Year: 2012

[2012] Das letzte Jahr

Der obligatorische Rückblick. Im letzten Jahr ist verdammt viel bei mir passiert. Dinge, an die ich mich ganz und gar nicht gerne erinnere und Dinge, die ich vor Glück noch gar nicht ganz fassen kann. Irgendwie macht es ja auch Spaß, am Ende des Jahres zurückzublicken und zu rekapitulieren, was alles so los war. Und da ich Listen- und Geschichtenfreak bin, muss bei mir auch eine entsprechende Auflistung her. Also habe ich mal überlegt, woran ich mich – was Film, Serie & Buch angeht – besonders gerne zurückerinnere. Und auch mit welchen Leuten hier im virtuellen Dingsi 2012 echt viel Spaß gemacht hat. Also, los geht’s! Advertisements

[Serie] Breaking Bad

oder: Wie mich eine Serie fast in den Wahnsinn trieb. Auf der Suche nach einer neuen Serie für nach-der-Arbeit-zum-Abschalten stieß ich auf Breaking Bad, die Story hörte sich gut an, also gab ich ihr eine Chance. Die Story Walter White ist 50 Jahre alt, ein überqualifizierter und unterbezahlter Chemielehrer. Er hat eine schwangere (ups, ungeplant!) Ehefrau und einen körperlich behinderten Teenager-Sohn. Das Leben plätschert so vor sich hin, bis er die Diagnose Lungenkrebs im Endstadium bekommt. Seine größte Sorge ist es, seine Familie mit einem Haufen Schulden zurückzulassen, da es finanziell eher mau bei ihnen aussieht. Zur gleichen Zeit begleitet er seinen Schwager Hank, ein Cop bei der Drogenpolizei, zu einem Einsatz. Sie stürmen das Haus eines Crystal Meth-Produzentens, der sich auch noch als Ex-Schüler von Walter entpuppt. In seiner Situation zählt er eins und eins zusammen und denkt sich: Wie schnell ich Geld scheffeln könnte, wenn ich einfach Meth produziere, bis ich sterbe. Und als Chemie-Genie könnte er das beste Meth herstellen, dass die Welt je gesehen hat. Also nimmt Walter Kontakt zu diesem …

Life in a Week – No. 11

Gelesenes: Gerade lese ich “Timeless”, das letzte Buch der “Parasol Protectorate”-Reihe von Gail Carriger. Eine Reihe, die mich total begeistert. Die für mich richtige Mischung aus Steampunk, viktorianischem London, Übernatürlichem, Tee und ganz viel Witz. Eigentlich schade, dass es das letzte Buch ist. Aber ich freue mich schon jetzt auf mehr von Gail Carriger. Abgebrochen habe ich mittlerweile “The Rook” von Daniel O’Malley, irgendwie bin ich da so gar nicht reingekommen. Dem Buch werde ich aber sicherlich noch mal eine Chance geben. Mein Highlight dieser Woche war mit Abstand “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” von John Green. Ein Jugendbuch über Krebs. Eigentlich nichts, was mich anspricht, absolut nicht. Aber ich hatte zufällig einen kleinen Bericht über John Green gesehen, ohne zu wissen, wie angesagt er gerade ist. Ich fand ihn so unglaublich sympathisch, dass ich unbedingt etwas von ihm lesen musste, und so kam ich zu dem Buch mit dem – wie ich finde – so nettem Titel. Absolute Leseempfehlung! Ein wunderschöner Roman über das Leben, den Tod, die erste Liebe und die Bedeutung …

Intros & Extros – Eine Geschichte voller Missverständnisse

In letzter Zeit beschäftige ich mich sehr viel mit dem Thema Introversion. Ich bin selber eine ziemlich typische Introvertierte und entdecke immer mehr Bücher und Blogs zu dem Thema, die ich einfach super spannend finde. Dadurch wird mir auch immer mehr bewusst, wie schwer es für Extrovertierte ist die Intros zu verstehen und andersrum. Wobei es sicherlich immer schwerer für die Ruhigen ist. Jeder von „uns“ kennt das Bekannte „Sei doch nicht so ernst“, „geh doch mal mehr aus dir heraus“, „sag du doch auch mal was!“ und so weiter. Die Lauteren können nur schwer verstehen, dass man einfach so ist und dass das nichts mit Schüchternheit zu tun hat. Und dass man das nicht ändern kann. Ich hingegen habe noch nie erlebt, dass zu einem extremen Extrovertierten gesagt wurde „nun sei doch mal stiller“. Das liegt auch daran, dass ein extrovertiertes, lautes, selbstdarstellerisches Verhalten das ist, was in der westlichen Welt zählt. Wer diese Eigenschaften besitzt, gilt hier als erfolgreich. Gestern lief im Radio ein Beitrag zum Thema „Glücklich sein“ und es wurde der …

