Tagebuch
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#Konsumauszeit 2016 – Erste Überlegungen

konsumauszeit

Apfelmädchen und sadfsh rufen auch in diesem Jahr wieder zur #Konsumauszeit auf und für mich war ziemlich schnell klar, dass ich wieder mitmachen möchte. Worum geht es? Kurz gesagt: Es geht darum, im November darauf zu verzichten, Kram zu kaufen, den man eigentlich gar nicht braucht. Länger gesagt, das sind die Regeln:

  • 30 Tage lang nichts (Neues) kaufen
  • ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist)
  • Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht)
  • Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!

Nach meinem geliebten Halloween-Monat Oktober, in dem zum einen viel Wohnungsdeko angeschafft wurde, because: Halloween, fand auch noch die Spielemesse statt, in der natürlich auch mein Spieleregal einiges an Zuwachs bekommen hat. Jetzt mal wieder auf die Bremse zu treten, ist etwas, dass ich ohnehin getan hätte – im Rahmen der Konsumauszeit jedoch noch einmal mehr drauf zu achten, finde ich umso besser.

Im letzten Jahr bedeutete die Konsumauszeit für mich nicht nur weniger zu kaufen, sondern es gab auch eine Social Media-Pause. Ich bin noch am Überlegen, ob ich das auch jetzt wieder so mache. Vielleicht wandel ich es auch ein wenig ab, denn was mein Fazit aus dem letzten November war: Es war so schön, sich bewusst Zeit zu nehmen für Bücher, Filme und Co, weil man nicht nebenbei immer mal wieder das Handy checkt, weil Nachrichten eintrudeln. Ich werde mir mal überlegen, wie ich es auf den November übertragen kann, ohne gleich komplett eine Auszeit zu nehmen. Handy-Verbot beim Lesen, nur Filme und Serien “offline” gucken, die ich noch ungesehen im Schrank stehen habe, vielleicht so in die Richtung. Es ist ja noch ein wenig Zeit.

Ich habe die Kritik im letzten Jahr mitbekommen, dass „reiche“ Leute in der Konsumauszeit doch künstlich arm spielen würden und wie doof das doch sei. Die Kritik verstehe ich, mich trifft sie jedoch nicht wirklich. Ich habe als Bücher- und Filmjunkie schon immer viel gekauft. Als ich damals kaum bis kein Geld verdient habe, sind hier im Monat nicht weniger Bücher eingezogen als jetzt – nur damals halt so gut wie nie neue, sondern gebrauchte oder geliehene oder geschenkte. Und genau so war es mit Filmen. Oder Deko-Kram. Ich war damals mehr auf Floh- und in Verschenkmärkten unterwegs und habe „anders“ gekauft als heute, aber nicht wirklich weniger. Von daher bin ich ziemlich sicher, dass ich auch schon vor 10 Jahren bei der Konsumauszeit mitgemacht hätte. Denn für mich geht es nicht darum, weniger Geld auszugeben, sondern darum, hier nicht noch mehr Kram dazuzubekommen.

Anstatt dass noch mehr Bücher dazu kommen, möchte ich mich in den Monat ganz bewusst dem Lesen widmen. Und nicht schon gleich Teil 2 bis 5 einer Buchreihe bestellen, wenn ich gerade erst Teil 1 lese. Anstatt auf Netflix und Co. neue Serien anzufangen, möchte ich mir bewusst Zeit nehmen für die DVD-Boxen, die hier noch halb bis ungesehen herumstehen. Das ist meine – ganz persönliche – Bedeutung hinter der Konsumauszeit.

Dass die Aktion wieder ins Leben gerufen wird, freut mich übrigens sehr, da bei Apfelmädchen und sadfsh gerade einiges im Umbruch ist und ich das etwas traurig, aber hoffnungsvoll beobachte😉

Aber so viel erst einmal zu den ersten Überlegungen.

3 Comments

  1. Hallo Cookie,

    erstmal ein großes “Schön, dass du dabei bist” von mir🙂 Deine Gedanken zu der Kritik an der Konsumauszeit finde ich sehr interessant. Ich selber grübel da im Moment noch ein wenig an einem ausführlicherem Text herum, der sich mit dem Thema befasst und freue mich daher bei anderen Meinungen & Gedanken dazu zu lesen.

    Wie läuft es denn bei dir? Hattest du einen guten Start?
    Liebe Grüße, Svenja (Apfelmädchen)

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    • Hallo Cookie, hallo Svenja,

      “zu reich für die Konsumauszeit” – ein spannendes Thema.
      Ich grübel gerade wieder, ob ich “zu reich” bin, um bei Foodsharing teilzunehmen. Foodsharing ist laut eigener Aussage für alle da und richtet sich nicht nach Bedürftigkeit. Trotzdem zweifel ich daran immer wieder herum, wenn mich Kritik hierzu trifft.
      Aber ich denke, gerade die Reichen sollten ihr Konsumverhalten ändern, um Ressourcen zu schonen. Wer denn auch sonst?

      @Svenja: Ich bin gespannt auf deinen Text.

      Viele Grüße, Katrin

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    • Ich bin sehr gespannt🙂 bei mir läuft es super bisher, allerdings trudeln gerade noch so 2-3 Postsendungen ein mit Dingen, die ich im Oktober mal bestellt hatte, daher fühlt es sich irgendwie nicht so an …😉 aber ich schreibe in den nächsten Tagen sicher noch mal einen kleinen Zwischenstand.

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