Tagebuch
Comments 3

#Konsumauszeit: Kurz-vor-Schluss-Gedanken

konsumauszeit

Der Anfang lief wirklich gut. Verlockend sind immer meine Mittagspausen, denn weil ich in der Innenstadt arbeite, vertrödel ich täglich mindestens 30 Minuten in Läden und Shoppingcentern. Da sieht man doch schnell mal dieses und jenes, was man doch ganz gut gebrauchen könnte. Ich gucke zwar gerne, aber gekauft habe ich nichts. Das Schöne war auch in diesem Jahr der Konsumauszeit wieder, dass mich sämtliche „Super-Sonder-Schnäppchen-Angebots“-Tische kalt gelassen haben. Da ich es viel zu riskant fand, dass ich dort etwas finde, was ich haben möchte, habe ich erst gar nicht geguckt. Ähnlich so bei den Angeboten bei Steam.

Doch dann kam meine Urlaubswoche. Es ist inzwischen ein wenig Tradition, dass ich im Urlaub an einem Tag mit meiner Mutter zu IKEA fahre, wir uns unseren kostenlosen Kaffee abholen und bummeln gehen. Ein wenig Kleinkram, aber wenigstens welcher, den ich wirklich haben wollte, wie Kerzen für meine Weihnachtsdeko, sind natürlich mit nach Hause gekommen. Erster Fail.

Dann brauche ich schon seit Wochen eine neue Jeans, weil meine alten irgendwie immer weiter werden und ich mich in keiner mehr richtig wohlfühle. Im Urlaub hatte ich endlich mal Zeit und Ruhe, nach einer Jeans zu gucken. Es sind zwei geworden. Zweiter Fail.

Und dann gab es bei einem Besuch bei Ramona noch einen kleinen virtuellen Bummel bei Killstar, weil die gerade Black Friday hatten und da ist diese Jacke, die ich schon seit Monaten auf der Wunschliste hatte und sie war 15 GBP günstiger … Dritter Fail.

Und damit könnte ich jetzt sogar noch etwas weitermachen. Oje.

Von daher war in meinem Urlaub nicht viel mit Konsumauszeit, leider. Was halt auch irgendwie daran lag, dass ich endlich mal kaufen konnte, wozu ich sonst so nie die Zeit und Ruhe hatte. Auch wenn ich natürlich noch viel mehr überlegt habe, was ich kaufe. Ich werde aber die Urlaubswoche, die nun ja total danebenging, im Dezember nachholen.

Aufräumen

Aber ich habe meinen Urlaub auch zum Ausmisten genutzt. Es ist wieder einiges in die Tonne gewandert, in die Altkleidersammlung oder hat neue Besitzer gefunden. Das ist so ein bisschen der Deal für mich gerade: Wenn ich etwas Neues kaufe, muss es entweder verbrauchbar sein oder etwas anderes muss dafür raus.

Was mir immer mal wieder gut tut und wo ich besonders zur Konsumauszeit wieder drauf achte ist das digitale Ausmisten. Alte E-Mails löschen, mal wieder meine Lesezeichen im Browser durchgehen – das meiste ist dann doch irgendwann nicht mehr relevant. Gespeicherte Texte und Blogeinträge, die ich „für später“ gespeichert habe, fliegen raus, wenn ich sie auch nach Wochen noch nicht gelesen habe, denn dann scheint das Thema also doch gar nicht so relevant für mich zu sein. Und wenn ich es doch nicht übers Herz bringe, lese ich sie JETZT und kann sie dann löschen.

Meine YouTube-Liste: Ich schaue fast täglich kurz bei YouTube rein und alles, was mich in meiner Abo-Liste interessiert, wandern auf die „Später Ansehen“-Liste. Da ich oft nur am Wochenende dazu komme, die Videos hier auch tatsächlich zu gucken, staut es sich hier dann doch sehr oft. Also nutze ich immer wieder die Gelegenheit, ganz bewusste Videos aus der Liste zu löschen, die ich nun auch beim drölfzigsten Durchscrollen noch nicht angeklickt habe, um sie endlich zu schauen.

Ob Texte oder Videos oder Podcasts oder You-Name-It: Vieles dümpelt auf meiner digitalen Merkliste herum und irgendwann habe ich das Gefühl, dass ich mit dem Lesen/Sehen/Hören gar nicht mehr hinterher komme. Eigentlich total bescheuert. Aber hier gehe ich inzwischen auch bewusst damit um: Was ich nach ein paar Wochen nicht „konsumiert“ habe fliegt raus und ich werde es sicher nicht vermissen – sonst wäre es ja schon gar nicht mehr in der Liste gewesen, wenn es mir WIRKLICH wichtig wäre.

Social Media

In diesem Jahr mache ich es nicht so radikal wie im letzten, dass ich meine Social-Media-Aktivitäten komplett beendete für einen Monat. Aber ich hatte jetzt auch meine Twitter-App vom Handy gelöscht und da ich eh kein großer Facebook-Fan bin, habe ich das bisher auch ganz gut nicht nutzen können. Und wenn ich doch mal wieder bei Twitter reingeschaut habe, war es meist nur kurz und ich habe mich nicht  – wie sonst – durch sämtliche Nachrichten- und President-elect-Meldungen geklickt. Das genieße ich gerade echt sehr. Ich bekomme nicht so viel mit, was auf der Welt passiert, aber es geht mir damit auch direkt besser.

Dann mal auf zu den letzten Tagen, die hoffentlich wieder besser klappen …

3 Comments

  1. Pingback: Random 16-11 | Just keep BRAINS!

  2. Ich hab echt nen schlechtes Gewissen, so ein Bisschen aaaaber hab ja mehrfach gefragt ob ich wirklich anklicken soll😛 2016 mach ich aber mit, sobald die Wohnung steht ist mein ‘verschwende’-Budget auf 100€ festgelegt! Ausnahmen: Halloween und Verpflegung auf Festivals oder Tickets für Veranstaltungen.

    Liked by 1 person

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s