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[Spiele] Mage Wars

Epische Musik, gedimmtes Licht, böse Blicke, Zauberbücher in den angespannten Händen, überall Blut und tote Kreaturen … es ist „Mage Wars”-Zeit!

MageWars

„Mage Wars“ ist im Pegasus-Verlag erschienen und ein Strategiespiel für 2 Spieler, die als Magierinnen und Magier im Duell gegeneinander antreten. Das Besondere daran: Jeder Spieler hat unendlich viele Möglichkeiten, sich die Strategie, mit der er gewinnen möchte, zurechtzulegen. Es gibt unterschiedliche Magier-Arten, von Naturmagiern über Heiler hin zu den dunklen Zauberern und unzählige Arten den Gegner zu besiegen. Aber mal von Anfang an:

Was passiert da?
Gespielt wird in einer Arena mit 12 Zonen. Die Gegner stehen zu Beginn in den entgegengesetzten Ecken und können sich (zunächst noch frei) über das Spielfeld bewegen. Hier können sie nun mit dem Zauber beginnen: Sie können Kreaturen in die Arena beschwören, Wälle errichten, sich Ausrüstung herzaubern oder auch den Gegner und dessen Kreaturen mit Verzauberungen belegen. Möglich ist noch viel, viel mehr als das. Und das geschieht mit Hilfe von individuellen Zauberbüchern. Jeder Spieler stellt sich nämlich vor dem Spiel ein solches Buch für seinen Magier zusammen. Das Coole daran: Alles ist möglich!

Es gibt also unzählige Möglichkeiten für eigene Strategien, um dem anderen möglichst viel Schaden zuzufügen. Damit zieht man in „Mage Wars“ nicht von einem Stapel Karten nach und ist nicht auf das Glück angewiesen, um möglichst gute Karten zu bekommen. Die Karten, die man benutzen möchte, fügt man zu Anfang seinem Buch hinzu und kann dann im Spiel alle aus dem Buch benutzen, die man möchte. Okay, natürlich gibt es hier Beschränkungen, denn zum Beispiel kostet die Anwendung der Karten unterschiedlich hohes Mana. Mana ist die magische Energie, die sich zu jeder Runde wieder neu auflädt. Außerdem gilt es natürlich auch andere Rahmenbedingungen zu beachten. Aber so kann man sich taktisch schöne Manöver ausdenken und Runde um Runde darauf hinarbeiten.

Und was ist daran so toll?
Das Schöne an „Mage Wars“ ist, dass man sich erst einmal richtig einarbeiten muss, um damit viel Spaß zu haben. Ja, arbeiten. Alleine um durch das 50-Seiten dicke Regelheft zu kommen, habe ich eine ganze Weile benötigt und auch jetzt, nachdem wir es schon einige Male gespielt haben, müssen wir immer noch mal Dinge nachschlagen. „Mage Wars“ ist kein Spiel, das man mal eben in wenigen Minuten jemandem erklären kann, der es noch nie gespielt hat. Auch wenn die Regeln eigentlich relativ einfach sind und das Spiel selber sehr intuitiv, gibt es doch so unendlich viele Möglichkeiten, Zustände und Bedingungen, die man beachten muss und dazu kommt noch, dass man sich erst einmal mit den Karten vertraut machen muss. Je nach Zauberart gibt es hier eine ganze Menge Text zum Lesen. Und gerade das macht so viel Spaß daran!

Hat man im Idealfall einen festen Zauber-Gegner (aka Spielpartner), ist es großartig. Man merkt mit jedem Spiel, wie man sicherer dabei wird die Gemeinheiten anzuwenden, es gelingen coole Kombinationen und man bekommt immer mehr Gespür dafür, welche Zauber man unbedingt im Zauberbuch haben muss. Jede Zauberin und jeder Zauberer hat in einer anderen Art von Schule gelernt und damit hat jeder andere Stärken und Schwächen – der Tiermeister kann zum Beispiel schnell viele verschiedene Kreaturen um sich scharen, die den Gegner angreifen; einige Magier kämpfen mit Feuer, womit sie ihre Gegner immer wieder in Brand stecken; die Priesterin kann ihre Verbündeten immer wieder heilen. Sich durch all diese Möglichkeiten zu testen macht unheimlich viel Spaß und auch zu gucken, wie sich diese Eigenschaften im Kampf gegeneinander verhalten. Auch wenn ein Spiel schon mal drei Stunden dauern kann, will man danach am liebsten direkt noch einmal – einfach nur um andere Sachen auszuprobieren.

Das heißt also?
„Mage Wars“ ist schon ein ziemlicher „Brocken“ und kein locker-flockiges Spiel für eine kleine Spielerunde zwischendurch. Wenn man sich aber dafür Zeit nimmt und im Idealfall einen festen Mitspieler hat, wird das Spiel mit jeder Runde besser. Dadurch, dass man auf alle seine Karten zugreifen kann, ist man anfangs ziemlich überwältigt von all den Möglichkeiten, aber das legt sich zum Glück relativ schnell. Dann will man irgendwann gar nicht mehr aufhören, weil man dieses und jenes noch gar nicht ausprobiert hat und diesen einen Zauberer mit seinen Fähigkeiten muss man ja auch unbedingt noch spielen…

Und was ist sonst noch dazu zu sagen?
Das Grundspiel ist randvoll mit Karten, einer riesigen Arena (von der Größe war ich doch sehr überrascht!), Plättchen und Holzmarkern aller Art, Würfeln und zwei Zauberbüchern. Die Magier Tiermeister, Zauberer, Priesterin und der Hexenmeister warten in der Spielschachtel auf ihren Einsatz. Wem das nicht reicht, für den gibt es viele Erweiterungen, wie weitere Magier mit vielen neuen Zauberkarten, Karten-Sets und natürlich auch noch andere Zauberbücher – für jeden Geschmack ist was dabei! Ich habe mir noch das Set „Druidin gegen Nekromant“ gekauft, das ich sehr, sehr mag. Und was man ja auch mal positiv anmerken muss: In der Schachtel des Grundspiels ist noch so viel Platz, dass zumindest die eine Erweiterung da noch locker mit hinein passt. Daumen hoch, Pegasus!

Achja, und um noch einmal Bezug auf die „epische Musik“ aus dem ersten Satz zu nehmen: Wir empfehlen wirklich YouTube-Playlists mit entsprechender Musik dazu zuhören. Das steigert den Spielspaß noch einmal gewaltig. Atmosphäre ist ja schließlich alles, und so😉

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Noch mehr zu „Mage Wars“

  • Bei Pegasus gibt es noch viele Infos zum Spiel und hier findet man auch die Erweiterungen.
  • Bei Arcane Wonders ist das Spiel in der Originalversion erschienen. Von ihnen gibt es online ein Walkthrough, in dem einige Spielschritte erklärt werden. Das fand ich zusätzlich zum Lesen der Regeln ziemlich hilfreich.
  • Diese Rezension von SpieLama hat mich letztlich davon überzeugt, es endlich zu kaufen
  • Tom Vasel von den Spiele-YouTubern „Dice Tower“ ist begeisterter „Mage Wars“-Fan und hat auch schon einige Lobhudeleien darüber veröffentlicht sowie viele Top 10 rund um die Karten (die besten Kreaturen, die besten Angriffe, die beste Ausrüstung und so weiter)
  • Und ach, YouTube ist voll mit Videos rund um das Spiel. Das gesamte Internet sowieso. Einfach mal danach suchen und viel Spaß!

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