Life in a Week
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Life in a Week – No. 9/16

Hey, ja, ich bin noch da! Die letzten Wochen waren ziemlich trubelig und es ist auch jetzt gerade noch alles sehr aufregend. Ich hoffe ich kann euch bald mehr davon erzählen. Aber ich melde mich trotzdem mal kurz mit einem kleinen Update zurück. Los geht’s:

Gelesenes:

Agatha Christies „Und dann gab’s keines mehr“. Der Krimi hieß ursprünglich mal „Zehn kleine Negerlein“ und wurde dann aber aus offensichtlichen Gründen umbenannt. Und trotzdem passt der alte Titel so gut, denn genau darum geht es: um den Kinderreim. 10 Leute erhalten eine mysteriöse Einladung auf eine einsame Insel. Dort werden sie mit jeweils einem von ihnen begangenen Mord konfrontiert und nach und nach stirbt jemand. Art und Weise ist dabei an den einzelnen Strophen des genannten Reimes orientiert. Oh, was für ein Spaß! Wenn man das so sagen kann … Ich liebe Filme wie „Eine Leiche zum Dessert“, „Cluedo“ oder „House on Haunted Hill“, wo die Grundsituationen immer ähnlich ist: Leute werden zu einer Zusammenkunft eingeladen, keiner weiß so richtig warum genau und dann passiert Schreckliches und niemand kann weg. Dies war definitiv einer der besten Krimis, den ich gelesen habe. Perfekt für einen gemütlichen Winter- oder Gewitterabend vorm Kamin!

Vorher hatte ich noch „Krieg der Welten“ von H.G. Wells beendet, das in neuer Übersetzung beim Mantikore-Verlag erschienen ist. Ein Klassiker, den ich nun endlich gelesen habe und der mir auch ziemlich gut gefallen hat.

Gesehenes:

Das erste Mal seit Monaten, ach was Jahren, ach was: SEIT IMMER! habe ich mich mal wieder auf etwas im Fernsehprogramm gefreut. Naja, im Online-Fernsehen. Ich bin leider nie so richtig mit den Rocket Beans warm geworden, aber ich fand ihre Pen&Paper-Abenteuer bei „Spitzestifte“ immer interessant. Aber leider konnte es mich dann doch auch nie bei der Stange halten. Ich habe immer mal wieder reingesehen und das war es wieder. Im Februar gab es dann aber eine Geschichte, die sich perfekt anhörte: „Was geschah auf Morriton Manor?“ Vier Herren bekommen eine mysteriöse Einladung zum Dinner auf dem Anwesen ihres alten Bekannten Morriton. Der ist dann aber gar nicht anzutreffen und es geschieht Schreckliches (oh! Siehe oben. Ich sagte ja, ich mag diese Art von Geschichten!). Alle Beteiligten erschaffen so geniale Charaktere bei diesem Rollenspiel und ich habe stellenweise Tränen gelacht. Dazu ist auch die Geschichte echt spannend und ausgeklügelt. Und am 24. März gab es abends dann den zweiten Teil live und nun bei YouTube. Ein richtiges Highlight. Wer sowas mag, sollte es sich unbedingt mal ansehen! Es lohnt sich total und ich hoffe, davon gibt es bald mehr.

Hier geht es zur Pre-Show, in der die Charaktere entwickelt werden und wo man schon etwas über die Geschichte erfährt, und hier kommt der erste Teil des Rollenspiels:

Was sonst noch geschah:

Es gibt ein Lebenszeichen von Walter Moers und bald mehr aus Zamonien! Er erzählt hier mehr davon. Ich freue mich! Hoffentlich klappt es dieses Mal wirklich …

Etwas für mich total Aufregendes habe ich endlich getan: Ich bin jetzt offizielles Mitglied der Geheimgesellschaft V.F.D.! Die V.F.D. kennt ihr vielleicht aus den Lemony Snicket-Büchern „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse/A Series of Unfortunate Events“. Ich wollte das gemeinsame Zeichen, ein Auge auf dem Knöchel, schon sooo lange, aber ich bin Tattoos gegenüber echt skeptisch gewesen („Werde ich das irgendwann bereuen? Was, wenn es nicht gut wird?“). Doch jetzt habe ich mir einen Ruck gegeben und mich endlich einfach getraut. Und das V.F.D.-Symbol ist für mich perfekt. Ich kann mich hier leider nicht kurz fassen, weil ich mich jetzt schon so ewig damit beschäftige, aber vielleicht interessiert das ja jemanden 😉

