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[Spiele] Grog Island

Yo, Ho, Ho and a Bottle of Rum!

Ich liebe Piraten und ich liebe Grog im Winter und ich liebe „Monkey Island“. Daher fing mein Herz direkt ein wenig schneller an zu klopfen, als ich das Spiel „Grog Island“ von Pegasus/eggertspiele im Regal des Spieleladens meines Vertrauens entdeckte.

Grog Island

In dem Spiel geht es darum, dass man sich als Pirat zur Ruhe setzt und als Altersvorsorge in ein paar Häuschen investiert. Die Häuser befinden sich auf fünf verschiedenen Halbinseln und alle beherbergen unterschiedliche Gebäude: Von Holzbein-Spezialgeschäften über Galionsfiguren-Tischlereien hin zu Voodoo-Puppen-Läden. Und diese Häuser kauft man sich, indem man versucht Auktionen zu gewinnen. Man würfelt nämlich immer mit fünf Würfeln in fünf verschiedenen Farben und je nach eigenem Vermögen und den gezeigten Würfelaugen kann man dann Auktionen für sich entscheiden. Die Farben der Würfel spielen dabei eine wichtige Rolle: Der Auktionsgewinner kann unter anderem Gebäude auf den gleichfarbigen Halbinseln bekommen. Und bei der Versteigerung geht keiner leer aus: Die Ruhestandspiraten, die überboten wurden, bekommen Waren in den angegebenen Farben, mit denen sie dann mit vorbeireisenden Schiffen handeln können.

Der Würfel-/Bietmechanismus ist ziemlich toll gemacht, so dass es manchmal sogar interessanter sein kann, eine Auktion bewusst zu verlieren. Ach ja, bluffen geht natürlich auch! Noch dazu hat man Zielkarten auf der Hand, die zum Beispiel vorgeben, für welche Häuser man am Schluss mehr Punkte bekommt. So kauft man nicht wahllos, sondern umso mehr Spieler dabei sind und umso fortgeschrittener der Spielverlauf ist, desto kniffliger wird es seine eigenen Ziele zu erreichen.

Impression von unserem Spielabend

Impression von unserem Spielabend

Ich hatte mich so in das Thema und das Design von „Grog Island“ verliebt, dass ich es mir relativ blind gekauft habe – ohne vorher besonders viele Rezensionen zu studieren und auf Empfehlungen zu warten. Ich bin nach dem ersten Spiel aber doch sehr froh, dass ich zugegriffen habe. Man muss zwischendurch ganz schön überlegen, wie man seine Ziele erreicht, welche Häuser man noch benötigt, wie man sie bekommen kann und wie man zwischendurch ja auch immer wieder an Geld kommt. Und, hach, die süßen Grafiken auf dem Spielplan! Die Halbinseln sind alle im entsprechenden Design: Auf der Insel, auf der wir den Grog bekommen, gibt es natürlich die einzige Piraten-Kneipe, auf der Zitroneninsel werden rund um die Uhr Zitrusfrüchte gepflückt und auf der Insel, auf der geangelt wird – Vorsicht vor den Seeungeheuern! – gibt es natürlich Fisch. Erwähnte ich schon, dass selbst die kleinen Piraten-Holzspielfiguren Holzbeine haben?

Ein sehr schönes Spiel, wenn man Lust aufs Bieten hat und dem Piraten-Thema nicht abgeneigt ist. Wenn man noch ein Herz für liebevolle Illustrationen mitbringt, hat man hier eh schon gewonnen (nein, wir haben nicht fast länger den Spielplan betrachtet, als wir gespielt haben. Das ist ein Gerücht. Ehem…). Sicherlich nichts für Hardcore-Taktik-Vielspieler, aber ein sehr tolles Spiel für Zwischendurch, das trotzdem einiges an Mitdenken erfordert. Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächste Reise nach Grog Island! Arr!

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