Life in a Week
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Life in a Week – No. 8/14

Gesehenes:

  • Fanfare bitte! Ich habe eine neue Serie in meiner Lieblingsserien-Liste! Und zwar hat es mir “Orange is the New Black” sehr, sehr, sehr angetan. So sehr, dass ich sie auch direkt noch einmal von vorne geguckt habe, als ich zum ersten Mal durch war. Das ist eine Netflix-Serie, die, so wie auch “House of Cards”, nur im Internet ausgestrahlt wird. Es geht um Piper Chapman, die vor über zehn Jahren mit einer Drogendealerin zusammen lebte und für sie einmal einen Geldkoffer geschmuggelt hat – und nun landet sie deshalb im Gefängnis. Als gebildetete, recht priviligierte Weiße trifft sie dort auf Menschen und Situationen, mit denen sie erst einmal lernen muss umzugehen.
    Als erstes befürchtete ich, dass das so eine Art “Frauenknast” wird, voller Melodram und Klischees, aber nichts da: Die Charaktere in “OITNB” sind einfach alle so grandios gezeichnet, zu den Insassen gibt es zum Beispiel immer mal Rückblicke zu ihrem Vorleben, dass man mitleidet, hasst, sich verliebt, ganz viel mitlacht und auf jeden Fall mitfühlt. Ich liebe Serien – so wie auch “Breaking Bad” – in denen sich die Sympathien immer wieder verschieben, weil es eben nicht nur eindimensionale Charaktere sind, sondern hier sind alle so vielschichtig, dass man alle immer besser und neu kennenlernt. Ich bin so begeistert! Die zweite Staffel startet zum Glück schon am 6. Juni 2014 und eine dritte wurde gerade erst bestätigt. Ich hoffe, dass sie das Niveau halten können! Das Ganze basiert übrigens auf dem gleichnamigen Buch und den echten Erfahrungen von Piper Kerman – ich überlege schon, ob ich damit die Zeit bis zur nächsten Staffel überbrücke.
  • Und weil es in “OITNB” einen Charakter gibt, den ich sehr interessant fand (Sam Healy), der von einem Schauspieler gespielt wird (Michael Harney), der auch in “True Detective” mitspielt, habe ich mir die kurze Serie inzwischen auch angesehen. Vor allem, weil Lulu so geschwärmt hat. Auch hier: tolle Charaktere, großartige Schauspieler und eine spannende Story. Matthew McConaughey und Woody Harrelson spielen zwei Cops, die unterschiedlicher nicht sein können, die einen Serienkiller jagen. So weit, so nichts-neues. Aber die Umsetzung ist einfach atemberaubend: Die Entwicklung der Charaktere, die Bilder (!!) und die Story selbst. Und ich bin weiß Göttin kein Fan von Krimiserien. Allerdings gab es hier immer mal wieder minutenlange Szenen, in denen ich so gut wie kein Wort verstanden habe, weil dieser Südstaatenakzent – so sehr ich ihn liebe – manchmal echt nicht so easy ist … Ich muss gestehen, dass am Ende ein paar Fragen offen geblieben sind, ich werde mir sie also bald sicherlich wieder ansehen.

Gelesenes:

  • Ich habe inzwischen den sechsten Band der Reihe “A Series of Unfortunate Events” von Lemony Snicket gelesen: “Der Ersatz Elevator” – bisher wohl einer meiner liebsten Teile, weil er richtig spannend war! Ach, ich liebe die Reihe so ♥
  • Es ist ja seit dem letzten Rückblick eine ganze Weile vergangen! Gelesen habe ich auch Sylvia Plaths “Die Glasglocke” (hat mich sehr bewegt und steckt nun voller Post-Its bei all den Sätzen und Umschreibungen, die mir nahe gegangen sind).

Was sonst noch geschah:

  • Mit Maddy zusammen habe ich bei reBuy ein bisschen was bestellt. Neu bei mir sind nun “Drüberleben. Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein” von Kathrin Weßling (lese es bereits und bin schwer angetan!), “Gang nach Canossa” von Dennis Gastmann (weil ich “Mit 80.000 Fragen um die Welt” so mochte), und “PSI Faktor. Chroniken des Paranormalen” herausgegeben von Dr. Ray Stantz, äh, ach Quatsch, Dan Aykroyd. Und “Stripes/Ich glaub mich knutscht ein Elch” musste mit. Weil es in diesem Film eine Szene gibt, die mich immer wieder durch so manchen ätzenden Tag rettet, nämlich ein Zitat von Bill Murray, das ich mir dann immer aufsage, wenn ich am liebsten weglaufen würde (“It’s gonna be just fine in about 12 hours. It’s gonna be kind of weird till then, but…”). Außerdem ein Film mit Harold Ramis. Hach. Ich mag den Film. Ja, und den zweiten Teil des Ghostbusters-Soundtracks gab es auch.

rebuy

  • Ich habe mir mal das Schnupperabo des feministischen Magazins “anschläge” gegönnt. Gefällt mir sehr gut, ich habe sonst immer mal online reingelesen, aber so ist es noch mal etwas netter. Besonders habe ich mich gefreut, dass in der ersten Ausgabe, die ich nun erhalten habe, ein Artikel zu “Orange is the New Black” drin ist (online hier zu lesen)🙂
  • Conchita Wurst hat das Eurovisions-Dings gewonnen! Ich bin absolut keine ESC-Guckerin. Fast in jedem Jahr lasse ich mich von der Euphorie der anderen anstecken und schaue mit, nur um dann nach maximal fünf Liedern genervt auszuschalten. Es ist einfach überhaupt nicht meine Art von Musik. Daher habe ich es mir auch abgewöhnt mich auf ESC-Parties schleppen zu lassen. Aber in diesem Jahr hat mir nicht nur mal die Musik recht gut gefallen (das steht sicherlich in Verbindung zu dem ersten grauen Haar, das ich entdeckt habe. Muss!), sondern das Ergebnis hat mich sehr, sehr, sehr glücklich gemacht. Dass ein Travestiekünstler gewinnt, ist schon mal die eine Sache, ein riesiger Schritt in eine richtige Richtung. Aber wenn ich mir dann noch ansehe, aus welchen Ländern viele der Höchstpunktzahlen kamen (katholische wie Irland, Italien, Spanien zum Beispiel), dann rührt mich das noch mehr. Weiter so Europa! Auf dass Putin einen Herzinfarkt bekommen möge! Cheers🙂

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