Life in a Week – No. 10

Gesehenes: Aus aktuellem Anlass gibt es dieses Mal das Gesehene zuerst. Als ich eine Weile in England studiert habe, hatte ich mich mal mit einer Mitbewohnerin darüber unterhalten, was ich so für britische Serien liebe und sie sagte nur, dass ich mir dann unbedingt (!!) “Misfits” ansehen sollte. Ich habe mir dann mal durchgelesen, worum es da geht: Es geht um ein paar mehr oder weniger kriminelle Kids, die Sozialstunden ableisten müssen. Während sie dies tun zieht ein merkwürdiger Sturm auf und sie werden vom Blitz getroffen. Das überleben sie und merken recht schnell, dass der Blitz sie verändert hat, sie haben nämlich plötzlich übermenschliche Kräfte. Hm! Das ist jetzt nicht so die Handlung, die mich sofort neugierig macht. Die Empfehlung ist nun schon zwei Jahre her und ich hatte mir die Serie immer noch nicht genauer angesehen, bis ich neulich wieder darauf stieß und dann lag die erste Staffel super günstig im DVD-Laden meines Vertrauens und ich habe sie einfach mal blind gekauft. Meine Güte ist die Serie genial!! Ich bereue es schon ein …

Wer suchet, der findet. Eher nicht. [1]

Welche Suchbegriffe Leute im letzten Quartal zu diesem Blog geführt hat. Eine Auswahl: Je 1x gesucht wurde: “wie lernen sich die freunde kennen friends phoebe joey” Das ist schon fast eine philosphische Frage, oder? Soweit ich weiß, lernen sie sich einfach kennen, weil sie Nachbarn sind. Und Phoebe kennen sie, weil sie vor Rachel die Mitbewohnerin von Monica war. “chris o’dowd chevy chase” Das wäre natürlich ein wahres Schauspieler-Dreamteam! Ich werde gleich auch erst einmal googeln müssen, ob die beiden schon etwas gemeinsam gedreht haben. “chris o dowd fansite” Ist dies hier leider nicht. Aber ich hoffe, es wurde eine gefunden. “egomane zeichen von 140 zeichen” Hier scheint jemand uns Twitterer zu kennen… “this too shall pass shakespeare” Ohje, und da hat man bei mir nur Popmusik von „OK Go“ gefunden. “liebe fry” Ja, ich liebe Stephen Fry ♥ “känguru manifest chroniken reihenfolge” Erst kommt „Die Känguru Chroniken“ (das grüne Buch) und dann „Das Kanguru-Manifest (das rote Buch). Wie Band drei aussehen wird, weiß ich leider nicht. “tassen besteck aus der sitcom “friends”” Hier scheint …

Meine persönliche Reihen-Lesechallenge

Wie man unschwer überlesen kann, bin ich eine ziemliche Leseratte. Dabei mag ich am liebsten Fantasy (wenn auch am liebsten in die Richtung Steampunk/Urban Fantasy und Co. Mit High Fantasy à la “Der Herr der Ringe” tue ich mich meistens ziemlich schwer). Das “Problem” und gleichzeitig auch das Gute daran ist, dass es meistens gleich mehrere Bände gibt, die man lesen muss, um zu erfahren wie es weitergeht. Ein Problem ist es für mich deshalb, weil ich so unglaublich serienfaul bin. Auch wenn ich ein, zwei Bände einer Reihe total toll finde und unbedingt weiterlesen möchte, fehlt mir dann doch irgendwann die Geduld und ich möchte mich dann mal wieder in ein andere Welt lesen und neue Leute kennenlernen. Ich muss immer an diesen Spruch denken „Ich habe keine Konzentrationsprobleme! Ich kann mich voll gut kon… OH! EIN VOGEL!“. So geht es mir mit Buchreihen. Ich fange an Band eins zu lesen und es gefällt mir richtig gut. Meistens mache ich dann trotzdem gar nicht gleich mit Band zwei weiter, weil schon ein anderes Buch …

