Tagebuch
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[Lieblinge] Herzorte

So wie man in vielen Serien und Filmen Charaktere lieb gewinnt, sind es für mich auch ganz oft Orte, die ich irgendwie ins Herz schließe. Orte, bei denen man sich wünscht, dass es sie wirklich gäbe und Orte, die man selber nur zu gerne besuchen würde. Welches meine sind? Diese hier zum Beispiel:

Ein Haus, in das ich sofort einziehen würde – auch wenn ich es erst einmal nett renovieren müsste – ist das Haus von Graf Olaf aus „Lemony Snickets – Rätselhafte Ereignisse “. Eigentlich ist der Ort ja eher gruselig, was aber vor allem an dem abgrundtief boshaftem Eigentümer Graf Olaf liegt. Naja, und es wird als ziemlich heruntergekommen beschrieben. Aber ich muss gestehen, dass nicht nur die grandiosen Bilder im Allgemeinen, sondern auch Graf Olafs Haus Gründe dafür sind, warum ich die Verfilmung der ersten Bücher so liebe. Wenn ich ein fiktives Haus geschenkt haben könnte (inklusive ein bisschen Geld zum Herrichten), dann wäre es das Haus von Graf Olaf (wobei ich das Haus von Tante Josephine auch gran-di-os finde. Aber so direkt über dem schaurigen Seufzersee, das wäre nichts für mich…).

Mit Freunden treffen nach der Arbeit oder am Wochenende würde ich mich gerne an zwei Orten: Der eine ist das Central Perk, das Café, das man aus der Serie „Friends“ kennt. Wenn man nicht gerade von Rachel bedient wird, gibt es tollen Kaffee (aus entzückenden Bechern!), man kann die Menschen draußen beobachten und hin und wieder gibt es Live-Musik. Ein anderes Café, in dem ich mich auch zu gerne – so wie Niles und Frasier Crane aus der Serie „Frasier“ – mit Freunden treffen würde, ist das Café Nervosa. Es gibt dort nämlich eine super gemütliche Bücher-Ecke und einen Tisch vorne am Fenster. Das wären wohl meine Stammplätze.

Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich Bücher nur bei „Ray’s Occult Books“ in New York kaufen. Der Buchladen sieht nicht nur extrem gemütlich aus, hier würde ich auch wunderbare Beratung finden, wenn man ich mal neue Hexenbücher, Tarot-Karten oder Räuchermischungen benötige. Noch dazu vom Herz der Ghostbusters, Ray Stantz. Ja, hier wäre ich eindeutig immer, wenn ich im New York des Ghostbusters-Universums leben würde …

… aber wenn ich dort leben würde, würde ich ohnehin ständig auf der Feuerwache, im Headquarter der Ghostbusters rumhängen. Denn da wären dann meine besten Nerd-Freunde und natürlich Egon und da wäre immer was los. Ich gestehe: Im Video-Spiel „Ghostbusters“ liebe ich es, zwischen den Missionen im Hauptquartier rumzulungern und alles anzusehen. Die Jungs stehen dann schon immer (sicherlich leicht genervt) am Ecto-1 und warten darauf, dass ich den Knopf zum Starten der nächsten Mission klicke, aber ich guck immer lieber rum. Ein absoluter Wohlfühlort, vermutlich weil ich einfach schon zu oft die Filme gesehen habe und sich das alles schon zu sehr nach Zuhause anfühlt.

Der kleinste meiner Herzorte ist vermutlich das Zimmerchen von Elwood Blues im Film „The Blues Brothers“. Da passt gerade mal ein Bett rein, ein Tisch und ein Plattenspieler. Es erinnert mich immer sehr an mein Zimmer im Studentenwohnheim in Warwick, das sogar noch etwas größer war, aber auch mein geliebtes Refugium, wenn mir meine Mitbewohner mal wieder zu partywütig waren. „It ain’t much, but it’s home“, sagt Elwood und ich verstehe genau was er meint. An seiner Stelle würde ich es auch sehr genießen am Fenster zu sitzen und raus zu sehen – auch wenn ständig die Züge vorbeifahren. Leider hätte ich als Frau nur nie Zutritt und was noch viel schlimmer ist: Leider endet die kurze Geschichte seines kleinen Apartments viel zu früh im Film…

Kennt ihr das, dass man fiktive Orte lieb gewinnt? Habt ihr auch solche Orte, die ihr euch für das echte Leben wünscht?

5 Comments

  1. Pingback: Gothic Friday – Juli: Rückzugsorte | growing up is for losers

  2. Hogwarts. Sherlock Holmes’ Sessel. Deans Impala. Ach, mir fallen so viele Orte ein, die ich so toll finde. Troy und Abeds Deckenhöhlen *.* so many feels, cookie, why?❤

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    • WEIL ICH NICHT ALL DIE FEELS FÜR MICH ALLEINE HABEN WILL!! That’s why ♥

      Ui, ja, die Deckenhöhlen! Und Sherlock’s Baker Street wäre auch fast in meine Hitliste gerutscht (warum eigentlich nicht? Hm…)

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  3. Durchaus nachvollziehbar mit den Herzorten. Bei mir sind es die kleinen Orte, die einen gewissen gemütlichen Charme versprühen. Das ist zum einen das Café aus “Die fabelhafte Welt der Amélie” – ich würde stundenlang dasitzen und wie der Schriftsteller über das Leben philosophieren. Dann wäre da der MacLaren’s Pub aus “How I Met Your Mother” – weil ich Pubs im allgemeinen toll finde. Und zu guter Letzt würde ich mir die Kuchen im ‘The Pie Hole’ aus “Pushing Daisies” schmecken lassen. Hmmmh.

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