Halloween, Unterwegs
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Horrornacht 2016 im Filmpark Babelsberg

In den letzten Jahren habe ich euch an dieser Stelle von den Spiele-Wochenenden berichtet, die es bei uns zu Halloween gab. An diesem Wochenende vor Halloween stand allerdings nicht das Spielen auf dem Plan, nein, wir waren unterwegs und haben uns begruseln lassen: Wir waren am 29. Oktober 2016 in Potsdam, zur Horrornacht im Filmpark Babelsberg.

An den Wochenenden im Horrorctober, äh, Oktober, übernehmen abends Monster, Zombies und Kreaturen aus Horrorfilmen den Filmpark. Die Attraktionen verwandeln sich in Horror-Labyrinthe und alles wird festlich gruselig dekoriert. Was soll ich sagen? Es war großartig! Zunächst hatte ich ein paar Bedenken, denn viele Darstellerinnen und Darsteller laufen durch den Park bei Nacht und erschrecken die Leute. Eigentlich ist das etwas, das ich so gar nicht mag. Also dieses ständig auf alles gefasst sein und dann bestenfalls noch klug und schlagfertig reagieren zu müssen. Le Horror! Ja eben! Aber hier war ich echt freudig gespannt und bin sehr froh, dass wir uns getraut haben, hinzugehen.

Filmpark bei Tag, Horrorwelt bei Nacht

Was toll war: Der Filmpark, der tagsüber noch Einblicke in die Babelsberger Filmwelt gibt, wird bei Dunkelheit zugänglich und die Attraktionen werden einfach „umgestaltet“. Die Schiff-Kulisse aus der „Die Drei Musketiere“-Show wird zum Geisterschiff, wo Zombie-Piraten ihr Unwesen treiben, das Hexenhaus aus „Hänsel & Gretel“ zum Treffpunkt der Filmpark-Hexen. In einer Station, in der Filmfiguren aus „Die unendliche Geschichte“ vorgestellt wurden, traf man Gestalten der „Blood Tea Party“, einer Alice im Horrorland-Welt an. Und so gruselte man sich von Themenwelt zu Themenwelt.

Aber egal wo man sich im Park befand: Man musste zu jederzeit auf alles gefasst sein. Das war am Anfang echt anstrengend und auch beim Bierchentrinken standen wir so voreinander, dass man den jeweils anderen immer warnen konnte, wenn sich „etwas“ von hinten anschlich …  nach einer Weile gewöhnten wir uns aber daran, und dann hat es einfach nur noch Spaß gemacht. Ja, irgendwann war das Geräusch der Kettensäge sogar ein ganz vertrautes, weil man wusste, dass damit auch wieder ein vertrautes (Zombie-)Gesicht näher kam.

Schrei, wenn du kannst!

Das wirklich Coole waren aber die sogenannten „Horror-Sets“, das waren Gebäude im Park, die zu Horror-Labyrinthen umgestaltet wurden, durch die man sich wirklich durch trauen muss: Im Dunkel gilt es den richtigen Weg zu finden und das alleine wäre schon schwer genug, würden nicht ständig irgendwelche Gruselleute hinter, neben und vor einem auftauchen. Den ganzen Abend hörte man es überall im Park schreien – dabei suchte man Achterbahn und Co. vergeblich … Da gab es zum Beispiel „Dr. Caligari’s Bughouse“, Einlass ab 16 Jahren, wo wir uns durch ein Horror-Krankenhaus-Szenario arbeiten mussten. Im „Dark Angels Inn“, ebenfalls ab 16 Jahren, liefen wir durch ein schauriges Gästehaus. Das „Hellgate Vulcan“ verlief durch die eigentlichen Besuchergänge des Live-Show Vulkans, nur dass es dunkel und nebelig war und man absolut nichts sehen konnte – außer die Monster, die dann plötzlich vor einem standen. Und im „Warlords of the Deep“ ging es in ein U-Boot, wo wir vor allem die Zombie-Mannschaft bespaßt haben.

Meine Lieblingsecke war übrigens die mittelalterliche Gruselstadt, in der Nosferatu und seine Classic Monster Kolleginnen und Kollegen anzutreffen waren. Hier war es sogar einigermaßen entspannt, weil sie sich relativ ruhig verhielten. Keine Ahnung, ob es am Alter oder den noch vorhandenen altertümlichen Manieren der Monster lag. Und in der Gruselstadt gab auch es das Eldorado für jeden Halloween-Fan: einen Horrorladen! Gruselkram soweit das Auge reicht!

Fotos gibt es leider nicht viele, weil es eben überall super dunkel war:

Wir brauchen mehr Zeit!

Das einzige, was echt schade war: Die Zeit reichte von 18.30 bis 23 Uhr gar nicht für alles. Bei den vier Labyrinthen musste man eine Weile anstehen. Da wir relativ früh da waren, waren es bei uns jeweils so circa 20 Minuten, danach verlängerten sich die Schlangen jedoch rasant bis zu den „Ab hier warten Sie 45 Minuten“-Schildern und darüber hinaus. Um 22.30 Uhr gab es die große Abschluss-Tanzshow (die man sich allerdings hätte schenken können) und danach hatte man nur noch die Wahl zwischen Ausgang oder After-Show-Party. Und wir mussten leider schon die letzte Station abbrechen, damit wir es noch rechtzeitig zur Show schafften. Da wir die ganze Zeit nur von Station zu Station gelaufen sind, um auch alles einmal gesehen zu haben, hatten wir dann gar keine Zeit mehr, um noch einmal in Ruhe bummeln zu gehen. Auch in den Horrorladen wären wir zum Schluss noch einmal gerne gegangen, denn da Rucksack-Verbot herrschte, wollten wir uns nicht die ganze Zeit mit Tüten abschleppen. Aber dazu hatten wir leider nicht mehr die Gelegenheit.

Leute, die im Gegensatz zu uns überall länger anstehen mussten, hatten gar keine Chance alles zu sehen. An einer Station konnte man sich von Maskenbildern Wunden und Co. schminken lassen – im Nachhinein waren wir auch da froh, dass wir das übersprungen hatten, denn auch da hätten wir viel zu viel Zeit mit Warten vertrödelt. Das fand ich total schade. Aber auch ein Grund, im nächsten Jahr noch mal wieder zu kommen und dann weiß man vielleicht schon etwas mehr, wo man die Prioritäten setzt.

Bye, bye liebe Monster!

Mein kleines Highlight übrigens: Als wir von der Horrorshow zum Schluss zum Ausgang oder zur Party geleitet wurden, standen noch einmal alle Monster des Abends Spalier und bei den letzten lief doch tatsächlich zum Abschied der „Ghostbusters“-Titelsong. Hach!

Ich freue mich jedenfalls total aufs nächste Jahr und hoffe, dass wir auch dann wieder ein Oktober-Wochenende mit unseren neu gewonnenen gruseligen Freunden verbringen können.

1 Comment

  1. Klingt ja spannend😀 War ja schon vom Heidepark und den Halloweeks begeistert aber in Babelsberg klingts als hätten die sich noch mehr mühe gegeben!

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