Life in a Week
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Life in a Week – 17/15 feat. #Konsumauszeit

Peace for ParisWow. Was für ein Wochenende. Normalerweise halte ich mich hier eher zurück, wenn es ums Weltgeschehen geht, aber ich bin noch immer zu schockiert über das, was da am Freitag in Paris passiert ist, als dass ich es unerwähnt lassen könnte. Und ich bin immer noch sprachlos, was nicht gerade so wahnsinnig praktisch ist, wenn man im Blog dazu etwas schreiben möchte … Wir hatten uns eigentlich einen gemütlichen Abend gemacht, als wir am Freitag von den Anschlägen in Paris erfahren haben. Und geschockt haben wir dann über das Internet verfolgt, was da gerade passiert. Schlafen war bis mitten in die Nacht nicht möglich. Als ich schließlich erfahren habe, dass die Band, die da im Konzertsaal mit den vielen Opfern auftrat, die „Eagles of Death Metal“ waren, hatte ich dann noch einmal eine Gänsehaut. Die hatte ich auch schon live gesehen und auf einmal war das alles noch viel näher …

Es fühlt sich an wie ein weltpolitischer Wendepunkt ähnlich dem 11. September und ich weiß gar nicht, ob ich wirklich wissen möchte, wie es nun weitergeht. Ansonsten bringt Hank Green mal wieder sehr gut auf den Punkt, was ich hier eigentlich schreiben möchte, aber nicht in Worte bekomme:

Auf jeden Fall wende ich mich nun mal wieder Themen zu, die zurzeit so unglaublich banal wirken, aber nützt ja nicht. Also los:

#Konsumauszeit

Bisher klappt es gut mit meiner Social Media-(Konsum-)Auszeit. Bei Facebook habe ich bisher nur einmal reingesehen, als jemand etwas an meiner Chronik gepostet hatte, es danach aber direkt wieder ausgemacht und auch bei Instagram bin ich bisher eisern. Aus den oben genannten Gründen habe ich am Freitagabend jedoch mal bei Twitter reingesehen, um zu schauen, was dort zu den Anschlägen geschrieben wird. Eine ganze Menge, was letztlich der Grund war, warum ich das auch ganz schnell wieder ausgemacht habe.

Dadurch, dass ich auf so viel Zeitfresser verzichte, die immer so nebenher mitliefen, habe ich zum ersten Mal so richtig YouTube für mich entdeckt. Ich genieße es gerade total, mir Vlogs und sonstige Videos von interessanten Menschen anzusehen oder mich von Nähvideos inspirieren zu lassen (mein Tipp: Annika Victoria!). Ob das jetzt besser/anders ist als Twitter und Co. sei mal dahin gestellt. Was ich allerdings positiv finde ist, dass ich mir dafür jetzt einfach bewusst Zeit nehme. Sonst lief immer noch mindestens Twitter und der Laptop nebenher und eigentlich war mein Gehirn nonstop am Multitasken. Das ist jetzt alles irgendwie entspannter und schon alleine dafür hat es sich gelohnt.

Was das Shoppen angeht, bin ich auch relativ eisern. Mal wieder gab es ein paar Steam-Spiele im Sale, die ich noch gerne hätte, aber auch hier habe ich nicht zugeschlagen. Den wirklich, wirklich, WIRKLICH öden Kindle-Deals sei Dank, dass ich auch da bisher nicht schwach geworden bin (hey, Bücher für wenig Geld, die nicht einmal Platz wegnehmen! Zum Glück gibt es da im Moment echt nur Schrott). Aber: Da ich im Moment genau darauf achte, dass ich mein Geld für nichts außer Lebensmittel und Co. ausgebe, habe ich mir etwas gegönnt, in das ich mich im Juni verliebt hatte und seitdem habe ich immer wieder mit mir gerungen. Und da ich gerade darauf verzichte hier und da Dinge zu kaufen, habe ich mir einen teuren, langen Wunsch erfüllt. Und Tadaaa: Fledi ist da! Ein selbstgenähter Rucksack, den es im Fledermaus-Shop FlezArt bei DaWanda gibt. Ich bin sehr verliebt. Sehr.

Gespieltes:

Nach den Geschehnissen am Freitag haben wir uns am Samstag in eine andere Welt zurückgezogen. In eine andere Zeit sogar: Wir haben den ganzen Tag lang „T.I.M.E. Stories“ gespielt. Und ich kann kaum erwarten dazu etwas mehr hier im Blog zu schreiben. Falls ihr von früher Abenteuer-Spielbücher kennt: „T.I.M.E. Stories“ ist quasi das als Spiel. Man entscheidet sich, Orte zu durchsuchen, Leute zu befragen, muss Rätsel lösen und das alles beeinflusst wie das Spiel weitergeht. Es ist eigentlich kein Brettspiel, sondern eine Geschichten-Erzähl-Maschine. Und das ist toll ♥

Das heißt allerdings leider auch, dass man ein Szenario durchspielt und dann kennt man es und spielt es eigentlich nicht wieder. Daher haben mich die nicht vorhandene Wiederspielbarkeit und der Preis anfangs total abgeschreckt. Ganz zu schweigen von der weißen, futuristischen Box. Bäh. Dann war ich irgendwann doch überzeugt und wollte aber nicht zu viel vom Spiel erwarten, weil ich dachte, dass es das Konzept sicher nicht wirklich gut umsetzen kann. Aber wow. Das kann es! Es hat mich noch stundenlang, nachdem wir das Spiel gewonnen und das Geheimnis gelüftet haben, beschäftigt. Aber ich erzähle euch davon sicher bald noch genauer😉 [Nachtrag: nämlich hier]

Hier der Trailer zum Spiel:

Nach „T.I.M.E. Stories“ erschienen uns alle unsere anderen Brettspiele so profan, dass wir nicht wirklich Lust auf etwas anderes hatten. Am Sonntag waren aber noch „CV“ und „Octo Dice“ dran – zwei Würfelspiele, die wir sehr gerne mögen und die einfach schön locker-flockig sind und daher für unsere Post-„T.I.M.E. Stories“-Depression geeignet waren. Außerdem noch „Codenames“, bei dem ich überrascht war, wie viel Spaß das eigentliche Partyspiel auch zu zweit macht. Und dann habe ich zum ersten Mal „Die blutige Herberge“ gespielt. Auf das hatte ich mich total gefreut, weil ich das Thema ganz spannend finde (man muss Gäste in seiner Herberge entweder töten oder zu Komplizen machen) und ausgerechnet das Spiel hat mich extrem frustiert, weil ich mit der Spielmechanik irgendwie gar nicht klar gekommen bin. Man hat in jeder Runde nur zwei Aktionen, braucht aber ungefähr 1000, um das alles machen zu können, was man machen will und irgendwie hat mich das echt nicht fröhlich gemacht. Ich möchte dem Spiel gerne eine neue Chance geben, jetzt wo ich das Prinzip verstanden habe und mich ein bisschen eingegroovt habe, aber ich befürchte Herr Cookie hat nach dem Abend keine Lust mehr das mit mir zu versuchen. Ehem (daher gibt es auch keine Fotos).

Was sonst noch geschah:

Ich habe zum ersten Mal Kürbis-Gewürz-Sirup gemacht (und zwar nach diesem Rezept) und jetzt gibt es immer Kakao damit. Schmeckt sehr herbstlich und zum Beispiel am Sonntag, als es in einer Tour gestürmt und geregnet hat, war es das perfekte Getränk zu den Brettspielen.

Wie ihr seht war unser Wochenende voll mit Spielen, daher gibt es auch von keinen neuen Filmen oder Büchern zu berichten😉

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