Warum? Erst einmal liebe ich die Bücher sehr. Die Geschichte selber ist ziemlich schlimm und schrecklich, denn drei Kinder verlieren ihre Eltern und werden dann immer wieder zu anderen Leuten gebracht, bei denen sie leben sollen. Diesen geschieht dann jedoch auch immer etwas Schlimmes, weshalb die Kinder weiterziehen müssen. Gleichzeitig ist der böse Count Olaf hinter ihnen her, der an ihr Familienvermögen will. Die ganze Geschichte ist eine Art Hommage an Gothic Literature und leicht anachronistisch angehaucht, mit zahlreichen Anspielungen auf andere Werke und Autoren (der Bankmensch, der sich um die Kinder kümmert, heißt zum Beispiel Arthur Poe, seine Schwester Eleonora, und ein Sohn heißt Edgar … usw.). Lemony Snicket, ein Künstlername von Daniel Handler, erzählt die Geschichten und schnell wird klar, dass er selber irgendwie Teil der Handlung ist oder war. Dabei spricht er die Leser immer wieder direkt an und, was viele leider total nervig finden: Er erklärt zwischendurch komplizierte Wörter. Das macht er aber immer so, dass die Kinder beim Lesen etwas lernen und die Erwachsenen schmunzeln müssen, weil er die Erklärung oft auf absurde Art an die Handlung anpasst ist.

Ich liebe es! Und es spiegelt so vieles wider, was ich an Büchern und Geschichten mag!

Die geheime Organisation, von der dieses Symbol ist – und ich versuche da jetzt nichts zu spoilern – besteht eigentlich aus Menschen, die versuchen „Feuer“ in der Welt zu „löschen“. Irgendwann spaltete sich der Geheimbund aber und seitdem gibt es auch die böse Strömung um Count Olaf, die die „Feuer legen“. Das Erkennungszeichen und Motto der V.F.D.s ist „The world is quiet here“, was mich immer sehr ansprach. Ziel ist es eben, dass die Welt ruhig bleibt. Sie treffen sich an sicheren Orten, um Informationen auszutauschen und sich geliehene Bücher wiederzugeben, wie in Buchläden, Cafès, Opiumhöhlen,… Sie kommunizieren über Codes, was ich früher als Kind auch immer getan habe und schließlich liebe ich Rätsel 😉 Ach und es gibt noch viele Gründe mehr, warum ich beim Lesen immer dazu gehören wollte.

Leider taucht der Geheimbund, beziehungsweise die erste Erwähnung, erst im fünften der dreizehn Bücher auf. Daher erfährt man davon nicht wirklich was im 2004er Film, der Buch eins bis drei abdeckt. Die Netflix-Serie macht da schon in den ersten Folgen deutliche Anspielungen und ich freue mich sehr auf Staffel 2, in der es dann hoffentlich noch mehr um die V.F.D. gehen wird.

Und warum dieses Symbol und kein richtiges Auge? Eigentlich ist immer die Rede von einem Auge, das die Mitglieder der V.F.D. auf dem Knöchel auf der linken Innenseite haben. Nach ein paar Büchern erfahren wir dann, dass dieses Auge aus den Buchstaben V, F und D besteht. Der Illustrator der Bücher, Brett Helquist, zeichnet auch zunächst ein „normales“ Auge. Im Film und der Netflix-Serie ist es auch ein Auge geworden. In der Unautorisierten Autobiografie von Lemony Snicket sieht das Symbol aber wie mein Tattoo aus, denn an dem habe ich mich orientiert. Ich habe mich dafür entschieden, weil es das einzige ist, das direkt vom Autor kommt und keine Interpretation ist. Dies steht für mich am meisten für die Bücher. Und ehrlich gesagt: Ein Auge auf dem Fuß fand ich irgendwie etwas creepy 😉

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2 Comments

  1. Das Agatha Christie Buch habe ich mir eben bestellt. Christie habe ich früher schon einmal gelesen und geschaut. Und muss sagen, die von dir beschriebene Story klingt sehr interessant.

    Ich hatte schon einmal einen Film gesehen, der diesem Schema entsprach. (Gruppe Jung-Erwachsener traf sich in einem Haus. Leiche tauchte auf. Keiner konnte weg. Der Mörder musste unter den Anwesenden sein.) Leider habe ich vergessen, wie die Film hieß. Damals gefiel mir der Film.

    Beste Grüße
    Futzipelz

    P.S.: Tolles Tattoo!

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