Tagebuch
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[2017] Das letzte Jahr

Hui! Krasses Jahr, dieses 2017! Heute vor einem Jahr war ich noch im freien Fall: Nach einem Burn-Out mit fiesen Depressionen hatte ich Ende 2016 meinen Job gekündigt, der maßgeblich an meinem Gesundheitszustand schuld war und wusste nicht so richtig, was als nächstes auf mich zu kommt. Ich hatte nur inzwischen gelernt: Irgendwie geht es immer weiter und nach dem Regen kommt Sonne und so. Ihr wisst schon. Heute schreibe ich die ersten Zeilen meines Jahresrückblicks am Esstisch meiner just bezogenen neuen Wohnung in Hamburg und es hat sich im letzten Jahr so viel verändert. Also blicke ich mal wieder zurück:

Ende März 2017 war mein letzter Arbeitstag und danach musste ich mir erst einmal Zeit nehmen zum Durchatmen. Ich musste den Kopf freikriegen und mich vor allem mal sortieren: Was will ich eigentlich machen? Also war klar: Ich muss erst mal raus, ich will nach Edinburgh fliegen! Ich hatte mich 2010 in die Stadt verliebt, aber seitdem einfach nie so richtig die Energie gehabt, die für mich schönste Stadt der Welt noch einmal zu besuchen. Also hab ich einen Flug gebucht, meine Koffer gepackt, und bin einfach alleine los. Dort habe die wundervollen Menschen Elsa und Katrin besucht und habe jeden fucking Moment so mega genossen, dass ich manchmal einfach da saß und Tränen in den Augen hatte. Mein absolutes Highlight 2017!

Außerdem habe ich es das erste Mal aufs Wave-Gotik-Treffen geschafft. Das war auch so eine Sache, für die ich nie so richtig die Motivation hatte, weil ich jeden freien Tag im alten Job für mich gebraucht habe und daher jeden wertvollen Feiertag einfach nur Zuhause verbringen wollte. In diesem Jahr hab ich es dann endlich geschafft und es war so toll. So viele Lieblingsmenschen, die in Deutschland verstreut wohnen, habe ich dort wiedergetroffen, großartige Konzerte erlebt und die Zeit einfach nur genossen. 2018 bitte gerne wieder!

Nach diversen Vorstellungsgesprächen und dem üblichen Bewerbungsmarathon tat sich dann im Sommer eine Tür auf, die relativ spontan erschien und mir wurde ein großartiger Job in Hamburg angeboten. Also bin ich Ende Juli über meinen Schatten gesprungen, habe wieder meine Koffer gepackt und bin dort erst einmal in eine WG gezogen, um meinen neuen Job in Hamburg anfangen zu können. Und um ein bisschen das Gefühl zu haben: Wenn ich das hier alles nicht packe, geh ich einfach wieder zurück in die Heimat. Ich habe mich aber sofort in alles verliebt, daher war ziemlich schnell klar: Hier will ich bleiben! Und dann habe ich mich zum Ende Jahres auf die Suche nach meinen eigenen vier Wänden gemacht, was auch total perfekt geklappt hat. Es ist alles immer noch etwas zu aufregend für meinen Geschmack, aber auch alles sehr, sehr toll.

Es gab ein paar Konzerte: Ghost und Marilyn Manson in Hamburg, und den ersten Besuch beim Vollplaybacktheater (das großartiger war, als ich dachte! Geht da unbedingt hin, wenn ihr die Chance dazu habt!). Ich habe mir in der letzten Woche im alten Job endlich mein erstes Tattoo stechen lassen, was ich mich vorher einfach nie getraut habe: Das VFD-Zeichen der Lemony Snicket Bücher ❤

Gelesenes

Top Buch
Ich stutze gerade etwas, beim Durchsehen meiner Leseliste: Ich glaube, ich hatte kein Top-Buch in diesem Jahr. Also mir fällt nicht so wie sonst mindestens eins auf, das mich total umgehauen hat. Richtig, richtig gut war aber „Und dann gab‘s keines mehr“ von Agatha Christie. Es hatte die besten Voraussetzungen: Eine mysteriöse Einladung verschiedener Menschen auf eine abgelegene Insel und dann passiert ebenso Mysteriöses, nämlich mehr als ein Mord. Gib mir diese Art von Plot (wie bei „Clue“, „Eine Leiche zum Dessert“, „House on Haunted Hill“…) und ich bin glücklich. Daher war dieser Krimi ein totales Highlight und hat Lust auf mehr von Agatha Christie gemacht.

Richtig gut fand ich auch „Die Brautprinzessin“ von William Goldmann, weil es einfach so herrlich schräg ist und mit all der Lobhudelei wirklich mithalten konnte. Und von der Mutter von Herrn Cookie hatte ich zwei ihrer Lieblingsbücher bekommen: „Der Totenleser“ und „Dem Tod auf der Spur“ von Michael Tsokos, die ich beide gar nicht wieder aus der Hand legen konnte. Notiz an mich: 2018 will ich unbedingt auch wieder mehr von Mark Benecke lesen.

