All posts tagged: Introvertiert

Life in a Week – No. 6/16

Gesehenes: Im Kino in Berlin haben wir „The Witch“ gesehen. Ein Horrorfilm, der im 17. Jahrhundert in Neuengland spielt und auf einer Volkssage beruht – zusammengebastelt aus alten Gerichtsurteilen und anderen schriftlichen Überlieferungen. Es geht um eine puritanische Familie, die in einem Häuschen in der Nähe eines Waldes lebt, in dem man schon ziemlich bald eine Hexe vermutet. Man darf hier aber keinen klassischen Horrorfilm erwarten. Es ist ein ruhiger, dunkler Film, auf den man sich komplett einlassen muss – ich war daher sehr froh, dass wir ihn im Kino gesehen hatten, zuhause hätte ich sicher schnell mal das Handy zur Hand genommen, aber das wäre dem Film in seiner Wirkung nicht gerecht geworden. Im Englischen ist der Film außerdem noch eine kleine Herausforderung, weil die Sprache nicht „modernisiert“ wurde. Wer Psycho-Gruselfilme mag und eventuell sogar ein Faible für alte Hexensagen mitbringt, der sollte sich diesen hier mal ansehen. Sehr spannend (nur für die, die den Film schon gesehen haben, da mega Spoiler): The Witch – Explained. Und dann war da noch dieser Film, von dem …

Life in a Week – No. 2/16

Das ist hier eher ein Monatsrückblick als ein Wochenrückblick. Ehem. Wie ich schon berichtet habe, hat sich Anfang des Jahres ein bisschen was bei mir geändert und daher muss ich mich immer noch etwas eingrooven mit dem neuen Job, dem neuen Level des Erwachsenenlebens, fordernden Projekten … aber das wird schon noch. Und dann wird das mit den regelmäßigen Wochenrückblicken auch bald wieder besser. Aber nun hole ich erst mal etwas aus: Gesehenes: Viel zu viel. Da ich abends meistens viel zu kaputt zum Lesen war, habe ich mich oft von Netflix und dem DVD-Player berieseln lassen. Eine Auswahl: Sehr beeindruckt war ich von „Ex Machina“ (2015): Programmierer Caleb gewinnt ein Treffen mit dem exzentrischen Chef der Suchmaschinen-Firma, für die er arbeitet. Caleb wird in sein Anwesen eingeflogen, das mitten in der Natur irgendwo im Nirgendwo liegt. Dann erfährt Caleb, dass sein Chef Experimente zur künstlichen Intelligenz durchführt und Caleb ihn dabei unterstützen soll. Er lernt Androidin Ava kennen und erfährt, dass anscheinend nicht alles so ist, wie es aussieht … ein wirklich toller Science-Fiction-Film, …

[Bücher] In 80 Welten durch den Tag

Denkst du an Urlaub, dann denkst du an Mittelerde? Wenn man dich sucht, findet man dich meistens irgendwo zwischen Bücherstapeln? In deiner Freizeit baust du den Todesstern aus Zahnstochern nach? Und jeden Cent sparst du für einen noch weit in der Zukunft liegenden Besuch auf der San Diego Comic Con? Dann könnte dieses Buch genau die richtige Lektüre für dich sein. Andrea Bottlinger und Christian Humberg laden in „In 80 Welten durch den Tag. Warum Geeks einfach mehr (vom) Leben haben“ zu einer Reise durch die Welt der Geeks ein. Ob beim Urlaub auf der Enterprise, beim Ausflug in einem unheimlichen Tempel, beim Helden-Crashkurs oder einfach beim Besuch im Comicladen nebenan – was gibt es zu beachten und warum sollten wir das auf keinen Fall verpassen? Ein Reiseführer zu allem, was uns Fangirls und -boys wichtig ist. Hier werden die Macken der Geeks schonungslos porträtiert – ein großer Spaß! Und man merkt auch, dass die Autoren beim Schreiben genau das hatten. Es sind kurze Kapitel von „Wie halte ich meine Superheldenidentität geheim?“ über Tumblr- und …

[Projekt V] So ganz komplett jetzt!(?)

