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Me, myself and I

[2016] Das letzte Jahr

Was für ein Jahr. Vermutlich wurde selten eins so kollektiv gehasst wie dieses. Aber was soll man auch von einem Jahr erwarten, das mit dem Tod von David Bowie beginnt und während man noch fassungslos nach seinen LPs im Schrank greift, schiebt es schon den Tod von Alan Rickman hinterher und dann ging es ja eigentlich nur so weiter. Und dann waren da noch all diese politischen „WTF?!“-Momente, in denen man noch mehr als sonst an der Menschheit gezweifelt hat. Spontan denke ich da an den Brexit, mit dem – seien wir mal ehrlich – wirklich niemand gerechnet hat. Selbst den Befürwortern stand am Tag nach der Entscheidung ein „Öhm. Und was machen wir jetzt?!“ ins Gesicht geschrieben. War doch alles gar nicht so gemeint. Und dann war da noch die Wahl in den USA, bei der man auch dachte, dass dieser tatsächliche Ausgang einfach unmöglich ist. Unmöglich! Ja, so ein Jahr war das. Eins voller WAS ZUR HÖLLE PASSIERT HIER EIGENTLICH?! Und ich bin gespannt, wie 2017 weitergeht. Vermutlich genauso. Denn ja natürlich, diese …

#Konsumauszeit: Kurz-vor-Schluss-Gedanken

Der Anfang lief wirklich gut. Verlockend sind immer meine Mittagspausen, denn weil ich in der Innenstadt arbeite, vertrödel ich täglich mindestens 30 Minuten in Läden und Shoppingcentern. Da sieht man doch schnell mal dieses und jenes, was man doch ganz gut gebrauchen könnte. Ich gucke zwar gerne, aber gekauft habe ich nichts. Das Schöne war auch in diesem Jahr der Konsumauszeit wieder, dass mich sämtliche „Super-Sonder-Schnäppchen-Angebots“-Tische kalt gelassen haben. Da ich es viel zu riskant fand, dass ich dort etwas finde, was ich haben möchte, habe ich erst gar nicht geguckt. Ähnlich so bei den Angeboten bei Steam. Doch dann kam meine Urlaubswoche. Es ist inzwischen ein wenig Tradition, dass ich im Urlaub an einem Tag mit meiner Mutter zu IKEA fahre, wir uns unseren kostenlosen Kaffee abholen und bummeln gehen. Ein wenig Kleinkram, aber wenigstens welcher, den ich wirklich haben wollte, wie Kerzen für meine Weihnachtsdeko, sind natürlich mit nach Hause gekommen. Erster Fail. Dann brauche ich schon seit Wochen eine neue Jeans, weil meine alten irgendwie immer weiter werden und ich mich in …

Konsumauszeit und Life in a Week – No. 8/16

#Konsumauszeit Das erste Drittel des Novembers ist rum, also ist Zeit für einen kleinen Konsumauszeit-Zwischenstand. Ja, ich bin bisher echt standhaft geblieben und habe nichts außer Lebensmittel und Haushaltsdinge gekauft, die leer waren. Relativ unspektakulär, aber mehr als „es läuft gut!“, kann ich gar nicht wirklich berichten. Und auch Social-Media-Pausen nehme ich mir bewusst, und ich habe immer öfter die App Forest laufen, die mich davon abhält, ständig aufs Handy zu sehen. Die Frage aller Fragen: Macht es mich glücklich? In zwei Wochen habe ich Urlaub und ich freue mich schon total darauf, endlich Zeit zu haben, um weiter auszumisten. Im Sommer hatte ich schon einmal so eine Phase, wo ich von Zimmer zu Zimmer bin und tagelang aufgeräumt und weggeworfen habe. Dabei gelesen habe ich „Magic Cleaning“ von Mari Kondo. Sie gibt einige interessante Sortier- und Aufräumtipps, vieles war aber auch dabei, was mich so gar nicht ansprach. Den entscheidenden Tritt in den Hintern gab es aber dadurch trotzdem und das war super. Die große Quintessenz ihrer Methode, die ich inzwischen total verinnerlicht habe, …