Buch-Flop
Dafür gab es in diesem Jahr auch keinen richtigen Flop. Nur ganz okay war die Kurzgeschichtensammlung „Nosferatu und andere Vampirgeschichten“ von Manfred Kluge, in der keine für mich so richtig herausstach.

Meine komplette Leseliste findet ihr übrigens hier auf Goodreads: In diesem Jahr habe ich mal wieder meine Lesechallenge von 30 Büchern geschafft!

Gesehenes

Top Film
Ich glaube noch nicht so richtig, was ich hier jetzt schreiben werde, aber, ähem: „Spider-Man Homecoming“! Ja. Ich bin normalerweise nicht so für Superhelden-Filme, und habe mir diesen mal wieder nur wegen diverser Schauspieler im Kino angesehen (Martin Starr und Michael Keaton) und dann hat der echt so unfassbar viel Spaß gemacht! Vielleicht weil er eben kein typischer Superhero-Film ist, sonder mehr  so eine Highschool-Geschichte? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass der mir als erstes einfällt, wenn ich an meine liebsten Filme aus dem letzten Jahr denke.

Und kein Film aus dem Jahr 2017, aber ich habe ihn in diesem Jahr endlich gesehen und mich etwas verliebt: „Crimson Peak“. Ein Film, den viele voll doof finden, aber ich nicht. Die Bilder, die (ja gut, seichte) Story: Hach, hach!

Top war in diesem Jahr ohnehin der #Horrorctober, den ich endlich komplett geschafft habe und der mich zu einigen spannenden Filmen gebracht hat (wie – genau – „Crimson Peak“ ;))

Film Flop
Gab es gar nicht. Am ehesten könnte ich hier die „Nosferatu“-Version mit Klaus Kinski nennen. Ich bin Nosferatu-Fangirl, aber dies hier hat mich nachhaltig verstört (die Bluttrink-Szene gegen Ende, ne? Wäh!)

Und OMG, die Neuverfilmung von „House on Haunted Hill“ war auch ganz, ganz, ganz schlimm!!

Top Serie
Mein erster Gedanke: „SILICON VALLEY“! Ist aber ja gar nicht aus diesem Jahr. Aber in diesem Sommer lief die vierte Staffel und die fand ich so großartig, dass „Silicon Valley“ seitdem immer wieder in Dauerschleife läuft. Ich liebe diese Serie so sehr und finde, dass sie mit jeder Staffel eher besser wird und das haben noch nicht viele Serien für mich geschafft. Hier ist jede Story witzig und genial und so ziemlich alle Charaktere haben sich zu Lieblingen entwickelt.

Und dann war da noch „Freaks and Geeks“ – auch keine aktuelle Serie, aber die habe ich auch direkt wieder von vorne angefangen, nachdem ich durch war (das Ende war so schlimm, weil schon klar war, dass es keine zweite Staffel gibt und hach, hach, es hat mir alles so das Herz gebrochen).

Außerdem habe ich mit „Life in Pieces“ angefangen und das trifft bei mir genau ins Schwarze. So viele tolle Schauspielerinnen und Schauspieler und witzige Geschichten.

Und dann war da noch die neue BBC-Serie „Quacks“, in der es im viktorianischen London um ein paar Ärzte geht. Satirisch und super komisch. Ich freue mich auf neue Staffeln!

Serien-Flop
Viele Tops, dafür gibt es eigentlich keine Flop-Serie.

Spiele

Top-Spiel
Ich habe endlich eine Ausgabe von „Arkham Horror. Das Kartenspiel“ ergattert und es ist zum Glück so toll, wie erhofft. Zu Weihnachten gab es dann noch von meiner Familie einen tollen Koffer für die nächsten drölfhundert Erweiterungen.

 

Spiel-Flop
Ich kann den Hype im „Terraforming Mars“ einfach nicht nachvollziehen. Ich hätte es mir sogar mal fast blind gekauft, weil alle (!) so schwärmen, aber ich war dann doch komplett unterwältigt. Ist vielleicht einfach nicht mein Thema …

Podcast

Ich habe in diesem Jahr mal wieder viele tolle Podcasts für mich entdeckt. Nachdem ich „True Crime Germany“ schon länger auf meiner „SOFORT ANHÖREN WENN ES WAS NEUES GIBT!!“-Liste habe, ist in diesem Jahr noch „The Face of Death“ dazukommen. In beiden geht es um echte Kriminalfälle. Ganz neu hinzu kam „Ende mit Schrecken“, wo es um Urban Legends und Creepypastas geht. Um alles, was gruselig ist, also.

Wir machen es uns nun gemütlich und warten darauf, dass 2017 beendet ist. Mal sehen, was 2018 so bringt. Ich bin echt gespannt, aber es darf gerne wieder weniger aufregend werden.

Habt einen tollen Jahreswechsel und einen guten Start in ein hoffentlich schönes und gesundes Jahr 2018!

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2 Comments

  1. spamdora says

    dieses … wir müssen uns mal auf nen Kaffee / Tee treffen … muss in 2018 irgendwie doch mal machbar sein … oder?!

    Liked by 1 person

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