Bücher, Halloween
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This is Halloween – Teil 2: Die Bücher

Fledermaus

Weiter geht es mit der anderen Sache, die wie gemacht ist für das Halloween-Wochenende: gemütlich etwas Gruseliges lesen! Daher bin ich mal meinen Bücherschrank durchgegangen und habe herausgesucht, was sich ganz vorzüglich für diesen Zweck eignet. Hier sind einige meiner Empfehlungen:

Natürlich fallen mir als erstes die Klassiker ein. Erst vor kurzem habe ich Bram Stokers „Dracula“ gelesen (endlich!) und ich war sehr angetan von der düsteren Stimmung, in die das Buch seine Leserinnen und Leser immer wieder sofort holt. Ausführlich geschwärmt habe ich hier auch schon. Eine andere tolle Halloween-Lektüre ist Mary Shelleys „Frankenstein“. Kein Horrorschocker im klassischen Sinne, aber es ist die Geschichte eines der bekanntesten „Monster“ der Popkultur. Daher am besten erst das Buch lesen und danach all die Frankenstein-Filme gucken! In die gleiche Kategorie fällt für mich auch „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ von Robert Louis Stevenson, mit einem wirklich furchterregenden Hyde, der den Roman für mich zu einem wahren Pageturner gemacht hat.

Nicht ganz so klassisch, aber doch schon nah ran kommt „Der Exorzist“ von William Peter Blatty. Die Verfilmung dazu kennen sicherlich sowieso die meisten. Wer den Film kennt, hat sicherlich nicht mehr so viel Spaß am Buch, aber ich kannte beim Lesen die Verfilmung noch nicht und habe mich wirklich wahnsinnig gegruselt. Wir kennen sicher die meisten wirklich fiesen Szenen rund um die 12-jährige Regan, die von etwas besessen zu sein scheint. Die Beschreibungen zu lesen fand ich aber mindestens genauso schlimm. Auf jeden Fall ist auch dieser Roman ein wirklicher Pageturner und zu Recht ein Klassiker des Gruselns.

In eine ähnliche Richtung wie „Der Exorzist“ geht „Ex“ von David Ambrose. Hier geht es um ein psychologisches Experiment, bei dem eine Gruppe unter Überwachung eines Psychologen einen Geist erschaffen will. Dieses Experiment läuft schließlich aus dem Ruder und ein regelrechter Albtraum beginnt … Leider fand ich das Buch zum Ende hin ein wenig konfus, der Rest hatte mich aber wirklich sehr gepackt und ich konnte es kaum zur Seite legen. Besonders spannend an der Geschichte ist übrigens, dass es ein ähnliches Experiment in den 1970ern tatsächlich in Toronto gegeben hat.

„Halloween/The Halloween Tree“ von Ray Bradbury ist – wie der Name schon verrät – auch wie gemacht für die Zeit rund um Halloween. Da es weniger als 200 Seiten lang ist, kann es auch entspannt an einem Tag gelesen werden. Es ist eine phantastische Geschichte um ein paar Freunde, die in der Halloween-Nacht an ein gruseliges Haus mit einem alten, geheimnisvollen Mann geraten. Dieser nimmt sie mit auf eine Zeitreise, bei der sie die Ursprünge des Festes kennenlernen und gleichzeitig ihren Freund Pipkin retten müssen. Nicht wirklich gruselig, aber Halloween in den Kulturen steht hier im Mittelpunkt.

Die Kurzgeschichten

Wer lieber Kurzgeschichten mag, dem kann ich „Spukhaus zu verkaufen“ von Simone Edelberg und Tatjana Stöckler empfehlen. Ich hatte es mal im Kindle-Store gekauft, weil es sich spannend anhörte und es super günstig war. Obwohl Kurzgeschichten es bei mir nicht immer so einfach haben, hat die Sammlung mir aber wirklich sehr gut gefallen! Es sind verschiedene Geschichten von Menschen, die in neue Häuser ziehen, in denen dann schreckliche Dinge passieren. Verbunden sind die Geschichten durch einen gemeinsamen Makler, bei dem man schnell merkt, dass mit dem etwas nicht zu stimmen scheint…

Noch eine Empfehlung für Kurzgeschichten-Freunde: Die Bücher von Chris Priestley, wie zum Beispiel „Onkel Montagues Schauergeschichten“ – wahrlich mit die beste Lektüre für einen gruseligen Halloween-Abend! In diesem hier geht es um den Jungen Edgar, der seinen ziemlich komischen Onkel Montague in seinem gruseligen Haus besucht. Sein Onkel erzählt ihm dann Schauer-Geschichten und was Edgar irgendwann komisch vorkommt ist, dass Gegenstände dieser Geschichten bei seinem Onkel im Haus zu finden sind…