#Konsumauszeit 2016 – Erste Überlegungen

Apfelmädchen und sadfsh rufen auch in diesem Jahr wieder zur #Konsumauszeit auf und für mich war ziemlich schnell klar, dass ich wieder mitmachen möchte. Worum geht es? Kurz gesagt: Es geht darum, im November darauf zu verzichten, Kram zu kaufen, den man eigentlich gar nicht braucht. Länger gesagt, das sind die Regeln: 30 Tage lang nichts (Neues) kaufen ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist) Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht) Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht! Nach meinem geliebten Halloween-Monat Oktober, in dem zum einen viel Wohnungsdeko angeschafft wurde, because: Halloween, fand auch noch die Spielemesse statt, in der natürlich auch mein Spieleregal einiges an Zuwachs bekommen hat. Jetzt mal wieder auf die Bremse zu treten, ist etwas, dass ich ohnehin getan hätte – im Rahmen der Konsumauszeit jedoch noch einmal mehr drauf zu achten, finde ich umso besser. Im letzten Jahr bedeutete die Konsumauszeit für mich nicht nur weniger zu kaufen, sondern es gab auch eine Social Media-Pause. Ich …

Gothic Friday – September: das Internet

Nach einer kleinen Sommerpause geht es nun mit dem „Gothic Friday“ weiter. Im September heißt das Thema „Im Schatten des Netzes“ und es geht – na klar – ums Internet und unsere digitalen Welten. Zuerst hatte ich mich bei dem Thema total gefreut, hey, ich liebe das Internet! Und dann habe ich angefangen zu schreiben und merkte, dass es mir doch total schwer fällt. Vielleicht gerade weil das Internet ein fester Bestandteil meines Alltags ist. Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen können und so. Aber ich versuche es trotzdem mal: Internet & Schwarzsein– Inwiefern lassen sich für euch Internet und euer Schwarzsein vereinbaren? Ist das Internet bezogen auf Letzteres eine Bereicherung? Wenn ja, in welchen Bereichen? Zeigt sie uns! Seht ihr irgendwo Probleme und wenn ja, welche? Definitiv eine Bereicherung! „Früher“ war es das schon, um auch jenseits der Clubs Leute mit ähnlichen Interessen kennenzulernen. Heute ist es das noch mehr, einfach weil ich gar nicht mehr in Szene-Clubs gehe und daher eigentlich sonst nirgends mehr mit der Szene in Berührung komme, außer über …

Gothic Friday – Juli: Rückzugsorte

Im letzten Monat Juni ging es beim Gothic Friday um ein Thema, zu dem ich nicht wirklich was schreiben konnte, daher nahm ich auch nicht teil: Es ging ums Wave-Gotik-Treffen. Ja, ehrlich, ich war noch nie auf dem WGT. Im Jahr 2003 hätte es fast geklappt – leider musste ich dann kurzfristig mein Ticket (es war so hübsch!! Buhuuuu!) verkaufen. Danach sollte es irgendwie nie wieder passen. ABER ein Hotelzimmer für 2017 ist schon mal vorsorglich reserviert (DANKE Sintaura!) und ich wage einen neuen Versuch. Nun aber zum eigentlichen Thema: Dem Gothic Friday im Juli. Dieses Mal ist es ein Thema, über das ich mich sehr gefreut habe. Es geht nämlich um „Rückzugsorte, Lieblingsorte und Sehnsuchtsziele“. Als wäre das nicht eh mein Lieblingsthema! Über meine fiktiven Lieblingsorte schrieb ich ja auch schon mal ein bisschen was. Aber nun gucke ich mal im „Real Life“: Wo kann ich Energie tanken, den Alltag Alltag sein lassen und wo würde ich gerne (wieder) hinreisen? Als erstes, wenn ich an meinen Wohlfühlort denke, fällt mir natürlich mein Zuhause ein. …

[#12von12] Juli 2016

Am 12. des Monats heißt es auf Instagram und Co.: Dokumentiere deinen Tag mit 12 Fotos. Zu finden sind die Bilder der Teilnehmenden unter dem Hashtag #12von12 und auch ich versuche immer mal wieder mitzumachen. Das war mein 12. Juli 2016:

