Month: October 2011

Vor Gebrauch schütteln

Da war ja noch die Lesung, von der ich berichten wollte! Heinz Rudolf Kunze war nämlich in der Stadt, um aus seinem Buch “Vor Gebrauch schütteln” zu lesen. Da es einige Lieder von ihm gibt, die ich sehr genial finde, war ich schon ganz gespannt darauf, was er wohl so schreibt. Die Lesung war übrigens auch deshalb ganz toll, weil er seinen Gitarristen dabei hatte, der zwischendrin experimentelle Gitarrenmusik gemacht hat. Eine perfekte Mischung! Und zum Schluss hat auch noch selber zur Gitarre gegriffen. Was ich allerdings von dem Buch halten soll, weiß ich noch nicht so ganz. Es steht nämlich drauf “Kein Roman” und das ist es auch. Es sind eigentlich eher Beobachtungen, Gedanken und Kommentare, die alle mehr oder weniger zusammenhanglos sind. Einiges ist sehr treffend, manches eher konfus und vieles wird mir wohl nicht lange im Gedächtnis bleiben. Themen sind Musik, Politik, Gesellschaft, und vor allem der Fernsehzirkus bekommt sein Fett weg. Der misanthropische Unterton ist dabei teilweise kaum auszuhalten. Was mich dann auch irritiert hat ist, dass Kunze auf der Lesung …

Und es ist wieder passiert..

Eigentlich wollte ich heute einen ganz anderen Blogeintrag schreiben, da es von einer Lesung zu berichten gibt. Aber ich bin noch immer so ergriffen von dem, was da heute passiert ist, dass nun erst einmal darüber schreiben muss. Motorradrennfahrer Marco Simoncelli ist heute beim MotoGP-Rennen in Sepang tödlich verunglückt, und der furchtbare Crash macht mich immer noch sprachlos. Natürlich weiß man, dass dieser Sport lebensgefährlich ist, und dass jeder Fahrer dankbar sein muss, wenn er heile über die Ziellinie kommt. Leider wird einem das immer wieder schmerzlich bewusst, wie auch im letzten Jahr, als der Moto2-Fahrer Shōya Tomizawa beim Rennen in San Marino stürzte, auf der Strecke von den nachkommenden Fahrern überrollt wurde und schließlich seinen Verletzungen erlag. Das war übrigens genau an meinem Geburtstag. Simoncelli war mit seinen 24 Jahren einer der 17 Fahrer (hab ich richtig gezählt?) meiner Lieblingsrennserie und daher war er an so manchem Sonntag bei mir präsent. Gerade weil er jemand war, der teilweise ziemlich rücksichtslos gefahren ist und oft andere in Gefahr gebracht hat, hat er immer für Gesprächstoff …

Back to Buchhaim!

Jetzt gab es ja doch eine ganze Weile nichts Neues von mir. Das lag vor allem daran, dass ich mich in der letzten Zeit etwas sehr mit manchen Dingen (wie Arbeit, Anspruch an mich selber,..) übernommen hatte. Anstatt zu lesen oder mir nette Sachen von meinem DVD-Spieler präsentieren zu lassen, war ich vor allem damit beschäftigt meinen Verstand nicht zu verlieren. Aber nun bin ich wieder da und auch eigentlich gleich wieder weg: Ich habe mich nämlich wieder auf nach Buchhaim gemacht! Endlich 🙂 Gestern kam “Das Labyrinth der Träumenden Bücher” von Walter Moers endlich an (fragt nicht..) und ich habe noch bis spät in die Nacht gelesen. Bisher ist es einfach “hach!!” und ich fühle mich zwischen den Seiten wieder genau so wohl, wie bei dem Vorgänger des Buches: Meinem Lieblingsbuch “Die Stadt der Träumenden Bücher”. Ich habe nun schon gehört, dass dieser Teil nur der erste von zweien sein soll. Daher bin ich gespannt wie es endet,.. Einerseits wäre das natürlich echt ziemlich fies, weil man dann ja wieder warten und auf’s nächste …