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[Spiele] Escape. Der Fluch des Tempels

Ihr seid eingeschlossen in einem Tempel. Es ist kein Ausgang in Sicht. Euch läuft langsam aber sicher die Zeit davon. Je weiter ihr euch im Tempel vorarbeitet, mit desto mehr Flüchen werdet ihr belegt. Die Situation wird immer auswegloser. Irgendwo muss doch dieser verdammte Ausgang sein! Und, o nein, ihr hört schon den durchdringenden Gongschlag. Gleich wird sich der Tempel für immer schließen und zu eurem Grab werden … Hört sich nach Spaß an, oder? Yeah!

Das Cover

Das ist nämlich die Geschichte hinter dem Spiel „Escape. Der Fluch des Tempels“ von Queen Games. Indiana Jones als Brettspiel quasi. „Escape“ ist ein Echtzeit-Spiel. Das heißt, dass während des Spiels eine CD im Hintergrund läuft und wenn die CD nach 10 Minuten vorbei ist, habt ihr entweder verloren oder gewonnen.

Und so geht’s:
Ihr startet in der Startkammer eines Tempels. Euer Ziel ist es nun, in den nächsten 10 Minuten den Ausgang zu finden und durch ihn zu entkommen. Dazu müsst ihr von Tempelraum zu Raum gehen und weitere erkunden. Irgendwann wird dann der Ausgang dabei sein und ihr könnt heraus. Naja, natürlich ist das nicht so einfach. Zum Beispiel müsst ihr – sobald der erste Gong ertönt – zurück zur Startkammer eilen. Schafft ihr es nicht rechtzeitig, schließen sich die Türen und ihr verliert für den Rest des Spiels einen (wertvollen!) Würfel. Und genau darum geht es auch: Ihr macht in diesem Spiel alles mit jeweils fünf Würfeln. Und das tun alle Möchtegern-Indiana-Jones gleichzeitig. Es geht also nicht reihum, sondern jeder würfelt die ganze Zeit lang. Und Zeit haben wir ja schließlich nicht viel. Also würfeln, was das Zeug hält!

Aber Achtung!
Mit dem Würfeln könnt ihr euch von Raum zu Raum arbeiten und dabei neue entdecken. Leider beinhalten viele Tempelräume Flüche, mit denen ihr dann belegt werdet. Zum Beispiel dürft ihr dann nicht mehr reden oder müsst mit einer Hand am Kopf weiterspielen oder jeder Würfel, der euch in dem Gewusel vom Tisch fällt, ist für immer verloren… Die Flüche werdet ihr los, indem ihr bestimmte Kombinationen würfelt. Gar nicht so einfach, schließlich benötigt man jede Sekunde, um den Ausgang zu finden!

Und da wir schon beim Würfeln sind: Auf allen Würfeln ist auf einer Seite eine schwarze Maske. Würfelt ihr so eine, ist der Würfel gesperrt – er kann erst wieder benutzt werden, wenn ihr mit einem anderen Würfel eine goldene Maske werft. Was passiert, wenn alle fünf Würfel gesperrt sind? Tja, dann müsst ihr hoffen, dass ein anderer Indiana Jones zur Hilfe kommt und euch wieder frei würfelt. Sperrt der sich auch, tjaaaa…, dann könnt ihr eure Würfel gemeinsam wieder befreien, bekommt aber einen Stein mehr dazu, den ihr später aktivieren müsst (mehr dazu gleich) und das macht die Flucht schwieriger. Einfach einen Spieler im Tempel zurückzulassen ist übrigens nicht nur extrem unkameradschaftlich (shame on you!), sondern bringt auch nichts: Ihr gewinnt nämlich immer nur als Team. Bleibt einer im Tempel zurück, haben alle verloren.

Apropos Steine
Das Spiel wäre auch immer noch zu einfach, wenn ihr euch „nur“ von Raum zu Raum würfeln müsstet, bis ihr den Ausgang findet. Ihr kommt aus diesem nämlich am Schluss nur heraus, wenn ihr genügend magische Steine aktiviert habt. In manchen Räumen findet ihr Stellen, an denen ihr diese Steine hinterlegen und damit aktivieren müsst. Je mehr ihr so aktiviert, desto einfacher ist am Ende die Flucht. Viele lassen sich jedoch nur durch Teamwork aktivieren, indem mehrere ihre Würfel kombinieren. Und mit etwas Glück könnt ihr außerdem Schätze finden, die Vorteile mit sich bringen. So könnt ihr zum Beispiel Geheimgänge entdecken oder euch zu anderen Indiana Jones teleportieren.

Also?
„Escape. Der Fluch des Tempels“ ist ein sehr hektisches, aber unfassbar spaßiges Spiel. Man muss hier nicht viel nachdenken, sondern kann einfach drauf los spielen. Dadurch, dass alle gleichzeitig wie wild würfeln und Räume erkunden, ist die Stimmung schon mal direkt, äh, ausgelassen (vielleicht mal auf einer Party testen, die nicht so recht in Gang kommen will?). Es spielt aber nicht jeder für sich, sondern ständig muss man seine Mitspieler im Blick haben. Nicht selten muss man durch die halbe Tempelanlage rennen, weil jemand Hilfe braucht und sich festgewürfelt hat oder weil man gemeinsam Steine aktivieren muss. Wer kooperative Spiele mag und Spaß an Chaos und Hektik hat, der sollte „Escape“ unbedingt mal versuchen.

Das Spiel selber bringt gleich die Module Schatzkarten und Flüche mit. Man kann es also auch im Basisspiel ohne diese spielen. Gerade für die erste Runde ist das super. Und es ist auch eine Sanduhr dabei, nach der man sich richten kann, wenn man mal nicht den Soundtrack abspielen kann. Und Erweiterungen gibt es dazu natürlich auch (in dieser Stelle verweise ich auf das großartige Video von Shut Up & Sit Down dazu, das mich überhaupt erst auf das Spiel aufmerksam gemacht hat und auch die Erweiterungen vorstellt). Und wer das Indiana Jones-Thema doof findet, für den gibt es auch noch die Zombie-Variante mit „Escape. Zombie City“.

Musikempfehlung:
Die gibt es hier nicht wirklich, weil die Musik ja zum Spiel dazu kommt: Schließlich sollt ihr auf den Soundtrack hören. Der kommt allerdings nicht nur mit den Countdowns für das Spiel, sondern auch mit atmosphärischer Musik. Und wem das nicht reicht, der sollte sich mal bei YouTube umsehen. Hier findet man interessante Variationen. Wir können die Yakety Sax-Version empfehlen. Immer, wenn der Countdown kommt, alle Spieler zurück zur Startkammer eilen müssen und dabei noch mehr Hektik als ohnehin schon ausbricht, ertönt die bekannte Benny-Hill-Melodie. Da macht die Flucht gleich doppelt Spaß!

So sieht es dann gespielt aus:

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