Folgende Situation am Tisch (ein Mash-Up meiner Erlebnisse – keine Übertreibung – die ich mal auf einen Nenner gebracht habe): X: „Cookie, ein Stück Fleisch?“ Cookie: „Nein, danke.“ X: „Warum? Isst du kein Fleisch?“ Cookie: „Jop, esse kein Fleisch.“ Y: „So richtig konsequent? Ich könnte das ja nicht. Wobei ich hauptsächlich nur Bio-Fleisch esse.“ Z: „Geht mir auch so. Ich esse auch nur ganz selten Fleisch. Ist eigentlich schlimm, was da in der Massentierhaltung passiert.“ Y: „Absolut! Darum achte ich darauf, wo mein Fleisch herkommt … o ja, ich nehme noch ein Stück, danke.“ X: „Wir können ja auch nicht alle von heute auf morgen aufhören, Fleisch zu essen. Dann würde die ganze Wirtschaft kollabieren. Und was ich ja gar nicht verstehe, sind die Veganer. Das ist mir echt eine Nummer zu krass.“ Z: „Und nicht gesund! Da musst du so viel Nahrungsergänzungszeug nehmen. Das ist krank.“ Y: „…und außerdem gibt es die Tiere ja letztlich nur noch, weil wir sie züchten. Nutztiere wie Kühe und Schweine würde es gar nicht mehr geben, wenn wir …

Life in a Week – No. 2/14

Gelesenes: Gestern und heute habe ich es mir mit „The Introvert Advantage“ von Marti Olsen Laney gemütlich gemacht. Das gibt es zurzeit als E-Book für den Kindle für nur 1,73 Euro und stand schon lange auf meiner Wunschliste. Von dem Thema kann ich einfach nicht genug bekommen. Gesehenes: Ich habe die neuen Folgen „Girls“ nachgeholt und liebe die Serie immer mehr. Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber ich mag Lena Dunham und ihre Art Geschichten zu erzählen einfach sehr. Für Ende 2014 ist ja auch ein Buch von ihr angekündigt, darauf freue ich mich schon total, das muss ich mir unbedingt kaufen. Irgendwie stellt sich mittlerweile auch immer so ein Wohlfühl-Gefühl ein, wenn ich die Serie sehe, daher kann ich gerade kaum genug bekommen. Und heute ist mir erst bewusst geworden, dass ja auch ein Pappaufsteller von Andy Kaufman eine kleine Rolle hatte – den ich aber beim Sehen der zweiten Staffel gar nicht so bewusst wahrgenommen hatte. Ha!

Life in a Week – No. 14

Gesehenes: Bin noch immer ein wenig im Bobcat-Goldthwait-Fieber. „God Bless America“ habe ich mittlerweile zum zweiten Mal gesehen, „Willow Creek“ und „World’s Greatest Dad“ durfte ich ja, wie berichtet, auf dem Filmfest Oldenburg genießen. Gestern habe ich mir dann mal „Sleeping Dogs Lie“ aus dem Jahr 2006, den er ebenfalls geschrieben hat, angesehen. In dem Film geht es hauptsächlich darum, wie offen man mit seinen Geheimnissen umgehen sollte … ich liebe jedenfalls seine gewöhnungsbedüftigen Geschichten so sehr. Dieser hier ist ebenfalls garantiert nicht jedermanns Sache, wer eine dehnbare Schmerzgrenze hat, könnte auch an diesem seinen Spaß haben. Und was an seinen Filmen so toll ist: die Filmmusik! Ich hätte gerne zu jedem Film den Soundtrack, weil ich bei jedem Song in jedem Film nur freudig applaudieren könnte. Apropos Bobcat: Die Police-Academy-Collection ist da und letztes Wochenende habe ich mir schon die ersten drei Filme genehmigt. Kindheitsfeeling galore ♥

Intros & Extros – Eine Geschichte voller Missverständnisse

In letzter Zeit beschäftige ich mich sehr viel mit dem Thema Introversion. Ich bin selber eine ziemlich typische Introvertierte und entdecke immer mehr Bücher und Blogs zu dem Thema, die ich einfach super spannend finde. Dadurch wird mir auch immer mehr bewusst, wie schwer es für Extrovertierte ist die Intros zu verstehen und andersrum. Wobei es sicherlich immer schwerer für die Ruhigen ist. Jeder von „uns“ kennt das Bekannte „Sei doch nicht so ernst“, „geh doch mal mehr aus dir heraus“, „sag du doch auch mal was!“ und so weiter. Die Lauteren können nur schwer verstehen, dass man einfach so ist und dass das nichts mit Schüchternheit zu tun hat. Und dass man das nicht ändern kann. Ich hingegen habe noch nie erlebt, dass zu einem extremen Extrovertierten gesagt wurde „nun sei doch mal stiller“. Das liegt auch daran, dass ein extrovertiertes, lautes, selbstdarstellerisches Verhalten das ist, was in der westlichen Welt zählt. Wer diese Eigenschaften besitzt, gilt hier als erfolgreich. Gestern lief im Radio ein Beitrag zum Thema „Glücklich sein“ und es wurde der …