Bücher, Vegan
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[Projekt V] Ein Blick ins Kochbuchregal

Ich habe ja vor längerer Zeit versprochen, dass ich euch mal meine Lieblings(koch)bücher vorstellen werde, die mich bei der Umstellung auf die vegane Ernährung unterstützen. In den letzten Wochen sind wieder welche dazugekommen, daher ist es jetzt endlich mal an der Zeit.

kochbücher

Das erste vegane Kochbuch, aus dem ich schon einiges gezaubert habe, ist vom Kult-Vegan-Koch Attila Hildmann und zwar das „Vegan Kochbuch Vol. 1“. Ich mag es besonders deshalb sehr, weil man hier die altbekannten Rezepte wie Spaghetti Bolognese, Bratkartoffel mit „Speck“-Würfel oder leckere Burger findet, aber eben alles in veganer und etwas aufgepeppter Variante. Besonders für den Umstieg finde ich das Buch super und ich koche immer wieder gerne daraus.

Attila Hildmanns Kochbuch gehört zusammen mit „Vegan Lifestyle. Daily Basics“, einem kleinen Heftchen von Sebastian Hartig und „Vegan lecker lecker!“ von Marc Pierschel zu meinen Standard-Büchern, in die ich immer reinsehe, wenn es mal schnell gehen muss oder ich schon etwas im Kopf habe und noch nicht sicher bin, wie ich es am besten umsetze. Hier findet man eigentlich zu allem aus der omnivoren Küche die perfekten Alternative. An „Vegan lecker lecker!“ mag ich übrigens besonders, dass es eine Einleitung mit den Vegan Basics gibt. Hier kann man schnell nachsehen, wie man Hefeschmelz (z.B. als Käseersatz für Pizza) oder Soja-Mayonaise herstellt oder Seitan vorbereiten kann. Außerdem hat man hier nicht nur Hauptspeisen, Desserts und Snacks, sondern auch ein Kapitel zu Brotaufstrichen und Dips. Ein weiterer Pluspunkt, warum ich total gerne damit arbeite: Es hat eine Ringbindung und lässt sich daher sehr komfortabel aufschlagen, ohne dass die Seiten immer wieder umblättern.veganlecker

Von meiner Mutter bekam ich vor einiger Zeit „Vegan kochen. So klappt die Umstellung” von Celine Steen und Joni Marie Newman geschenkt, das seitdem immer zwischen uns hin und her wandert. Was uns beiden daran nämlich so gut gefällt ist, dass es nicht nach Art der Speisen sortiert ist, sondern danach, was auf vegane Weise wie ersetzt werden kann. In den Rezepten ist dann immer mit einem Bildchen markiert, was man gerade ersetzt. So kann man sich sehr gut daran herantasten, welche Alternativen man für Ei, Milch und Co. verwenden kann. Dazu gibt es viele Erklärungen und sogar auch ein Kapitel, in dem bewusst Soja ersetzt wird. Ich habe bisher aus dem Buch noch nicht so viel gekocht, da man für viele Rezepte Zutaten benötigt, die ich nicht immer im Haus habe und einiges recht speziell ist – da macht es aber umso mehr Spaß all diese unbekannten Dinge zu entdecken. Es braucht aber eben ein wenig mehr Zeit, daher hatte ich dafür noch nicht so oft die Muße. Ich lese aber gerne darin, da es zwischen den Rezepten einige Theorieteile gibt, die ich echt interessant finde.vegankochen

Ganz neu bei mir und schon jetzt mein größter Schatz (kann man sich in ein Kochbuch verlieben?): „Meine vegane Hexenküche im Jahreskreis“ von Amala Krähenfelder. Entdeckt habe ich das Buch zufällig im Blog der Zombiekatze und habe es mir direkt bestellt. Saisonales Kochen ist etwas, das ich mir wieder etwas angewöhnen möchte und dazu sind die Rezepte noch alle vegan: perfekt! Aber nicht nur das, das Buch ist so unglaublich süß gestaltet mit Zeichnungen von éori mit ganz vielen kleinen Hexen und jede Seite ist der Zeit des Jahreskreises entsprechend illustriert. Fotos von den Gerichten gibt es allerdings nicht, was mich persönlich aber nicht stört, ganz im Gegenteil, ich finde es so nur mit den Zeichnungen eigentlich gerade besonders stimmig. Ich blättere einfach total gerne darin. Aber dazu sind die Rezepte auch einfach klasse. Was mir hier so besonders gut gefällt ist, dass so ziemlich alle Rezepte mit Zutaten zu zaubern (ha, zaubern! See what I did there?) sind, die man entweder sowieso zuhause hat oder die man auf dem nächsten Wochenmarkt bekommt. Das Doofe ist daran nur, dass ich immer am liebsten sofort in die Küche springen würde um loszulegen, weil alles vorhanden wäre.😉 Die Autorin legt sehr viel Wert auf vollwertige Zutaten und dazu gibt es eine interessante Einleitung und direkt ein paar Grundrezepte am Anfang, die man immer wieder gebrauchen kann. Das hier wird jetzt sowas wie meine Kochbibel! Das wirklich einzige, was hier etwas unpraktisch ist für mich als Einhexenköchin: Alle Rezepte sind für „vier gute Esser“ gedacht. Daher muss ich immer etwas umdenken. Übrigens muss man ganz sicher nicht zum Kreis der Hexen gehören, um Freude an dem Buch zu haben😉

