Life in a Week, Tagebuch
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Konsumauszeit und Life in a Week – No. 8/16

#Konsumauszeit

Das erste Drittel des Novembers ist rum, also ist Zeit für einen kleinen Konsumauszeit-Zwischenstand. Ja, ich bin bisher echt standhaft geblieben und habe nichts außer Lebensmittel und Haushaltsdinge gekauft, die leer waren. Relativ unspektakulär, aber mehr als „es läuft gut!“, kann ich gar nicht wirklich berichten. Und auch Social-Media-Pausen nehme ich mir bewusst, und ich habe immer öfter die App Forest laufen, die mich davon abhält, ständig aufs Handy zu sehen.

Die Frage aller Fragen: Macht es mich glücklich?

In zwei Wochen habe ich Urlaub und ich freue mich schon total darauf, endlich Zeit zu haben, um weiter auszumisten. Im Sommer hatte ich schon einmal so eine Phase, wo ich von Zimmer zu Zimmer bin und tagelang aufgeräumt und weggeworfen habe. Dabei gelesen habe ich „Magic Cleaning“ von Mari Kondo. Sie gibt einige interessante Sortier- und Aufräumtipps, vieles war aber auch dabei, was mich so gar nicht ansprach. Den entscheidenden Tritt in den Hintern gab es aber dadurch trotzdem und das war super. Die große Quintessenz ihrer Methode, die ich inzwischen total verinnerlicht habe, ist: „Macht es mich glücklich? Nein? Dann kann es weg.“ Sie rät dazu, jedes einzelne Teil in die Hand zu nehmen und sich genau das zu fragen. Erst musste ich darüber doch ein bisschen schmunzeln und muss es auch immer noch, aber letztlich hilft dieser Gedanke wirklich sehr. Gerade bei Erinnerungsstücken oder bei Kleidung, die man noch nie getragen hat und deshalb nicht weggeben möchte, hilft es, sich das klar zu machen. Zum Beispiel die Jeans, die man gekauft hat, die aber gar nicht so richtig passt und man trägt sie deshalb auch nie. Da sie teuer war, will man sie aber auch nicht weggeben. So verursacht die Jeans jedes Mal, wenn man sie sieht, ein negatives Gefühl (Fehlkauf, war aber so teuer, etc.). Also sollte man sie weggeben. Ziel ist es letztendlich, nur noch von Dingen umgeben zu sein, die einem ein positives Gefühl geben.

Was ich noch von ihr mitnehme: Ich bin jemand, der vieles aufhebt, weil „ach das kann ich doch hier und da noch verwenden und später suche ich wieder genau sowas hier und ärgere mich, wenn ich es wegwerfe…“. Aber eigentlich – und das hat mir Mari Kondo auch noch einmal deutlich gemacht – neige ich dazu, dann doch alles eher neu zu kaufen, wenn ich es brauche. Ich kenne dieses Gefühl so gut, dass man etwas braucht, es kauft und wenn man es dann später in den Schrank räumt, steht da schon genau sowas, das man sich schon vorsorglich gekauft bzw. aufbewahrt hatte (ich habe neulich eine ganze Kolonie von Zahnbürsten gefunden, die ja immer in Doppelpackungen kommen. Die einsame letzte wurde im Schrank vergessen und dann immer ein neuer Doppelpack gekauft, wobei die verbliebene Zahnbürste in der Packung dann das gleiche Schicksal im Schrank fristen musste … Oje!). Lange Rede, kurzer Sinn: Heute werfe ich viel eher Dinge weg, die ich mit großer Wahrscheinlichkeit nie wieder brauchen werde und habe keinen Fundus mehr an „Eigentlich nutzlos, aber man kann ja nie wissen“-Dingen.

All das sind jetzt in der Konsumauszeit wieder Gedanken, die ich mir mache, und wo ich merke, dass ich von der Mari-Kondo-Methode doch schon so einiges verinnerlicht habe. Ende November geht es dann in die zweite Runde hier im Haushalt. Eine gute und befreiende Kombi zusammen mit dem Versuch, einfach nichts dazuzukaufen.