Und dann: Was wäre eine Gruselliteratur-Liste ohne meinen geliebten Edgar Allan Poe zu nennen? Seine Kurzgeschichten eignen sich hervorragend fürs Halloween-Schmökern. Doch was soll ich euch da nennen? „Die Grube und das Pendel“? „Das verräterische Herz“? „Die Maske des roten Todes“? Oh, oder „Der Untergang des Hauses Usher“?! Es gibt einfach so viele gute und schaurige Geschichten von ihm, sucht euch einfach was aus! Gleiches gilt für H. P. Lovecraft. Als letztes hatte mich zum Beispiel „Schatten über Innsmouth“ gegruselt und mir sehr gut gefallen. Die Geschichten rund um den Cthulhu-Mythos sind aber eigentlich alle zu empfehlen, wenn man subtilen, albtraumhaften Horror mag (ebenso horrormäßig sind manche rassistische Ansichten, die hier und da durchscheinen, aber das ist eine andere Geschichte…).

Und nun zu den entspannteren Büchern!

Ich finde es gibt auch wirklich tolle Gruselbücher, die vor allem eine jüngere Leserschaft ansprechen sollen. Als erstes fällt mir da „Das Graveyard Buch“ von Neil Gaiman ein. Es erzählt die Geschichte von Nobody Owens, einem Jungen, der auf einem Friedhof lebt und von Geistern, Hexen und Vampiren großgezogen wird. Gelandet ist er dort, weil seine Familie von einem Killer namens Jack ermordet wurde, als Nobody noch ein Baby war. Und dieser Killer wartet noch immer darauf, seine Arbeit zu vollenden und außerhalb des Friedhofs können die Geister Nobody nicht beschützen…

R. L. Stine steht für dieses Jahr noch auf meiner persönlichen „Mehr davon lesen!“-Liste. Es gibt zum Beispiel zahlreiche „Goosebumps/Gänsehaut“-Romane (wovon einige Geschichten gerade im „Gänsehaut“-Kinofilm mit Jack Black zum Leben erweckt werden). Eigentlich Geschichten für Kinder, in denen es in jedem kurzen Buch um eine Gruselgeschichte rund um mysteriöse Puppen, Spiegel, Kameras und noch vielem mehr geht. Seine ebenfalls sehr empfehlenswerte Reihe „Fear Street“ richtet sich eher an etwas ältere Leserinnen und Leser. Es sind eigentlich mehr Thriller, bei denen es nicht ganz so übernatürlich zugeht. Aber egal welche ich bisher gelesen (oder verfilmt gesehen) habe: Alle waren immer sehr, sehr spannend!

Last but not least möchte ich aber auch meine geliebten Abenteuer-Spielbücher nicht un-aufgelistet lassen. Wer gerne Horrorbücher liest und ständig denkt „NEIN! Öffne nicht die Tür! Da steht doch der Killer!!“, der hat vielleicht besonders viel Spaß daran, es besser zu machen. Also rein ins Buch und entscheiden, wie es weitergeht. Mein Lieblingsschocker ist hier „Das Höllenhaus“ von Steve Jackson. Aber auch davon erfahrt ihr hier mehr. Übrigens gibt es auch tolle Spielbücher von der „Gänsehaut“-Reihe, bei denen man eigentlich auch bedenkenlos zuschlagen kann.

Fledermaus

Derzeit auf meinem Nachttisch

The Amityville Horror

Übrigens ist meine aktuelle Halloween-Lektüre „The Amityville Horror“ von Jay Anson, das auf einer wahren Begebenheit beruht: Die Familie Lutz zieht in ihr Traumhaus ein, in welchem sich allerdings ein paar Jahre vorher eine Familientragödie abgespielt hat. Nach wenigen Tagen fliehen sie aus ihrem neuen Zuhause, weil die unerklärlichen Ereignisse dort zu einem Albtraum werden. Ich bin noch nicht allzu weit, bisher gefällt es mir aber auch sehr gut! Vor allem die Tatsache, dass es sich so wirklich abgespielt haben soll, lässt mich schon ganz Ohr sein …

Was ist denn eure Lieblingslektüre zu Halloween? Ich freue mich über Empfehlungen und Kommentare😉

Und damit: fröhliches Gruseln!

