich im Rahmen einer sehr gemütlichen Leserunde nun noch einmal “Die Stadt der Träumenden Bücher” beendet und bin wieder mal traurig, dass es vorbei ist.. “Der Schrecksenmeister” steht aber schon in den Startlöchern und dann geht es am 5. Oktober endlich mit dem neuen Moers weiter!

- Außerdem gelesen, nein, verschlungen habe ich “Kiss Me Like a Stranger” von Gene Wilder. Er ist einer der Schauspieler, den ich in meiner Kindheit ständig im Fernsehen gesehen habe, und ohne besonderen Grund wollte ich nun unbedingt seine Autobiografie lesen. Es hat Spaß gemacht, ich habe viel gelacht und auch fast geweint, aber trotzdem habe ich nicht das Gefühl Jerome Silberman näher gekommen zu sein. Dafür gibt er dann doch zu wenig von sich preis und lässt den Leser nicht wirklich an sich heran.

- Halb gelesen liegt hier noch “Fool on the Hill” von Matt Ruff rum. Aber da komme ich irgendwie nicht weiter. Falsches Buch zur falschen Zeit, denke ich.

Gesehenes:

- “Little Fockers / Meine Frau, unsere Kinder und ich”. Die ersten beiden Teile sind sowas wie die Kultfilme meiner Eltern und mir, und daher haben wir uns nun auch den dritten Teil gemeinsam angesehen. Leider enttäuschend.. Die Highlights des zweiten Teils, Barbra Streisand und Dustin Hoffmann, lassen sich hier kaum blicken und der Film ist einfach nur noch flach, wie die Witze. Mein Vater ist sogar mittendrin aufgestanden und hat seine Mails gecheckt, wenig später fing er an zu telefonieren. Ein vernichtendes Urteil für einen Film, würde ich mal sagen.

- “Sherlock Holmes cleverer Bruder” mit Gene Wilder, Marty Feldman und Dom DeLuise. Ja, Sherlock Holmes und Gene Wilder. Muss ich mehr sagen? Hat mir jedenfalls ganz gut gefallen, ich liebe ja eh solche Filme und Bücher, die auf die großen Helden (hier Sherlock Holmes) ein ganz anderes Licht werfen ;)

Was sonst noch geschah:

- Es war wieder einmal “Eifelrennen” am Nürburgring, wo ich das letzte Wochenende verbracht habe und endlich das erste Mal selber über die Nordschleife gefahren bin. Freu mich schon auf das nächste Jahr! Unser Plan: Wieder in der Mercedes-Lounge unterkommen und ein Zimmer im Dorinth mit Blick zur Rennstrecke buchen und dann mit dem Gläschen Wein hin und her pendeln. Wer ist noch dabei?

- Ab sofort nenne ich mich Cookie Cumberbitch.

- 26 Jahre alt zu sein nervt bislang nur, bzw. die Ereignisse, die bisher so passiert sind.