Spiele
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Die Spielemesse 2017

Das ganze Jahr fieberten wir erneut auf dieses eine Wochenende hin und nun, wusch, ist es schon wieder viel zu schnell vorbei: Das Wochenende mit der Spielemesse in Essen. Aber schön war es wieder. In diesem Jahr war die SPIEL übrigens eine ganz Besondere für mich …

Letztes Jahr am Freitag standen wir in Essen an der U-Bahn Richtung Messehalle, als ich mich eine Hiobsbotschaft aus dem heimischen Büro erreichte. Ich hatte mir extra für das tollste Wochenende im Jahr den Freitag frei genommen, um es voll genießen zu können und zack, alles im Eimer. Gekündigt hatte ich zu der Zeit schon (und zählte die Tage bis zum Ende), trotzdem war eine doofe Nachricht mit einem unangenehmen Termin für den kommenden Montag genau das, was ich an so einem Wochenende nicht haben wollte. Also lief ich über die SPIEL und träumte davon, wie schön es sein muss, beruflich mit Brettspielen zu tun zu haben. Für mich war die Spieler-Welt so entspannt und ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass Menschen, die ihr Geld mit Brettspielen verdienen, nicht voll okay sein konnten. Hier zu arbeiten, das war echt ein Traum.

In diesem Jahr war ich nun tatsächlich halb beruflich – nämlich mit dem „Würfel & Zucker“ – auf der SPIEL und hatte immer wieder kurze „Kneif mich mal!“-Momente. Leider war meine gesamte Zeit auf der Messe ziemlich kurz und ich konnte nur bei wenigen Terminen mit Verlagen dabei sein, aber ich habe so oft an das letzte Jahr zurückgedacht und bin ziemlich zufrieden damit, wo mich dieses Leben in so kurzer Zeit hingeführt hat.

Nun aber zur Messe!
Oder: Nun zu meinen Einkäufen. Von allem anderen habe ich auch leider viel zu wenig (keine) Fotos gemacht. Es war einfach zu aufregend. Freitagmittag ging es für Herrn Cookie und mich los und es wurden erst mal unsere Must-Haves eingesammelt. Für mich war das „MS Batory“ von dem polnischen Verlag Granna. Das Spielbrett besteht aus einem 3D-Schiff, hier in den Räumen laufen die verschiedenen Charaktere herum und alles ist eine Art aufgepimptes „Cluedo“. Das haben wir Zuhause direkt gespielt und ich bin sehr erleichtert, dass ich diesen Impulskauf – weil schön – nicht bereue. Ganz im Gegenteil, ich freue mich schon auf die nächsten Runden, vielleicht ja im „Würfel & Zucker“ 😉

Abholen musste ich noch „Kitchen Rush“. Das Spiel hatte ich auf Kickstarter unterstützt und es gab die tolle Aktion Versand zu sparen, indem man es auf der Messe abholt. Wir hatten Ende 2016 eine leichte Obsession für das PC-Spiel „Overcooked“ entwickelt, wo man gleichzeitig an verschiedenen Stationen in der Küche Essen für Gäste vorbereitet. Es war so super chaotisch und spaßig – „Kitchen Rush“ verspricht so ähnlich zu sein, nur als Brettspiel. Ich bin so gespannt.

Dann habe ich noch die Erweiterung zu einem Spiel gekauft, das ich total gerne mag, nämlich zu „Dream Home“ beziehungsweise „Mein Traumhaus“. Ich hoffe die Erweiterung bringt noch mal ein bisschen mehr Herausforderung ins Spiel. Außerdem habe ich noch das 2-Spieler-Spiel „InBetween“ gekauft, weil ich das Thema super finde: Mit einem Hauch von „Stranger Things“ spielt hier Gut gegen Böse. Beim Stand wo ich „Kitchen Rush“ abgeholt habe, gab es noch „13 Ghosts“, das ist ein kleines Mini-Spiel, das entzückend illustriert ist und die Spieler müssen herausfinden, welches Gespenst sich bei den jeweils anderen versteckt. Ein süßes 5-Minuten-Spiel, das – sagte ich es schon? – wirklich ENTZÜCKEND illustriert ist. Und da sind wir dann auch beim letzten Spiel vom Freitag: „Unreal Estates“. Das konnten wir am Stand spielen und ich habe mich so in die Karten verliebt, dass ich es wie zuvor befürchtet auch kaufen wollte. Es ist ein Set-Collection-Spiel mit süßen Arten von Häusern, fantasymäßig angehaucht. Und am Stand gab es halt auch die Mini-Erweiterung mit Gothic-Häusern dazu. Deshalb bin ich dann auch schwach geworden.

Am Samstag ging es vormittags los und ich wollte mir endlich mal Zeit für Halle 6 nehmen, wo ich einige Bücherstände wie den vom Mantikore-Verlag besuchen wollte. Hier habe ich erst mal meinen Kollegen mit dem Spielbuch „Reiter der schwarzen Sonne“ angefixt, das der Autor ihm dann auch direkt signiert hat und ich konnte ein bisschen fangirlen. Ich habe „Die Heimsuchung von Grayson Manor“  von Cheryl Bradshaw mitgenommen. Ich mag halt den Verlag so und konnte nicht anders, als etwas zu kaufen.

Spontan verliebte ich mich später noch, obwohl ich es vermeiden wollte, in „Panic Mansion“. Jeder bekommt hier ein „Haus“ mit acht Zimmern und dann gewinnt, wer als erstes die geforderten Bewohner (wie Spinne, Gespenst, Schlange und Co.) in das richtige Zimmer bugsiert hat. Ein super simples aber spaßiges Spiel, was ich vor allem für Familienzusammenkünfte mitgenommen habe. Und da wir „Unlock“ und die drei neuen „EXIT“-Spiele so günstig entdeckten, sind die dann auch noch mitgekommen, denn die müssen bald so oder so her (Hashtag: Escapejunkies).

Am Samstag gab es dann noch nette Termine und Gespräche bei einigen Verlagen und es war so schön so viele Spielemenschen wiederzutreffen. Auch wenn ich das Gefühl habe, total viele verpasst zu haben, alleine schon, weil wir so wenig Zeit hatten. Und leider waren wir in diesem Jahr in einem Hotel ohne Spielezimmer oder -lobby, was wir in den letzten Jahren so total genossen hatten. Dafür hatten wir Glück und wurden mit unserem Zimmer upgegradet, und konnten dann auch abends noch ein bisschen in unserer Sofaecke spielen.

Es war einfach wieder großartig und toll und ich hätte gerne noch drölf Tage mehr gehabt (mein Energielevel und mein Konto sagen: Nein). Ich freue mich schon jetzt sehr auf 2018!

 

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  1. Pingback: #Konsumauszeit 2017 | growing up is for losers

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