3 Comments

  1. Cellardoora Maar says

    hallöchen cookie,

    heute soll es nun denn meinen allerersten kommentar auf deiner coolen “hausseite” geben! ^^

    aus alten teen- und gruftitagen kann ich allgemein charles baudelaires “die blumen des bösen” wärmstens empfehlen, falls das durchblutungsschwache herz nach poesie lechzt. meine ausgabe aus den neunzigern ist vor lauter inniger liebe ganz zerfleddert.

    mit 14 jahren entdeckte ich durch zufall in einem berliner buchladen den ersten band einer trilogie von tom holland. meine erste große liebe in sachen englischer dichtkunst war nämlich lord byron und tja, … dieser war auf dem cover abgebildet. in “der vampir” spinnt der autor (ebenfalls byron- und gruselfan) das damalige society-gerücht weiter, byron sei ein vampir gewesen. der autor schickt in der gegenwart eine literaturforscherin los und diese landet prompt vor dem dichter selbst, der ihr seine geschichte erzählt … dies allerdings nicht ganz uneigennützig.😉 die story selbst mischt gekonnt fakten mit fiktion und hat mir damals sehr gefallen.
    im folgeband “das erbe des vampirs” – meine lieblingsstory der drei – spielt die vampirstory mehr um die klassische “dracula”-geschichte und baut auch noch geschickt die antwort ein, was oder wer wilde zu “das bildnis des dorian gray” inspirierte. im kern geht es um einen englischen arzt, der ende des 19. jahrhunderts in london zu einigen spannenden aufträgen angeheuert wird, beispielsweise der heilung einer “seltsamen blutkrankheit” … *sich-verräterisch-an-die-nase-stups* ich kann nur sagen: extrem spannend, superr kurzweilig und einfach cool – ich meine, hallo … bram stoker persönlich kommt drin vor! ^^
    der dritte band heißt “die botschaft des vampirs” und ist meine persönliche nummer zwei in der hitliste dieser trilogie. hier geht’s – ÜBERRASCHUNG! – auch um vampire. england, 17. jahrhundert, mord, totschlag, hübscher waisenjunge wird gerettet und von adligen [vampiren] aufgenommen und irgendwann heißt es rache nehmen. auch sehr genial und mucho düster.
    die bände kann man unabhängig voneinander lesen. den zweiten kann ich wirklich wärmstens empfehlen, band drei ist auch sehr lovely und der erste ist perfekt, wenn man auf byron, shelley & co. steht.

    ansonsten noch wunderbar zum gruseln:
    die gesamte “sandman”-comicreihe von neil. die ist herrlich düster und makaber. *seufz*
    da bildbände mit gruselstories auch genial sind: “das reich des grauens. die welt des edgar allan poe in bildern und texten” und “geistersuche” von simon marsden. im ersten band werden ein paar poe-geschichten mit passenden fotos vom mardsen präsentiert. in “geistersuche” macht sich der fotograf zu angeblich “bespukten” schlössern/häusern auf, um fotos zu machen und über die orte und geschehnisse während seiner anwesenheit zu berichten. man findet darin berichte über spooky places in irland, großbritannien, frankreich, deutschland und rumänien. ich fand den band sehr atmosphärisch und gruselig.

    UND hier noch der anfang meiner grusellesekarriere und etwas, das ich bis heute abgöttisch liebe: “der kleine vampir” von frau sommer-bodenburg! die ganze reihe! die hörspiele von damals! die tv-serie mit gerd fröbe als geiermeier! *kreisch* ich wünsche mir noch heute sehnlichst einen vampir zum freund!* und ja, das ist wahr! sogar mit 35 jahren altersweisheit!😀

    oje, soviel text! … ich zieh mal lieber den stecker!
    liebe grüße, deine celly

    (*- aber einen ohne glitzer-effekt und schleimspurgedöhns! *hust*)

    Liked by 1 person

    • Liebe Celly, ich kann gar nicht viel antworten, ich muss direkt alles recherchieren und auf meine Wunschliste schreiben! So viel tolle Tipps! Und schön, dich jetzt auch hier zu lesen❤
      DANKE!!🙂

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    • Übrigens habe ich Simon Marsden auch schon hier. Große Liebe! Und ich muss lachen, weil ich den Kleinen Vampir auch erst nennen wollte🙂 Aber falls ich es noch bis zu den Serien schaffen sollte, kommt er dahin.

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