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[Bücher] In 80 Welten durch den Tag

Denkst du an Urlaub, dann denkst du an Mittelerde? Wenn man dich sucht, findet man dich meistens irgendwo zwischen Bücherstapeln? In deiner Freizeit baust du den Todesstern aus Zahnstochern nach? Und jeden Cent sparst du für einen noch weit in der Zukunft liegenden Besuch auf der San Diego Comic Con? Dann könnte dieses Buch genau die richtige Lektüre für dich sein.

In 80 Welten durch den Tag

Andrea Bottlinger und Christian Humberg laden in „In 80 Welten durch den Tag. Warum Geeks einfach mehr (vom) Leben haben“ zu einer Reise durch die Welt der Geeks ein. Ob beim Urlaub auf der Enterprise, beim Ausflug in einem unheimlichen Tempel, beim Helden-Crashkurs oder einfach beim Besuch im Comicladen nebenan – was gibt es zu beachten und warum sollten wir das auf keinen Fall verpassen? Ein Reiseführer zu allem, was uns Fangirls und -boys wichtig ist. Hier werden die Macken der Geeks schonungslos porträtiert – ein großer Spaß! Und man merkt auch, dass die Autoren beim Schreiben genau das hatten. Es sind kurze Kapitel von „Wie halte ich meine Superheldenidentität geheim?“ über Tumblr- und Anime-Sprachführer bis hin zu Tipps zum Zusammenleben mit einem Buchliebhaber in „Haltung und Pflege eines Homo Leserattis“. Und natürlich gibt es auch ein Kapitel zu den großen Werken der Geek-Literatur.

Zwischen diesen knallharten Fakten (*nudge nudge, wink wink* – mehr zum „Geek-Tourette“ gleich) fließen dann auch immer wieder die eigenen Erfahrungen und Beobachtungen der beiden Autoren ein. Sie nehmen uns mit zu einem Besuch auf der Buchmesse oder zu ihren Lesungen. Und dann gibt es noch die entzückenden Illustrationen von Martin Frei. Das Buch ist einfach so toll gestaltet. Seht euch alleine nur das großartige Buchcover an!

Und ja, besonders schmunzeln musste ich über den Begriff „Geek-Tourette“, darunter werden wohl viele von uns leiden. Was das bedeutet? Wir können uns oft nicht beherrschen Zitate unserer Lieblingsserien, -filme und Co. in den passenden Situationen zu sagen. Dass man dafür oft nur fragende Blicke erntet, kennen allerdings sicher auch die meisten…

„In 80 Welten durch den Tag“ ist übrigens das dritte Buch einer Trilogie, sozusagen. Es gibt nämlich noch „Sorge dich nicht, beame! Besser leben mit Star Wars und Star Trek“ (2012) und „Geek Pray Love. Ein praktischer Leitfaden für das Leben, das Fandom und den ganzen Rest“ (2014). Letzteres habe ich auch gelesen und ebenfalls sehr genossen. Hier treffen wir auf Lukas, den wir dabei begleiten, wie er die Geek-Welten kennenlernt und für sich entdeckt. Es ging mir nur manches Mal ein bisschen zu sehr um Science-Fiction, was nicht soooo unbedingt mein Metier ist. Daher freue ich mich umso mehr über den Nachfolger, bei dem ich nun wirklich das Gefühl hatte, dass er nur für mich geschrieben wurde.

Geek Pray Love

Also?
Wer Rollenspiele mag, davon träumt mal zur Comic Con zu fahren und eigentlich immer hinter einem Buch mit phantastischem Inhalt zu finden ist, wird seinen Spaß an „In 80 Welten durch den Tag“ haben. Ich habe mich immer wieder dabei erwischt, dass ich beim Lesen Freunde anrufen wollte, um ihnen Passagen vorzulesen, weil ich uns darin wiedererkannt habe (gut, dass ich das nicht gemacht habe. Das wäre sicher auch eine Form von „Geek-Tourette“…). Das Buch ist eine Liebeserklärung an phantastische Welten und uns Eskapisten und – ich muss mich noch einmal wiederholen – es macht einfach Spaß!

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  1. Pingback: Buchsaiten-Blogparade zum Jahresabschluss 2015 | growing up is for losers

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