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Ein weiteres Buch, das ich sehr liebe, das aber gar kein veganes Kochbuch ist, und eigentlich auch kein Kochbuch im eigentlichen Sinne, ist „Barbara Rüttings Koch- und Spielbuch für Kinder“, das ebenfalls ganz toll illustriert ist. Es hat schon einige Jahre auf dem Buckel (meine Ausgabe ist von 1982) und ist auch schon gar nicht mehr im Handel erhältlich – aber es gehört ebenfalls zu meinen Schätzen im Küchenregal und damit auch hierher. Die Rezepte hier sind auch nicht vegan, sondern „nur“ vegetarisch, sind aber immer eine tolle Inspiration, um sie ein wenig umzuwandeln. Auch hier ist alles nach den Jahreszeiten geortet und es gibt nicht nur tolle Rezepte, sondern auch viele Anregungen zu Bastlel- und Spielaktionen. Vom schiefen Pfannkuchenturm von Pisa und einem Nudelrezept im Frühjahr, hin zu Gemüse „Pomfritz“ für den Sommer und tolle Back- und Bastelideen für den Winter. Dazwischen findet man – mit ebenfalls vielen tollen Zeichnungen – Spielideen, Lieder und kleine Comics. Wenn ihr mal auf einem Flohmarkt auf das Buch stoßt, schaut unbedingt mal rein. Mich erinnert es immer total an meine Kindergartenzeit und wirkt wie eine große Tasse Kakao❤

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Zwei Bücher, die mir auch sehr ans Herz gewachsen sind, sind keine Kochbücher, sondern eher vegane Ratgeber. Ebenfalls ein Buch, in dem ich immer wieder gerne blättere ist „The Vegan Girl’s Guide to Life“ von Melisser Elliott. Soweit ich weiß, gibt es das Buch leider nur auf Englisch, wem das nichts ausmacht, dem kann ich es auch nur empfehlen. Es ist eher so eine Art Lesebuch, das man nicht von vorne bis hinten durchliest. Zwischendrin gibt es immer wieder kleine Porträts von Veganerinnen und Veganern, die zum Beispiel ihre Webseiten, Blogs oder Online-Läden vorstellen. Das weitere Stöbern zusätzlich zur Lektüre ist also quasi unendlich. In diesem Buch gibt es Infos zu eigentlich allem: Was zur veganen Ernährung dazu gehört (bzw. eben nicht), es gibt Einkaufstipps, Infos zum veganen Lifestyle und Kosmetik und natürlich viele Rezepte. Bei diesem Buch noch besonders ist, dass es außerdem ein Kapitel gibt, das über das Vegane hinausgeht: Anregungen, wie man zum Beispiel selber einfach Dinge herstellen kann, bei einem kleinen Exkurs zum Sticken, Stricken und zur Gemüseaufzucht im eigenen Garten. Ich mag das Buch sehr, weil man immer wieder darin stöbern kann.

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Das neuste, und bisher wichtigste für mich, in meiner Sammlung ist „Ab heute vegan. So klappt dein Umstieg“, das erst vor kurzem veröffentlicht wurde. Ich bin noch mittendrin, habe aber schon ganz viel markiert und herausgeschrieben. Hier gibt es wirklich alles, was man wissen muss: Was ist vegan, was unerwarteter Weise nicht? Worauf muss ich achten, auf welche Nährstoffe? Wie sieht es mit veganer Kleidung aus? Und vor allem: Wie komme ich als vegan lebender Mensch gut durch den Alltag, ohne möglichst wenig anzuecken. Bisher das beste zum Thema, was ich bisher gelesen habe, was sich auch schnell erklärt, wenn man weiß, dass es aus dem tollen Blog Deutschland is(s)t vegan entstanden ist. Für Neueinsteiger wie mich gibt es vermutlich nicht viel besseres für den Anfang.abheute

Habt ihr Lieblings(koch)bücher in dieser Richtung? Gibt es etwas, das ich mir unbedingt noch zulegen sollte?

1 Comment

  1. Danke für den tollen Artikel! Das Buch “meine vegane Hexenküche im Jahreskreis” hat es mir schon angetan, bevor Du überhaupt etwas darüber erzählt hast. Ich denke, das werde ich mir mal merken. Ich liebe zwar Essensbilder in Kochbüchern – weil ich mir dann vorstellen kann, wie es werden soll, aber das soll einen ja nicht aufhalten😉

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