Gothic Friday – Mai: Schwarz wie Ebenholz …

In diesem Monat geht es beim Gothic Friday ums Aussehen. Wie hat sich das Aussehen im Laufe der Jahre verändert, was ist mein Stil, was sind meine Vorbilder? Ich bin ja inzwischen mehr so „Gruftmädchen in Disguise“. Ich liebe, liebe, liebe die Optik der schwarzen Szene, trage selber meistens mindestens dunkle Klamotten, aber die Zeit, wo ich mit zerrissenen Strumpfhosen und schwarzen, toupierten Haaren herumgelaufen bin, liegt leider hinter mir. Schade eigentlich, weil ich diesen Stil noch immer liebe und strahlende Augen bekomme, wenn ich zurechtgemachte „Grufties“ sehe. Hier kommt trotzdem mal ein Rückblick und ich habe mich auch wieder auf die Suche nach Fotos gemacht, aber leider existiert da gar nicht so viel. Erst recht nicht von Cluboutfits – ja, die Zeit vor den Smartphone-Kameras! Schade eigentlich. Wie hat sich euer Stil über die Jahre verändert? Nietengürtel und -halsbänder, zerrissene Strumpfhosen, auch gerne für die Arme umfunktioniert, überhaupt habe ich so mit 15/16/17 Jahren am liebsten alles getragen, was ich mit der Schere zurecht geschnitten hatte. Und Buttons! Überall Buttons! Ansonsten war mein Kleidungsstil eher …

Gothic Friday – April: SchwarzArbeit

Im Monat April geht es beim Gothic Friday ums Berufliche: Gibt es Berufe, die von Anhängern der Gothic-Szene besonders häufig ergriffen werden? Mehr Infos dazu gibt es wie immer hier. Ich arbeite im weitesten Sinne in der Kommunikationsbranche. Zurzeit bin ich Pressesprecherin und Online-Redakteurin. Ob das typische Berufe in der Szene sind? Also ich kenne jedenfalls keinen Grufti unter den Kolleginnen und Kollegen 😉 Wobei das in Richtung (Online-)Redaktion sicher schon anders aussieht. In meinem Volontariat habe ich auch in journalistischen Außenstellen gearbeitet, wo man schon individueller unterwegs sein kann, da man ohnehin nur hinter der Kamera beziehungsweise hinter dem Mikro steht. Für den klassischen Pressesprecher-Job vertritt man aber ja in der Regel ein Unternehmen, daher versucht man sich doch eher zurückzunehmen. Und gerade da ich bei einer Kommune arbeite, beschränkt es sich bei mir bei der Arbeit dann doch auf dunkle Kleidung. Wenn ich weiß, dass ich den Tag hinter dem Schreibtisch verbringen werde, werfe ich auch schon mal Klamotten über, die mir etwas lieber sind als der Blazer, aber leider weiß man morgens bei …

Gothic Friday – März: Wie klingt deine musikalische Szene?

Dieses Mal dreht sich beim Gothic Friday alles um die Musik. Also durchforstete ich meine CD-, Platten- und MP3-Sammlung und habe zurückgeblickt. Dabei will ich hier gar nicht ausführlich Bands listen, die ich mag oder mal mochte oder nicht mag, sondern ich versuche zu schauen, wie ich eigentlich zu der Musik gefunden habe, die ich noch heute höre: Teil 1 – Die Vergangenheit Ich fange mal im Jahr 1999 an, als ich circa 14 Jahre alt war und eine Freundin und ich den Punkrock für uns entdeckten. Sex Pistols, Minor Threat, Nina Hagen oder Terrorgruppe waren auf einmal sehr spannend und ich konnte nicht genug davon bekommen. Irgendwie und irgendwann kam dann Marilyn Manson dazu und alles an ihm und seiner Musik faszinierte mich. So tastete ich mich immer mehr in die düstere Richtung des Rock/Punkrock vor. Diese Freundin mit gleichem Musikgeschmack hatte mir dann zu der Zeit „The Downward Spiral“ von Nine Inch Nails geliehen. Ich weiß gar nicht mehr warum. Ich fand die CD irgendwie verstörend, weil sie mit Schüssen begann und ich hatte …