Warum es für mich so wichtig ist

So viel zu meinen Gedanken bisher. Ich schreibe das übrigens unter Tabletteneinfluss und mit Wärmflasche im Arm, denn ich bin schon wieder krank. Das Jahr kann einfach echt weg. Ich bin jetzt seit Monaten so angeschlagen, dass ich einfach jeden Infekt, jede Erkältung und was sonst noch so rumfliegt, mitnehme und es nervt einfach nur noch. Inzwischen weiß ich wenigstens, was dahinter steckt und bin gerade dabei, mein Leben zu ändern. Raus aus dem Job, der mich so krank macht und gucken, dass ich einen Weg für mich finde, mit dem ich wieder gesund und glücklich werde. Dass ich mal an diesen Punkt komme, hätte ich auch nicht gedacht. Und eigentlich möchte ich hier im Blog sowas auch gar nicht thematisieren, aber irgendwie passt es ja auch zur Konsumauszeit und dazu, zu gucken, womit man sich so im Leben umgibt, womit man seine Zeit verbringt und wie gut oder schlecht einem das tut. Daher ist die Konsumauszeit mit all den Gedanken und Ideen dahinter auch in diesem Jahr so spannend und wichtig für mich. Gekündigt habe ich inzwischen, habe noch kein neues Ziel vor Augen und bin jetzt gerade ein bisschen im freien Fall. Mal sehen, wo mich die Reise hinträgt …

Symbolbild für die derzeitige Stimmung...

Life in a Week (Light)

Gelesenes:

Ich habe in den letzten Wochen sogar einiges gelesen, weil ich mir immer wieder ganz bewusst die Zeit dazu genommen habe. Die Lese-Challenge auf goodreads ist schon erledigt und ich bin ein bisschen stolz drauf.

Beendet habe ich zum Beispiel die „Der Kleine Vampir“-Bücher von Angela Sommer-Bodenburg. Die Buchreihe verdient irgendwann auch noch mal einen eigenen Blogpost, echt mal. Begonnen hatte ich sie als Kind, ich habe mir früher aus der Bibliothek die Bücher und Hörspiel-Kassetten geliehen, letztere dann auch gesammelt und in den vergangenen Jahren erschienen dann die letzten Bücher der Reihe. Die Geschichte wird nach so vielen Jahren endlich beendet und hat mir ein bisschen das Herz gebrochen. Ich möchte damit gar nichts verraten, denn ich glaube jedes mögliche Ende hätte das. Ja, ich muss dazu noch ein anderes Mal mehr schreiben…

Und zurzeit lese ich endlich mal wieder ein Spielbuch. Ich hatte mir ja auf der SPIEL 2016 „Reiter der schwarzen Sonne“ von Swen Harder direkt am Stand vom Montikore-Verlag gekauft und bin schwer begeistert. Es gibt so geniale Mechanismen und auch echt knifflige Rätsel (ich bin echt froh, dass bei der Special Edition auch die Lösungen für den Notfall dabei waren…). Auch da werde ich bald mit großer Sicherheit mehr schreiben.

Gesehenes:

Viele Horrorfilme (auch wenn ich den Horrorctober nicht ganz geschafft habe) und zuletzt den wirklich großartigen Film „Die Verurteilten/Shawshank Redemption“ mit Tim Robbins und Morgan Freeman. Hier geht es um einen unschuldig Verurteilten und seine Zeit im Gefängnis. Nun eher nicht so mein Thema, aber die Tatsache, dass der Film bei imdb auf Platz 1 der besten Filme steht, machte mich immer neugieriger. Und ja, ich kann noch nicht mal richtig in Worte fassen, was diesen Film so gut macht. Er ist es einfach eine perfekte Mischung aus Drama und Spannung und Humor und Freundschaft und Hach! Aber ihr kennt den sicher eh alle schon…😉

Was sonst noch geschah:

  • Eigentlich nichts. Ist auch alles gerade aufregend genug bei mir (Stichwort „freier Fall“, s.o.), reicht erst mal.
  • Und über Drumpf möchte ich einfach gar nicht reden. Nur noch ein Grund mehr, Twitter und Co. mal öfter aus zu lassen.

5 Comments

  1. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg.
    Zur Zeit sind die Zeiten, in der wir leben, fast schon zu interessant, aber bieten eben auch viele Möglichkeiten. So dass die Chance sehr gut ist, dass du das richtige für dich findest.
    Ich bin gespannt, wohin dich deine Reise trägt und drücke dir ganz fest alle Daumen!

    Liked by 1 person

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