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[Bücher] Neil Gaiman – Der Ozean am Ende der Straße

Das letzte Jahr habe ich mit einem ganz faszinierenden Buch beendet. Ich hatte ja schon berichtet, dass ich Neil Gaimans „Ozean am Ende der Straße“ gemeinsam mit anderen in einer Leserunde auf literaturschock.de gelesen habe. Es gab viele geheimnisvolle und einige recht verstörende Ereignisse in dem Roman, so dass ich froh war, manches in der Gruppe besprechen zu können. Das soll euch aber natürlich nicht vom Lesen abhalten, denn insgesamt hat mir der Roman ganz gut gefallen. Aber mal von Anfang an:

In „Der Ozean am Ende der Straße“ begleiten wir den namenlosen Ich-Erzähler zurück in seine Kindheit. Eine Beerdigung bringt ihn an den Ort zurück, an dem er als kleiner Junge lebte und nach und nach tauchen wir gemeinsam ein in seine Vergangenheit. Alles beginnt damit, dass seine Familie aus finanziellen Gründen Untermieter in ihrem Haus aufnehmen muss. Daraufhin gibt es ein einschneidendes Erlebnis nach dem anderen für den Jungen, beginnend mit dem Tod seiner geliebten Katze. Mysteriöse Dinge passieren und dadurch lernt er eine sonderbare Nachbars-Familie kennen und gewinnt eine neue Freundin, die ihn in eine fantastische und doch beängstigende Welt mitnimmt…

Meine Mitbewohnerin Crawly passte in den Lesepausen auf das Buch auf. Danke dafür!

Meine Mitbewohnerin Crawly passte in den Lesepausen auf das Buch auf. Danke dafür!

Der Roman ist ein perfektes Märchen für Erwachsene und jetzt, nachdem ich es gelesen habe, wundert mich die Altersempfehlung „ab 16 Jahren“ auch nicht mehr. Teilweise ist es ganz schön harter Tobak, was der Ich-Erzähler da durchmacht und ich musste das Buch so manches Mal kurz zur Seite legen, um mal eben durchzuatmen. Es gibt immer wieder Szenen, in denen man mit dem Jungen Todesangst durchsteht und dann wiederum Szenen, in denen man sich selber richtig geborgen fühlt. Dieser Kontrast zwischen beidem hat für mich gerade den Reiz ausgemacht. Die Art, wie Neil Gaiman seine Geschichten erzählt hat einfach etwas „Traumhaftes“, im wahrsten Sinne des Wortes. Und keinem Erwachsenen kaufe ich es so sehr ab, wenn er sich in die Lage eines Kindes versetzt. Gaiman ist ein großartiger Geschichtenerzähler und immer wieder erwische ich mich dabei, dass ich einzelne Sätze unterstreichen möchte, weil sie so perfekt sind.

Neil Gaiman schafft eine fantastische Welt, über die ich gerne mehr erfahren hätte mit unglaublich liebenswerten Charakteren. Das ist für mich auch der große Wermutstropfen: Ich hätte so gerne noch viel mehr erfahren von allem! Wie bisher alle Bücher von Neil Gaiman, lässt es mich auch dieses mit einem “Hm?!” zurück. Ich liebe Neil, aber bisher haben es seine Romane nie zu 100 Prozent geschafft, mich zu überzeugen. Ich werde ihm wohl noch eine Chance geben und noch eine und noch eine…

PS. Hier gibt es ein ganz wundervolles und entzückendes Interview mit Neil Gaiman über das Buch und das Erwachsenwerden.

2 Comments

  1. Ich liebe ja alles von Neil Gaiman, das kenne ich aber noch nicht. Kann aber nicht mehr lange dauern, bis es auch bei mir einzieht.
    Neue Tardis-Shirts hab ich gerade bestellt… und Twin Peaks und Ghostbusters….*sabber

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    • Es lohnt sich, es ist wirklich eine schöne Geschichte, verpackt in einem hübschen Buch😉

      Yeah! Perfekt – man kann ja eh nicht genügend Shirts besitzen!

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