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[Lieblingsfilm] Laugh & Think – No. 1

Meine Gleichung für einen Lieblingsfilm ist wie folgt:

Bringt mich zum Lachen + Regt zum Nachdenken an = Guter Film

Drei (meiner Lieblings-)Filme dieser Art möchte ich euch vorstellen. Los geht es mit:

Mein Freund Harvey (Original: Harvey)

Erschienen ist der Film bereits 1950 und basiert eigentlich auf einem Theaterstück von Mary Chase. Der Film wird vor allem durch einen ganz entzückenden James Stewart zu etwas ganz Besonderem, aber eben auch die Geschichte ist einfach nur schön: Da wäre nämlich ein unglaublich liebenswerter und zuvorkommender Elwood P. Dowd., ein Mensch, der eigentlich viel zu gutgläubig für diese Welt ist und in allem und allen das Gute sieht. Und das Interessante an ihm ist, dass er einen unsichtbaren, zwei Meter großen, weißen Hasen zum Freund hat, mit dem er zusammen gerne Martini trinken (“einen lüpfen”) geht. Da Harvey außer ihm leider keiner sehen kann, ist vor allem für seine, stets auf ihren guten Ruf bedachte, Schwester Veta schnell klar, dass ihr Bruder in eine Nervenklinik muss. Doch dann kommt irgendwie alles anders, als sie es geplant hatte..

Der Film ist eine so liebenswerte Hommage ans Verrückt- und Anderssein und vor allem Elwood mit seinem Harvey schließt man ganz schnell ins Herz. Dazu geht es auch noch drunter und drüber (hier merkt man sehr die Herkunft von der Theaterbühne) und ganz schnell werden aus den Lachtränen Tränen der Rührung. Ich finde jedenfalls, dass der Film nur darin bestätigt, an das zu glauben, woran man glaubt, und dass man sich nicht von anderen reinreden lässt. Jeder soll seinen Weg zum Glück finden, und wenn man glücklich damit ist, abends mit einem unsichtbaren Hasen einen Martini trinken zu gehen, dann ist das so. „Harvey“ ist mein absoluter Lieblingsfilm und wer sich von alten schwarz-weiß Filmstreifen nicht abschrecken lässt, dem kann ich ihn nur wärmstens an Herz legen.

Schöne Zitate aus dem Film:

Man kann auf zwei Wegen gut durch das Leben kommen, entweder man ist sehr schlau oder sehr freundlich. Früher war ich sehr schlau, nun bin ich sehr freundlich. (Years ago my mother used to say to me, she’d say, “In this world, Elwood, you must be” – she always called me Elwood – “In this world, Elwood, you must be oh so smart or oh so pleasant.” Well, for years I was smart. I recommend pleasant. You may quote me.) ~ Elwood P. Dowd.

Well, I’ve wrestled with reality for 35 years, Doctor, and I’m happy to state I finally won out over it. ~ Elwood P. Dowd.

Und ein sehr schönes Zitat zum Abschluss:

Harvey and I have things to do… we sit in the bars… have a drink or two… play the juke box. Very soon the faces of all the other people turn towards me and they smile. They say: “We don’t know your name, mister, but you’re a very nice fellow.” Harvey and I warm ourselves in these golden moments. We came as strangers — soon we have friends. They come over. They sit with us. They drink with us. They talk to us. They tell us about the great big terrible things they’ve done and the great big wonderful things they’re going to do. Their hopes, their regrets. Their loves, their hates. All very large, because nobody ever brings anything small into a bar. Then I introduce them to Harvey, and he’s bigger and grander than anything they can offer me. And when they leave, they leave impressed. The same people seldom come back, but that’s — that’s envy, my dear. There’s a little bit of envy in the best of us. That’s too bad, isn’t it?~ Elwood P. Dowd.

PS: Lieber nicht den Wikipedia-Eintrag lesen. Der verrät – finde ich – zu viel.

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