[Lieblingsfilm] Laugh & Think – No. 3

Meine Gleichung für einen Lieblingsfilm ist wie folgt: Bringt mich zum Lachen + Regt zum Nachdenken an = Guter Film Drei (meiner Lieblings-)Filme dieser Art möchte ich euch vorstellen. Der dritte und letzte Film ist, ja, und was könnte hier nun anderes kommen als: Harold & Maude Trailer (leider nur auf englisch) Harold ist 18 Jahre alt, kommt aus reichem Hause und eigentlich steht ihm die Welt offen. Doch das einzige, was Harold fasziniert, ist der Tod. Die Aufmerksamkeit seiner eiskalten Mutter versucht er immer wieder zu erlangen, indem er ständig seinen eigenen Selbstmord inszeniert. Er geht gerne auf Beerdigungen und fährt einen Leichenwagen, seine oberflächliche Mutter ist davon „not amused“ und versucht ihn immer wieder mit potenziell zukünftigen Ehefrauen zu verkuppeln. Harolds Leben ändert sich, als er auf einer Beerdigung die 79jährige Maude kennenlernt. Sie ist das absolute Gegenteil von ihm, und auch immer wieder auf Beerdigungen anzutreffen, allerdings aus einem ganz anderen Grund: Im Gegensatz zu Harold, der den Tod liebt, liebt sie das Leben. Die unkonventionelle Maude zeigt Harold eine ganz andere …

[Lieblingsfilm] Laugh & Think – No. 2

Meine Gleichung für einen Lieblingsfilm ist wie folgt: Bringt mich zum Lachen + Regt zum Nachdenken an = Guter Film Drei (meiner Lieblings-)Filme dieser Art möchte ich euch vorstellen. Nummer zwei, und mit Abstand der Aktuellste, ist: Four Lions Deutscher Trailer: Englischer Trailer: Hm, ehrlich gesagt, weiß ich kaum, wie ich diesen Film ansprechend beschreiben soll. Wenn ich versuche es zu tun, versteht ihr vermutlich warum. Also: Es geht um vier englische Islamisten, die einen Selbstmordanschlag in London planen. Leider sind sie nicht gerade die klügsten und geschicktesten unter Allahs Sonne, daher gibt es auf dem Weg zum Ziel einiges zu Lachen (falls man das nun so formulieren darf. Öh..). Regisseur und Autor dieses Films ist Chris Morris, den ich an anderer Stelle schon oft genug hochgelobt habe, daher verkneife ich es mir hier. Aber er ist seit den 1990er Jahren bekannt für bissige Satiresendungen wie „Brass Eye“ und „The Day Today“, in denen er immer wieder seinen Finger in die Wunde gesellschaftlicher und politischer Themen gelegt hat. Immer intelligent, immer bitterböse und immer auf …

[Lieblingsfilm] Laugh & Think – No. 1

Meine Gleichung für einen Lieblingsfilm ist wie folgt: Bringt mich zum Lachen + Regt zum Nachdenken an = Guter Film Drei (meiner Lieblings-)Filme dieser Art möchte ich euch vorstellen. Los geht es mit: Mein Freund Harvey (Original: Harvey) Erschienen ist der Film bereits 1950 und basiert eigentlich auf einem Theaterstück von Mary Chase. Der Film wird vor allem durch einen ganz entzückenden James Stewart zu etwas ganz Besonderem, aber eben auch die Geschichte ist einfach nur schön: Da wäre nämlich ein unglaublich liebenswerter und zuvorkommender Elwood P. Dowd., ein Mensch, der eigentlich viel zu gutgläubig für diese Welt ist und in allem und allen das Gute sieht. Und das Interessante an ihm ist, dass er einen unsichtbaren, zwei Meter großen, weißen Hasen zum Freund hat, mit dem er zusammen gerne Martini trinken (“einen lüpfen”) geht. Da Harvey außer ihm leider keiner sehen kann, ist vor allem für seine, stets auf ihren guten Ruf bedachte, Schwester Veta schnell klar, dass ihr Bruder in eine Nervenklinik muss. Doch dann kommt irgendwie alles anders, als sie es geplant …